Goedecke, E.: Beiträge zur Hydrographie der Konvergenz der Deutschen Bucht. 349
einen aus den Gegensätzen zwischen der südwärts vorstoßenden nordeuropäischen
Kaltluft und dem letzten Schub maritimer Tropikluft sich bildenden Hochdruck-
keil unterbrochen, Dabei werden zwei kleine Teiltiefs gebildet, die über der
Elbmündung und dem östlichen Kanal liegen. Für die Deutsche Bucht ist durch
den Vorstoß der Kaltluftmassen aus der Südwest- eine ausgesprochene Nordwest-
wetterlage entstanden. Nordwestwinde von mittlerer Stärke herrschen bei
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Abb. 1a. Feuerschiff „Elbe 1“.
5. bis 9. V. 1933 (1. Pentade)}.
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Abb. 1b. YFeuerschiff „Elbe 1“,
10, bis 14. V. 1933 (2. Pentade).
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Abb. 1ec. Feuerschiff „Elbe 1“.
15. bis 19, V. 1933 (3. Pentadel.
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Abb. 1d. Feuerschiff „Elbe 1“.
20. bis 24, V. 1933 (4. Pentade).
„Elbe 1“ vor (Abb. 1b). Da die Lufttemperaturen niedriger geworden sind
(Abb. 2a—c), ist die Differenz Luft minus Wassertemperatur sehr klein oder wie
bei „Elbe 1“ gleich Null. Dagegen ist hier und bei „Amrumbank" eine Erwär-
mung des Oberflächenwassers gegenüber vorher zu verzeichnen.
Zu Anfang der dritten Pentade ist der Keilvorstoß vom nordischen Hoch zur
Hochdruckbrücke geworden. Maritim-arktische Kaltluft mit ergiebigen Regen-
fällen brechen von der Nordsee nach Deutschland herein, An der Nordseeküste
sind die Niederschläge besonders auf der Rückseite des Nordseetiefs außerordent-
lich hoch. Das Azorenhoch rückt nordostwärts und schließt sich dem Nordsee-
Hochdruckrücken an. Während sich gegen Ende dieser Pentade eine Hochdruck-
zunge von Nordrußland über Finnland nach Südschweden herausbildet, liegt ein
Teiltief über der Deutschen Bucht, Um kurz zusammenzufassen: Die Deutsche Bucht
liegt zu Anfang dieser Pentade unter dem Einfluß der Rückseite des polnischen