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Full text: Jahresbericht 1914-1918

I(. 
Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1914—1918. 
Der Ausbruch des Krieges unterbrach den Austausch der Wettertelegramme 
zwischen den feindlichen Ländern. Die Parteinahme der Bevölkerung und die 
wachsenden Materialschwierigkeiten in den neutralen Ländern bewirkten auch 
beim Verkehr mit diesen Störungen. 
In den Jahren 1916—18 wurden die Beobachtungen für den Wetterdienst in 
folge der in Deutschland eingeführten Sommerzeit eine Stunde früher angestellt, 
um gleiche Stunden wie im Winter zu haben. 
1. Eingehende Telegramme. 
Es traten neu auf folgende Beobachtungen: 
1. 1. 14 Sammeltelegramm aus Schweden 7 p . 
4. 4. 14 Helsingfors 7 P , 1. 5. 14 Hansthohn und Hammershus 7 1 '. 
1. 7. 14 Sammeltelegramm aus Frankreich 7 P . 
20. 6. 14 Särna 8 a , Mai 1917 Storlien 8 a , 2 P , 7 1 ’. 
1. 9. 14 Keitum und Borkum ll a und 5>\ 
Die Abend- und Morgenbeobachtungen sämtlicher deutschen Stationen 
wurden vom 21. I. 14 ab nach der Formel BBB WW chiffriert. Die Beobachtungen 
von Helgoland und der Schneekoppe fielen seit Kriegsbeginn aus. 
2. Ausgehende Telegramme. 
Es wurden seit dem 1. Mai 1914 das I. Abonnement- und das Abonnement- 
Extra-Telegramm nach der Formel BBBWW SHTTV ßARRN, das Nachmittags- 
Telegramm nach der Formel BBBWW SHTTV’ und das Abend-Abonnements- 
Telegramm nach der Formel BBBWW SHTTV” chiffriert. Im Laufe des Krieges 
waren diese Telegramme mancherlei Änderungen unterworfen, besonders in der 
Reihenfolge der Stationen, während in der Chiffrierung nur geringfügige Ab 
weichungen eintraten. 
Die Anzahl der Monatsabonnements betrug im Jahre 1914 für Obs. 1 797, 
für Obs. II 223, für Obs. Extra 576, für Nachm.-Obs. 343 und für Abend-Obs. 338. 
Während des Krieges wurden keine Abonnements an Privatpersonen heraus 
gegeben. 
3. Wetterdienst für das Marine-Flugwesen und die 
Marine-Luftschiffahrt. 
War schon im Jahre 1914 bis zum Kriegsbeginn die Seewarte vom Flug 
wesen der Luftschiffahrt stark in Anspruch genommen worden, so geschah dies 
in noch verstärktem Maße während der Kriegszeit. Die Seewarte gab ferner 
regelmäßig an eine größere Reihe von Adressen im Bereiche der Marine Auskunft 
über die Wetterlage und Vorhersagen. Bis zur Einrichtung eines organisierten 
Heereswetterdienstes wurde auch seitens des Heeres öfters um Wetterauskunft 
bei der Seewarte angefragt. 
c. Normalbeobachtungsstationen der Deutschen Seewarte. 
In Borkum und Swinemünde starben die Beobachter im April 1918, bezw. 
Januar 1918. ln Borkum trat die Tochter des Verstorbenen, in Swinemünde die 
Frau Kurkowski, eine verheiratete Tochter des Verstorbenen, an deren Stelle.
	        
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