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Full text: Jahresbericht 1937

Das dreiundsechzigste Jahr der Deutschen Seewarte, 1937. 
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6. Wetterinstrumente. 
Die 1936 begonnene karteimäßige Erfassung aller Wetterdienstgeräto 
wurde für die Seewarte selbst, die Bordpilotstationen und Bordflugwetterwarten, 
sowie die Feuerschiffe mit Windschreibgerät vollendet. — Die Versuchsarbeiten 
erstreckten sich wie zuvor auf bordgeeignete Konstruktionen der Schreib 
geräte, Schleuderthermometer und Barometer. Sie konnten indessen nur wenig 
gefördert werden wegen des Überwiegens der laufenden Ausrüstung und Ver 
sorgung der zahlreichen Bordstationen (insgesamt 32 Stationen mit voller Aus 
rüstung, davon 14 Höhenwindmeßstellen). 2 Pilotstationen, 2 Bordflugwetter 
warten, 2 Beobachtungsstationen wurden neu ausgerüstet. 
Zur Durchführung der erforderlichen Eichungen wurde das Normal- 
barometer eingehend untersucht, die Hygrometerprüfanlage nach Bongards neu 
auf gestellt, sowie ein völliger Umbau der Druckprüfanlage begonnen. Ferner 
wurde ein Prüfverfahren entwickelt, um Schiffsquecksilberbarometer unter den 
gleichen Verhältnissen zu prüfen, unter denen sie an Bord abgelesen werden. 
Im Sommer 1937 wurde ein mehrmonatlicher Instrumentenkursus für See 
warten-Angehörige abgehalten, auf Grund dessen die hauptsächlichen Be 
dienungsfehler in einer Anleitung eingehend beschrieben wurden. — Eine be 
sondere, mit eigenen Mitteln behelfsmäßig hergestellte Anlage gestattet die 
Nachbildung der Ballonbeobachtung an Bord eines bewegten Schiffes und dient 
zur Unterweisung und Übung von Beobachtern für Bordpilot- und Bordflug 
wetterwarten. 
7. Kolouialc und überseeische Meteorologie und Klimatologie. 
Organisation: Die Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage in 
Ubersee ist auch der Entwicklung des überseeischen Beobachtungsdienstes zu 
gute gekommen. Mit einer Vermehrung der Zahl der Beobachtungswarten zur 
naturkundlichen Aufschließung der Welt für die Bedürfnisse von Wirtschaft 
und Verkehr ging Hand in Hand der planmäßige Ausbau des Beobachtungs 
netzes durch die Verbesserung des Beobachtungsdienstes und die Erweiterung 
einer größeren Reihe von Stationen zu solchen höherer Ordnung. 
Durch die freiwillige und unentgeltliche Mitarbeit von Deutschen in Über 
see gingen die regelmäßigen Beobachtungen von 211 Stationen (1936: 186) ein, 
die sich folgendermaßen verteilen: 160 Stationen auf Pflanzungen, 37 bei 
Missionsstationen, 8 bei kaufmännischen Unternehmungen, 8 bei deutschen 
Schulen im Ausland und 3 bei deutschen Konsulaten. Für die selbstlose und 
stets opferbereite Beobachtertätigkeit gebührt allen Mitarbeitern auch an dieser 
Stelle der aufrichtige Dank der Deutschen Seewarte. 
Die in den Vorjahren für die Belange des ozeanischen Luft- und Motor 
schiffs-Verkehrs ausgeführte Sammlung von Staubproben in Meeresgebieten 
wurde fortgesetzt. 
Bearbeitung der Beobachtungen; Veröffentlichungen 
und Auskünfte: Die im Vorjahre mit Unterstützung des Amtes „Schönheit 
der Arbeit“ in der N. S. Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ (Deutsche Arbeits 
front) in Verbindung mit dem Hamburger Hafenarzt Physikus Dr. Peter unter 
nommenen Untersuchungen über die meteorologischen Verhältnisse in den 
Arbeits- und Wohnräumen an Bord fahrender Seeschiffe und deren Beziehungen 
zur Außenluft konnten teilweise zu einem vorläufigen Abschluß gebracht werden. 
Dagegen mußte die Fortführung der Untersuchungen über das Verhalten der 
Luft in den Laderäumen von Seeschiffen, die in den Jahren 1934/35 im Hinblick 
auf das volkswirtschaftlich bedeutsame Problem der Bekämpfung von Ladungs
	        
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