accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Jahresbericht 1881

41 
zum Zwecke des gemeinsamen Bezuges des Abonnements-Telegrammes ist der Preis jeder Abschrift auf M. 20 
ermässigt. 
b. Kleinere vollbezahlte Depeschen erhielten ausser dem „Tageblatt“, dem „Schwäbischer Merkur“ in 
Stuttgart, der „Kölnische Zeitung“ und „Yolkszeitung“ in Köln, der Wetterwarte in Magdeburg, der Königl. 
Bade-Kommission in Reichenhall in diesem Jahre noch das „Berliner Tageblatt“ und die „Westfälische 
Zeitung“ in Dortmund. Letzteres Telegramm war identisch mit demjenigen der „Kölnische Volkszeitung“; 
ersteres enthielt die Beobachtungen einer Anzahl Stationen der Abonnements-Depesche, welche in der Regel 
vor 11 Uhr an der Seewarte eintreffen. 
Ausser für Telegraphengebiihr wurde für Ausfertigung dieser Telegramme noch eine Vergütung von 
M. 15 an die Kasse der Seewarte entrichtet. 
c. Das Isobaren-Telegramm wurde in diesem Jahre unverändert beibehalten und bewährte sich in 
Bezug auf Genauigkeit der Feststellung der Isobaren und der Sicherheit der telegraphischen Uebertragung 
vollkommen. Das Isobaren-Telegramm zum Zwecke der Konstruktion der Wetterkarten erhielten in diesem 
Jahre: 1) das Königl. Sächsische Meteorologische Bureau in Leipzig, 
2) die Königl. Bayerische Meteorologische Zentral-Anstalt in München, 
3) die Königl. Württembergische Meteorologische Zentral-Anstalt in Stuttgart, 
4) die Grossherzogi. Badische Meteorologische Zentral-Anstalt in Karlsruhe, 
5) die Wetterwarte der „Magdehurgische Zeitung“ in Magdeburg, 
6) Herr Dr. Krebs in Frankfurt a. M., 
7) das „Berliner Tageblatt“ in Berlin, 
8) Herr Dr. Szentgioergyi Weiss in Budapest. 
Die unter 1), 2) und 5) genannten Interessenten erhielten noch die im vorigen Jahres-Berichte (pag. 80) 
besprochene Ergänzung zum Abonnements-Telegramme, nämlich die Angaben von 11 Stationen nach dem 
Schema TTWSH. 
III. Tägliche Berichterstattung in Hamburg und Altona und Zeitungs-Wetterkarten überhaupt. 
Der erstere Theil hat in diesem Jahre keine wesentliche Abänderung erfahren und kann in dieser 
Beziehung auf das in dem vorhergehenden Jahres-Berichte Gesagte verwiesen werden. 
Zeitungs-Wetterkarten erhalten direkt von der Seewarte die Hamburger Zeitungen; „Börsenhalle“, 
„Korrespondent“ und „Reform“. Von auswärtigen Zeitungen werden auf Grund des Isobaren-Telegrammes 
Wetterkarten konstruirt: von der „Magdehurgische Zeitung“, vom „Berliner Tageblatt“, von der „Augs 
burger Allgemeine Zeitung“ und von der „Karlsruher Zeitung“. 
IV. Tägliche Wetter-Prognosen und Verbreitung derselben in Deutschland. 
Die bei der Aufstellung und Verbreitung der Wetter-Prognosen zur Anwendung gebrachten Grundsätze 
(siehe Jahres-Bericht I, Seite 122 und 123) erlitten im Laufe des Berichts-Jahres keine Aenderung. Nament 
lich wurde unverrückt an der Maxime festgehalten, dass nur in Fällen, in welchen Witterungs-Thatbestände 
zur Kenntniss des Publikums gelangen, auch Prognosen gegeben werden •hönnen. 
Die Resultate des Wetter-Prognosen-Dienstes sind aus den auf der nächsten Seite folgenden Tabellen 
ersichtlich, welche der „Monatliche Uebersicht der Witterung“, Jahrg. VI, 1881, Einleitung, entnommen sind. 
Die auf nachfolgende Tabellen sich beziehenden Prognosen wurden sämmtlich zwischen 4 und 5 Uhr Nach 
mittags aufgestellt, nachdem die Nachmittags-Beobachtungen an der Seewarte eingelaufen waren. — Dagegen 
wurden, wie im vorigen Jahres-Berichte ausführlich besprochen wurde, die Prognosen für die auswärtigen 
Zeitungen schon um die Mittagszeit abgefasst und befördert. Die Erfahrung zeigte auch in diesem Jahre, 
dass solche Prognosen dem praktischen Zwecke in befriedigender Weise dienten und nur selten, auf Grund 
der bis zum Nachmittage sich vollziehenden Aenderungen, einer wesentlichen Modifikation bedurften. Dabei 
sei wiederholt bemerkt, dass die an Institute und Zeitungen gegebenen Prognosen nicht für den einzelnen 
Ort und dessen engste Umgebung, sondern für ein grösseres Gebiet aufgestellt wurden. 
Die Verbreitung der Prognosen wurde auch in diesem Jahre erheblich gefördert und dieses ist ein 
sehr erfreuliches Zeichen dafür, dass der Prognosen-Dienst und überhaupt die ausübende Witterungskunde 
beim Publikum immer mehr an Boden und Popularität gewinnt. Es wird übrigens mit Bezug auf die 
Entwickelung der Pflege der ausübenden Witterungskunde auf die in der Einleitung zu diesem Berichte 
Seite 2 gemachten Bemerkungen hingewiesen. 
Archiv 1881. 1. 
6
	        
No full text available for this image
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.