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Full text: Jahresbericht 1992

und die neuen Bundesländer. Das Projekt wurde 
von der DFG unterstützt, im Zusammenhang mit 
der Vermessung standen Stationsvergleiche mit 
den beteiligten Observatorien. 
Der Wingster Standard wurde während einer 
internationalen Interkalibration in Chambon-Ia- 
Foret, Frankreich, geprüft. Aus den Ergebnissen 
konnten Rückschlüsse auf die Stabilität der Be 
zugsniveaus des Observatoriums abgeleitet wer 
den. Insbesondere ergab sich, daß nach dem 
Wechsel des Deklinationsstandards Anfang des 
Jahres keine Ablage mehr in die Mißweisung ein 
gerechnet werden muß. 
Um die durch unerkannte Basisschwankun 
gen der Registrierinstrumente bedingte Unsicher 
heit der Epochenwerte (Jahresmittel) zu verrin 
gern, wurden hochstabile Variometer beschafft. 
Die Installation der Geräte wurde vorbereitet. 
Unter Federführung des BSH wurde der Mo 
mentanwertvergleich mit europäischen Observa 
torien fortgesetzt und ausgewertet. Die beteilig 
ten Stationen erhielten die Monatsmittel der Diffe 
renzen und eine Übersicht der von den Säkular 
variationen befreiten maximalen Schwankungen 
dieser Monatsmittel. Zwei neue Stationen konn 
ten hinzugewonnen werden, so daß in Zukunft 
25 Observatorien beteiligt sind. Je größer die 
Zahl der Stationen ist, desto sicherer sind Rück 
schlüsse auf mögliche Fehler der eigenen Instru 
mente. 
Aus den vorliegenden Minutenwerten der 
Variationen wurden in Wingst vorläufige Tages 
und Monatsmittel berechnet und veröffentlicht. 
Mikrofilme der analogen Registrierungen der Va 
riationen und Pulsationen wurden den Weltdaten 
zentren zugesandt. Verschiedene Institutionen 
Dienste 
erhielten regelmäßig oder auf Anforderung Ko 
pien der Magnetogramme. 
Die Erdmagnetischen Jahrbücher Nr. 29 
(1983), Nr. 30 (1984) und Nr. 31 (1985) wurden 
bearbeitet und stehen vor dem Druck. Die Weltda 
tenzentren erhielten Magnetbänder der endgülti 
gen Minutenwerte derselben Jahre. Ebenso wur 
de ein Magnetband für das Jahr 1991 erstellt und 
das für 1992 vorbereitet. Damit konnte die beste 
hende Lücke in der Folge der Jahrbücher des 
Observatoriums und in den Minutenwerten für die 
Weltdatenzentren verringert und die angestrebte 
verzögerungsfreie Veröffentlichung endgültiger 
Daten eingeleitet werden. 
Wie in den Vorjahren wurde monatlich ein 
Bericht über die magnetische Aktivität (Kennzif 
fern und Effekte) herausgegeben. Die Kennzif 
fern wurden außerdem im „Monthly Report“ des 
Forschungs- und Technologiezentrums der Deut 
schen Bundespost Telekom veröffentlicht und 
über BTX verbreitet. Die Zusammenarbeit inner 
halb der „Arbeitsgemeinschaft Ionosphäre“ der 
deutschen geophysikalischen Institute und der 
Union Radio Scientifique Internationale (URSI) 
wurde fortgesetzt. 
In Abb. 13 ist der langfristige Verlauf der De 
klination seit Bestehen des Observatoriums in 
Form von Jahresmitteln dargestellt (linke Skala, 
in Bogengrad). Ebenfalls abgebildet ist die jährli 
che Änderung der Deklination (Säkularvariation, 
rechte Skala, in Bogenminuten). Der messenden 
Erfassung und Berechnung dieses Voraussage 
wertes in Wingst folgt die kartographische Bear 
beitung für die Seekarten und Seehandbücher 
(s. u.). Der vorläufige Charakter jüngerer Jahres 
mittel macht sich in einer Streuung der Werte 
bemerkbar.
	        
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