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zum Zwecke des gemeinsamen Bezuges des Abonnements-Telegrammes ist der Preis jeder Abschrift auf M. 20
ermässigt.
b. Kleinere vollbezahlte Depeschen erhielten ausser dem „Tageblatt“, dem „Schwäbischer Merkur“ in
Stuttgart, der „Kölnische Zeitung“ und „Yolkszeitung“ in Köln, der Wetterwarte in Magdeburg, der Königl.
Bade-Kommission in Reichenhall in diesem Jahre noch das „Berliner Tageblatt“ und die „Westfälische
Zeitung“ in Dortmund. Letzteres Telegramm war identisch mit demjenigen der „Kölnische Volkszeitung“;
ersteres enthielt die Beobachtungen einer Anzahl Stationen der Abonnements-Depesche, welche in der Regel
vor 11 Uhr an der Seewarte eintreffen.
Ausser für Telegraphengebiihr wurde für Ausfertigung dieser Telegramme noch eine Vergütung von
M. 15 an die Kasse der Seewarte entrichtet.
c. Das Isobaren-Telegramm wurde in diesem Jahre unverändert beibehalten und bewährte sich in
Bezug auf Genauigkeit der Feststellung der Isobaren und der Sicherheit der telegraphischen Uebertragung
vollkommen. Das Isobaren-Telegramm zum Zwecke der Konstruktion der Wetterkarten erhielten in diesem
Jahre: 1) das Königl. Sächsische Meteorologische Bureau in Leipzig,
2) die Königl. Bayerische Meteorologische Zentral-Anstalt in München,
3) die Königl. Württembergische Meteorologische Zentral-Anstalt in Stuttgart,
4) die Grossherzogi. Badische Meteorologische Zentral-Anstalt in Karlsruhe,
5) die Wetterwarte der „Magdehurgische Zeitung“ in Magdeburg,
6) Herr Dr. Krebs in Frankfurt a. M.,
7) das „Berliner Tageblatt“ in Berlin,
8) Herr Dr. Szentgioergyi Weiss in Budapest.
Die unter 1), 2) und 5) genannten Interessenten erhielten noch die im vorigen Jahres-Berichte (pag. 80)
besprochene Ergänzung zum Abonnements-Telegramme, nämlich die Angaben von 11 Stationen nach dem
Schema TTWSH.
III. Tägliche Berichterstattung in Hamburg und Altona und Zeitungs-Wetterkarten überhaupt.
Der erstere Theil hat in diesem Jahre keine wesentliche Abänderung erfahren und kann in dieser
Beziehung auf das in dem vorhergehenden Jahres-Berichte Gesagte verwiesen werden.
Zeitungs-Wetterkarten erhalten direkt von der Seewarte die Hamburger Zeitungen; „Börsenhalle“,
„Korrespondent“ und „Reform“. Von auswärtigen Zeitungen werden auf Grund des Isobaren-Telegrammes
Wetterkarten konstruirt: von der „Magdehurgische Zeitung“, vom „Berliner Tageblatt“, von der „Augs
burger Allgemeine Zeitung“ und von der „Karlsruher Zeitung“.
IV. Tägliche Wetter-Prognosen und Verbreitung derselben in Deutschland.
Die bei der Aufstellung und Verbreitung der Wetter-Prognosen zur Anwendung gebrachten Grundsätze
(siehe Jahres-Bericht I, Seite 122 und 123) erlitten im Laufe des Berichts-Jahres keine Aenderung. Nament
lich wurde unverrückt an der Maxime festgehalten, dass nur in Fällen, in welchen Witterungs-Thatbestände
zur Kenntniss des Publikums gelangen, auch Prognosen gegeben werden •hönnen.
Die Resultate des Wetter-Prognosen-Dienstes sind aus den auf der nächsten Seite folgenden Tabellen
ersichtlich, welche der „Monatliche Uebersicht der Witterung“, Jahrg. VI, 1881, Einleitung, entnommen sind.
Die auf nachfolgende Tabellen sich beziehenden Prognosen wurden sämmtlich zwischen 4 und 5 Uhr Nach
mittags aufgestellt, nachdem die Nachmittags-Beobachtungen an der Seewarte eingelaufen waren. — Dagegen
wurden, wie im vorigen Jahres-Berichte ausführlich besprochen wurde, die Prognosen für die auswärtigen
Zeitungen schon um die Mittagszeit abgefasst und befördert. Die Erfahrung zeigte auch in diesem Jahre,
dass solche Prognosen dem praktischen Zwecke in befriedigender Weise dienten und nur selten, auf Grund
der bis zum Nachmittage sich vollziehenden Aenderungen, einer wesentlichen Modifikation bedurften. Dabei
sei wiederholt bemerkt, dass die an Institute und Zeitungen gegebenen Prognosen nicht für den einzelnen
Ort und dessen engste Umgebung, sondern für ein grösseres Gebiet aufgestellt wurden.
Die Verbreitung der Prognosen wurde auch in diesem Jahre erheblich gefördert und dieses ist ein
sehr erfreuliches Zeichen dafür, dass der Prognosen-Dienst und überhaupt die ausübende Witterungskunde
beim Publikum immer mehr an Boden und Popularität gewinnt. Es wird übrigens mit Bezug auf die
Entwickelung der Pflege der ausübenden Witterungskunde auf die in der Einleitung zu diesem Berichte
Seite 2 gemachten Bemerkungen hingewiesen.
Archiv 1881. 1.
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