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Full text : Jahresbericht 1938

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Das  vierundsechzigste  Jahr  der  Deutschen  Seewarte,  1938.

minen  täglich.  Bis  Ende  des  Berichtsjahres  erhielten  (außer  den  Feuerschiffen
Borkumriff,  Amrumbank  und  Elbe  1)  auch  F-Sch.  Außenjade,  Flensburg,  Fehmarnbelt, ­
  Reserve  Tönning,  Norderney  I  und  Adlergrund  Windregistriergeräte
(für  die  terminmäßigen  Wettermeldungen  sind  jedoch  nach  wie  vor  die  geschätzten ­
  Windstärken  genommen  worden).
Die  Beobachtungen  von  Wind  und  Wetter  im  Netz  der  Sturmwarnungsstellen ­
  geschahen  wie  bisher.
Mit  dem  1.  Juni  ist  die  7.  Ausgabe  1938  der  „Dienstanweisung  für  die
Sturmwarnungsstellen“  (DAStWSt)  in  Kraft  getreten;  es  sind  in  ihr  alle
Änderungen  berücksichtigt,  die  der  Sturmwarnungsdienst  und  die  Anstellung
der  Wetterbeobachtungen  seit  der  6.  Ausgabe  1925  erfahren  hat.
Es  wurde  ein  weiterer  Fortschritt  in  der  notwendigen  Vereinheitlichung ­
  im  Zeigen  der  Signale  an  den  Sturm  warnungsstellen  erzielt:
gegenwärtig  werden  von  72  Stellen  einheitlich  die  vollständigen  Tag-  und
Nachtsignale  gezeigt;  weitere  Stellen  sind  im  Ausbau.  Verschiedene  Bereisungen
von  Sturmwarnungsstellen  und  Feuerschiffen  wurden  in  Zusammenarbeit  mit
den  zuständigen  Seezeichenbehörden  ausgeführt.
In  Band  IV,  Heft  4,  des  „Deutschen  Meteorologischen  Jahrbuchs  1936“
wurde  veröffentlicht:  „Wetterkundliche  Beobachtungen  auf  deutschen
Feuerschiffen  der  Nord-  und  Ostsee“  und  „Zur  Statistik  der  Stürme  an  der
deutschen  Küste“,  Jahrgang  1936.
Zahlreiche  Gutachten  und  Auskünfte  über  Klima  und  vergangenes
Wetter  auf  See  sind  an  amtliche  und  private  Stellen  abgegeben  worden.
6.  Wetterinstrumente.
Die  Kräfte  und  Hilfsmittel  der  Gruppe  wurden  durch  die  laufende
instrumentelle  Versorgung  der  Bordstationen  und  der  Feuerschiffe  restlos  in
Anspruch  genommen,  so  daß  die  Entwicklungsarbeiten  trotz  ihrer  Dringlichkeit
zurückgestellt  werden  mußten.  Besondere  Schwierigkeiten  bereiten  die  auf
einigen  Feuerschiffen  neu  eingebauten  elektrischen  Windschreiber,  weil  sowohl
der  Aufnahmeapperat  wie  der  Registrierapparat  bei  den  Schwankungen  der
Schiffe  außerordentlichen  Beanspruchungen  und  manchen  Störungen  ausgesetzt
sind.  Auch  war  die  Betreuung  der  Schiffe,  die  nicht  in  Hamburg  anlegen,  recht
zeitraubend.
An  besonderen  neuen  Ausrüstungen  sei  ein  mehrfacher  Temperaturschreiber ­
  genannt,  der  auf  der  Flugwetterwarte  „Schwabenland“  eingebaut
wurde.  Weiterhin  wurde  eine  Aufschlagpütz  aus  Gummi  mit  besonderem  Meßgerät ­
  für  Oberflächentemperatur  erprobt.  Die  erste  Serie  eines  unter  Mitwirkung
der  Seewarte  entwickelten  Schiffsbarometers  befindet  sich  in  der  Prüfung.  Das
Feuchtigkeitseichgerät  nach  Bongards  wurde  umkonstruiert,  wobei  die  Einstellungszeit ­
  bei  jeder  Feuchtigkeitsstufe  erheblich  verkürzt  wurde.  Auch  die
Barometer-Prüfanlage  wurde  erheblich  verbessert.  Geprüft  wurden  253  Meßgeräte. ­
  Für  Thermographeneichnungen  bis  unter  0  Grad  wurde  ein  Elektro-Kühlschrank
  in  Gebrauch  genommen.
Bei  der  Gruppe  erfolgten  mehrere  Unterrichtskurse  im  Instrumentenwesen
sowie  zahlreiche  z.  T.  längere  Zeit  dauernde  Unterweisungen  deutscher  und
ausländischer  Fachgenossen.
7.  Koloniale  und  überseeische  Meteorologie  und  Klimatologie.
Erfreulicherweise  konnte  die  Bearbeitung  der  im  Jahre  1936  mit  Unterstützung ­
  der  NS-Gemeinschaft  „Kraft  durch  Freude“  (Deutsche  Arbeitsfront)
ausgeführten  Untersuchungen  über  die  meteorologischen  Verhältnisse  in  den
Arbeits-  und  Wohnräumen  an  Bord  fahrender  Seeschiffe  sowie  deren  Be-
            
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