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Full text: Jahresbericht 1882

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Deutschen Seewarte“ erscheinen. Die eingehende Untersuchung eines einzelnen Phänomens nach möglichst 
reichhaltigem Materiale hat sich als zweckmässig gezeigt, indem es an der Hand dieses Materiales gelungen 
ist, in den Vorgang und ursächlichen Zusammenhang des Phänomens einen ziemlich klaren Einblick zu 
erhalten. 
An ferneren Arbeiten des Meteorologen, welche als Mittheilungen der Seewarte in den „Annalen der 
Hydrographie und maritimen Meteorologie“ erschienen, sind zu nennen : eine über Barometer-Schwankungen 
(mit zwei Karten) und eine über Häufigkeit und Zugstrassen der barometrischen Minima (eine Karte), welche 
beide das Resultat schon im vorigen Jahres-Bericht erwähnter Untersuchungen sind ; ferner ein Aufsatz über 
den Einfluss der Temperatur-Vertheilung auf die oberen Luftströmungen und auf die Fortpflanzung der 
Minima, welcher Gesichtspunkte darlegt, die gegenwärtig mit gutem Erfolg bei den Prognosen der Seewarte 
angewendet werden; die Frage der oberen Luftströmungen uud das Studium der Wolken haben überhaupt 
die Aufmerksamkeit des Meteorologen in diesem Jahre besonders in Anspruch genommen. Ebenso wie in 
früheren Jahren, wurde vom Meteorologen ein Resumé über die Beobachtungen in Tanger und über den 
Temperatur-Charakter des abgelaufenen Jahres über Nordamerika und Europa für die „Annalen“ zusammen 
gestellt, letzteres in Anlehnung an die „Vergleichende Uebersichten der Witterung“, an deren Abfassung 
er sich ebenso wie früher betheiligte. 
In den Zwischenräumen zwischen diesen Arbeiten wurde diejenige an dem Abschnitt über Stürme für 
das Segelhandbuch vom Atlantischen Ozean fortgesetzt, welcher indessen erst im Jahre 1883 beendigt 
wurde. Der meteorologische Theil des Segelhandbuches für die Nordsee wurde vor der definitiven Ueber- 
gabe an das Hydrographische Amt nochmals durchgesehen und ergänzt, und wird 1888 zur Veröffentlichung 
kommen. 
Von der im vorigen Jahres-Berichte erwähnten Arbeit über die Abhängigkeit der Witterung in Deutsch 
land von der Vertheilung des Luftdrucks ist der erste Theil insofern erledigt, als die Abhängigkeit des 
Wetters von der Windrichtung, der Höhe des Luftdrucks und der Form der Isobaren für Hamburg unter 
Leitung des Meteorologen vom Assistenten a. D. Herrn Reinert in umfassenden und sorgfältig ausgearbei 
teten Tabellen niedergelegt ist; es bleiben noch einige Zusammenstellungen über das Verhältniss des Windes 
selbst zur Druckvertheilung übrig, um alsdann die Arbeit für die norddeutsche Küste zum Abschluss und 
zur Veröffentlichung bringen zu können; ob dieselbe alsdann auch auf das Innere Deutschlands ausgedehnt 
werden wird, hängt zur Zeit noch von verschiedenen Umständen ab. 
Von privaten Arbeiten des Meteorologen aus diesem Jahre ist hier namentlich ein Aufsatz „Ueber die 
vertikale Vertheilung des Luftdrucks“ (Zeitschr. für Meteorologie, Band 17, Seite 81) zu erwähnen, als das 
Ergebniss von Betrachtungen, zu denen er bei seiner amtlichen Arbeit über den Gewittersturm angeregt 
wurde, und welche weiter zu der schon erwähnten Mittheilung der Seewarte im Novemberheft der „Annalen“ 
führten. 
Die Thätigkeit des persönlichen Assistenten des Direktors. Die Arbeiten in Verbindung mit der 
Anfertigung eines ausführlichen Kataloges über den Inhalt der zahlreichen Sammelbände der Dove’schen 
Bibliothek nahm die Thätigkeit des persönlichen Assistenten in den ersten Monaten des Berichts-Jahres 
sehr in Anspruch. Sobald diese Arbeit beendet war, hatte der persönliche Assistent sich mit Untersuch 
ungen der Instrumente, magnetischen Beobachtungen p. p. bis zum 31. Mai zu beschäftigen. Am 1. Juni 
übernahm Dr. Kleemann die Vertretung des ersten Assistenten der AbtheilungIII, des Herrn Dr. A. Sprung, 
welcher zu Zwecken des Treffens vorbereitender Einrichtungen in Verbindung mit der Reorganisation des 
meteorologischen Dienstes in den Reichslanden auf Vorschlag der Direktion nach Strassburg berufen worden 
war. Herr Dr. 0. Krümmel übernahm die Vertretung des persönlichen Assistenten bis sum 31. August 
und beschäftigte sich während dieser Zeit, als er zugleich an dem Lehrkurse thätig war, mit Arbeiten, 
welche sich auf den physikalischen Theil des Segel-Handbuches für den Atlantischen Ozean bezogen. Am 
1. September nahm Dr. Kleemann bis zum Ende des Jahres seine Thätigkeit als persönlicher Assistent 
wieder auf und verwendete den grössten Theil seiner Zeit auf eine Arbeit über ein meteorologisches Thema, 
welche er mit der Einwilligung des Direktors unter seinem eigenen Namen herauszugeben beabsichtigte. 
Der Zeichner des Institutes, Herr Denys, wurde im Laufe des Berichts-Jahres wieder mit der 
fortlaufenden Ausführung der Karten-Korrekturen betraut, während er gleichzeitig die täglichen autographirten 
Wetter-Berichte und Wetter-Karten der Seewarte, die Minima-Karten für die „Monatliche Uebersicht der 
Witterung“ und einige andere grössere und kleinere Arbeiten auszuführen hatte. In der Person des Herrn
	        
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