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Inhaltsverzeichnis : Jahresbericht 1883

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An  den  Küsten  Ostpreussens,  und  zwar  auf  den  Nehrungen,  wurden  auf  Kosten  der  Provinzial-Regierung
an  nachfolgend  benannten  Orten  Signalstellen  I.  Klasse  eingerichtet:  Balga  (Frisches  Haff),  Kranz,
Rossitten,  Nidden,  Palinnicken  (Samland)  und  Schwarzort.  Wie  schon  die  Namen  besagen,  handelte ­
  es  sich  in  diesem  Falle  um  die  Wahrung  der  Interessen  vorzugsweise  der  Bernstein-Gewinnung  und
des  Fischfanges.  Die  sämmtlichen  genannten  Stationen  konnten  mit  Eintritt  der  stürmischen  Jahreszeit  in
Betrieb  gesetzt  werden.
Mehr  als  alle  Zahlen  und  Ausführungen  dies  zu  thun  vermögen,  erweisen  die  im  Obigen  dargelegten
Thatsachen,  wie  sehr  man  allenthalben  an  den  deutschen  Küsten  die  Wohlthaten  eines  wohleingerichteten
Sturmwarnungs-Systemes  zu  würdigen  weiss.
Auch  die  Resultate  der  Sturmwarnungen  in  dem  Berichts-Jahre  bieten,  wie  dies  im  vorigjährigen
Jahres-Berichte,  Seite  35,  ausgeführt  wurde,  insoferne  ein  ganz  besonderes  Interesse,  als  der  beschränkte
Nachtdienst  wieder  zur  Ausführung  kam  und  dadurch  diese  Resultate  günstiger  gestaltet  wurden.
Der  beschränkte  Nachtdienst  wurde  mit  dem  15.  September  begonnen  und  bald  darauf  wurden  auch
die  Nachtsignale  eingeführt.  Diese  beschränken  sich  zunächst  nur  auf  eine  rothe  Laterne,  welche  das
Signal  „Ball“  ersetzt.  Solche  rothe  Signal-Laternen  erhielten;  Nesserland-Emden,  Wilhelmshaven,  Bremerhaven, ­
  Kuxbaven,  Hamburg,  Altona,  Kiel,  Swinemünde,  Neufahrwasser,  Pillau  und  Memel.
Die  nachfolgenden  beiden  Tabellen,  welche  der  „Monatliche  Uebersicht  der  Witterung“,  Jahrgang  VIII,
entlehnt  sind,  geben  im  Allgemeinen  einen  Einblick  in  die  Erfolge  der  Sturmwarnungs-Signale  im  Berichtsjahre. ­


Anzahl  und  Datum  der  von  der  Seewarte  ausgegebenen  Sturmwarnungs-Signale.

1883
Monat

Anza
Anordnn
Heissen

al  der
ngen  zum
Senken

Durch
Extra-Telegramme


Datum,
an  welchem  Anordnungen  zum  Heissen
von  Signalen  gegeben  wurden.

Januar...

195

195

19.,  24.,  25.,  28.,  29.

Februar.  .

273

27

600

3.,  8.,  9.,  12.,  13.,  22.,  23.,  24.,  27.

März  ....

136

—

136

5.,  6.,  11.,  23.,  29.,  30.

April....

—

—

—

—  —  —

Mai

26

—

26

19.

Juni

—

—

—

—  —  —.

Juli

—

—

August  .  .

—

—

—

—  —  —

September

119

—

119

1.,  2.,  3.,  23.,  26.

Oktober.  .

206

32

238

9.,  16.,  16.,  17.,  18.,  21.,  22.,  23.,  25.,  26.

November

383

46

429

4.,  5.,  13.,  20.,  21.,  22.,  23.,  24.,  25.

Dezember

408

63

471

3.,4.,5.,10.,11.,12.,13.,14.,15.,16.,17.,22.,23.

Jahr  ....

1746

168

1914

58  Tage

Anmerkung.  Durch  Hafen-Telegramme  wurden  keine  Sturmwarnungen  gegeben.

Ergebnisse  der  im  Jahre  1883  von  der  Seewarte  erlassenen  Sturmwarnungen.

Gruppe

der  Signalstellen

Jahr
1883

1.
50%  md  darunter

2.
über  50  bis  inkl.  60%

3.
über  60  bis  inkl.  70%

4.
über  70  bis  inkl.  80%

5.
Ober  80%

Anzahl

Prozente

Anzahl

Prozente

Anzahl

Prozente

Anzahl

Prozente

Anzahl

Prozente

18

35

3

53

9

65

—

—

2

85

Anmerkung.  Heber  Einrichtung  der  Signalstellen  und  des  Sturmwarnungs-Dienstes  siehe:  „Instruktion  für  die  Signalstellen ­
  der  Deutschen  Seewarte,  zweite  Ausgabe“  und  Bemerkungen  darüber  im  Jahres-Berichte  II,  Seite  71.
            
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