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Full text : Jahresbericht 1914-1918

Jahresbericht  der  Deutschen  Seewarte  für  1914—1918.

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d.  Sturmwarnungsslellen  und  Nebenstellen  der  Deutschen  Seewarte.
Neue  Sturmwarnungsstellen  wurden  errichtet  in  Kussfeld,  Qilge,  Finkenwärder. ­
  Die  Sturinwarnungsstelle  Groß-Horst  ist  eingegangen.
Während  des  Krieges  wurden  auf  Anordnung  der  Marine  keinerlei  Signale
gezeigt,  auch  keine  Hafentelegramme  und  Sturmwarnungen  zum  Aushang  gebracht.
e.  Eisberichterstattung  der  Deutschen  Seewarte.
Tätig  waren  im  Winter  1913/1914  an  der  Nordsee  27,  an  der  Ostsee  31  Eismeldestationen. ­
  Während  des  Krieges  wurden  die  Beobachtungen  und  Meldungen
fortgesetzt,  aber  nicht  veröffentlicht.
f.  Abgabe  von  Wetternachrichten  an  Zeitungen.
Während  bis  zum  Kriege  an  alle  größeren  Zeitungen  Hamburgs  umfangreiche
Wettermeldungen  und  Wetterkarten  abgegeben  wurden,  durfte  alsdann  keinerlei
Nachricht  über  Wind  und  Luftdruck  mehr  veröffentlicht,  auch  durften  keine  Wetterkarten ­
  abgedruckt  werden.
g.  Öffentliche  Wetterdienststelle  Hamburg  und  Landwirtschaftlicher  Wetterdienst
der  Seewarte.
Die  der  Deutschen  Seewarte  angegliederte  Öffentliche  Wetterdienststelle
stand  wie  bisher  unter  der  Leitung  des  Vorstandes  der  III.  Abteilung  und  gab  für
ihren  unveränderten  Bezirk  tägliche  Wetterkarten  und  Wettervorhersagen  heraus,
die  während  der  Monate  Mai  bis  Oktober  zum  öffentlichen  Aushang  gelangten.
Während  des  Krieges  durften  die  Vorhersagen  wie  auch  die  Wetterkarten  in  den
Sperrzonen  nicht  vor  5  Uhr  nachmittags  zur  Kenntnis  der  Öffentlichkeit  gelangen.
Das  Bezeichnen  der  Isobaren  auf  den  Wetterkarten  war  längere  Zeit  im  Kriege
untersagt.
Die  Wetterdienstnebenstellen  in  Flensburg  und  Oldenburg  standen  wie  früher
unter  der  Leitung  des  Oberlehrers  Stürmer  und  des  Qewerbeschuldirektors  Jahn.
Die  erstere  gab  ihre  Wetterkarten  für  Mai  bis  Oktober  1914  heraus,  während  diejenige ­
  in  Oldenburg  wegen  Einziehung  ihres  Leiters  zum  Heer  anfangs  August  1914
den  Betrieb  einstellen  mußte.  Die  Karten  wurden  alsdann  von  Hamburg  versandt.
Im  Jahre  1915  wurden  auch  die  Abonnenten  der  Nebenstelle  Flensburg  wegen  Einziehung ­
  des  Leiters  zum  Heer  von  Hamburg  aus  versorgt.
Die  auf  Kosten  des  Reichsamts  des  Innern  von  der  Seewarte  herausgegebenen
„Zehntägigen  Witterungsberichte  für  die  Landwirtschaft“  erschienen  auch  während
des  Krieges  fort.  Dieselben  wurden  aber  nur  noch  denjenigen  Vertrauensmännern
des  öffentlichen  Wetterdienstes  zugesandt,  die  dies  besonders  wünschten.

IX.  Bericht  über  die  Tätigkeit  der  Abteilung  IV.
Chronometerprüfung.
a.  Benutzung  der  Einrichtungen  der  Abteilung  durch  Reedereien,  Schiffskapitäne,
Chronoraetermacher,  wissenschaftliche  Anstalten  usw.
In  den  Jahren  1914—1918  wurden  von  Reedereien  und  Schiffskapitänen,  bezw.
in  ihrem  Aufträge  von  Uhrenfirmen  im  ganzen  665  Chronometer  eingeliefert.
            
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