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Пак (Ireiundseclizigste Jahr der Deutschen Seewarte, 1937
5. Zeitdienst. (Gruppe N/IY.)
a) Chronometer- und Taschenuhr-Prüfungen.
Der 60. Wettbewerb für Seechronometer wurde Anfang März beendet. Zwei
Instrumente der Firma A. Lange & Söhne, Glashütte, davon eins mit Chrono
metergang, eins mit Ankergang, konnten mit Geldpreisen ausgezeichnet werden.
Zum 61. Wettbewerb, beginnend am 1. November, wurden 18 Instrumente
eingeliefert, davon 13 mit Ankergang, hiervon wieder 1 mit Nivaroxspirale.
Auch in diesem Jahre ist die Anzahl der Chronometer beschränkt durch die
starke Nachfrage; besonders trifft dies bei den Chronometer-Werken wegen
Neuaufbaues zu.
Große Chronometer-Prüfungen wurden außerdem ausgeführt: Für die
Kriegsmarine 44, für die Handelsschiffahrt und andere Auftraggeber 68. Kleine
Prüfungen 15, Aufbewahrung und Beobachtung 17.
Die konstruktive Weiterentwicklung der Chronometer machte Fortschritte.
Die Entwicklung der Gradmaß-Chronometer ist abgeschlossen.
Die Chronometer-Kartothek wurde fortgeführt; sie umfaßt heute bereits
über 1500 Instrumente.
Der 7. Wettbewerb für Präzisions-Taschenuhren fand wieder in den Monaten
April-Juli statt. Geprüft wurden 8 Uhren: 3 der Sonderklasse, 2 der I. Klasse,
3 der II. Klasse. Weitere Taschenuhr-Prüfungen wurden in 169 Fällen durch
geführt (163 für die Kriegsmarine, 1 für das Reichsluftfahrtministerium, 5 für
die Industrie).
Die Prüfungen wurden zum großen Teil unter Zuhilfenahme der Siemens-
schen Zeitwaage durchgeführt. Als Normaluhren dienten hierbei vorwiegend
die Quarzuhren, deren Sekundenkontakte durch ein von E. Treusein konstru
iertes Kippschwinggerät der zu prüfenden Uhr entsprechend unterteilt wurden.
Mit Beginn des Jahres wurden alle Zeitmeß-Angelegenheiten der Kriegs
marine (es sind besonders die der Chronometer- und B-Uhren) übernommen;
Marineobservatorium Wilhelmshaven und Hauptagentur Kiel sind hierbei
Außenstellen und arbeiten unter ausschließlicher fachlicher Verantwortung der
Seewarte.
b) Die Zeitzeichen der Deutschen Seewarte.
Die Aussendung der deutschen Funkzeitzeichen erfolgte regelmäßig über
die nachstehenden Nauener Sender:
13 h DFY (18130 m)
DFG ( 23.10 m)
DGZ ( 20.54 m)
l h DFY (18130 m)
DGK ( 44.91m)
DFP ( 37.89 m)
Der Deutschlandsender übertrug auf der Welle 1571 m wie bisher die Zeit
zeichen l h mit und 1.3’ 1 ohne Koinzidenzsignal.
Der Reichssender Hamburg (331.9 m) mit seinen Nebensendern Hannover,
Bremen, Flensburg, Magdeburg und Stettin (Gemeinschaftswelle 225.6 m) ver
breiteten die Kurzzeitzeichen der Deutschen Seewarte zu den Zeiten 7 h , li h , 15 h ,
19 h und 23 h , der Deutschlandsender zu den Zeiten 7 h , 12 h , 18 h und 23 h .
Zwecks leichterer Einstellung der Empfänger wurden diese Kurzzeitzeichen
seit dem 15. Januar in verlängerter Form gegeben. Die Signale bestehen nun
mehr aus 17 Punkten, die vor den angegebenen vollen Stunden zu den Sekunden
30, 31, 82, 33, 34, 35, 86, 37, 38, 39, 40, 45, 50, 65, 58, 59 und 60 ertönen und
gegebenenfalls in das jeweilige Programm eingeblendet werden.
Von den 1460 im Berichtsjahre auszusendenden Onogo- und Koinzidenz-
Signalen fielen 13 = 0.9 % wegen Störungen in der Leitung oder Apparatur
aus. Der absolute Mittelwert aller Verbesserungen ergab sich zu 0?033 (Onogo-