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Full text: Jahresbericht 1937

Das dreiundsechzigste Jahr der Deutschen Seewarte, 1937. 
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b) Höhenwetterdiensi. 
Im Anfänge des Berichtsjahres sind zwei weitere Höhenwindmeß stellen 
auf deutschen Handelsschiffen eingesetzt worden, und zwar auf den MS. 
„Orinoco“ und „Iberia“, von denen die „Iberia“-Station im Herbst auf MS. 
„Cordillera“ verlegt worden ist. Die Meßstelle auf „General San Martin“ mußte 
auf „General Osorio“ verlegt werden. Eine weitere Meßstelle ist im Oktober 
dem Walfangmutterschiff „Walter Rau“ mitgegeben worden, auf dem zur Ein 
bringung von Beobachtungen und Erfahrungen im antarktischen Wetterdienst 
ein Seewarten-Meteorologe (R. Z e c h) eingeschifft worden ist. Das Mutterschiff 
„Jan Wellern“, das in der Walfang-Saison 1936/1937 mit einer Höhenmeßstelle 
ausgerüstet war, ist im Mai heimgekehrt. Die 10 Höhenwindmeßstellen verteilen 
sich auf 3 der Nordatlantikfahrt („New York“, „Deutschland“, „Hansa“), 3 der 
Golf- und Westindienfahrt („Caribia“, „Cordillera“, „Orinoco“), 3 der Süd 
amerikafahrt („Cap Arcona“, „Cap Norte“, „General Osorio“), 1 in den antark 
tischen Gewässern („Walter Rau“). Durch die dankenswerte, tatkräftige Mit 
arbeit der Schiffsofflziere sind im Berichtsjahr 1020 Höhenwindmessungen der 
Handelsschiffe vom Atlantischen Ozean abgeliefert worden, von denen 65 v. H. 
drahtlos übermittelt worden sind. 20 dieser Messungen haben die Höhe von 
20 km überschritten. Hinzu kommen 109 Höhenwindmessungen des Auslands 
kreuzers „Emden“ und des Schulschiffes „Schlesien“, die eine wertvolle Ergän 
zung bilden, und die 712 Höhenwindmessungen der Ozeanflugwetterwarten. 
Die funktelegraphisch eingegangenen Ergebnisse stellen eine wesentliche 
Stütze der Höhenwetterkarte vom Nordatlantischen Ozean dar, die seit dem 
Sommer täglich im Ozeanflugwetterdienst entworfen wird, und die die absolute 
Topographie der 500-mb-Eläche in dynamischen Dekametern auf Grund der 
Luftdruck- und Luftmassen-Analyse und wahrscheinlicher vertikaler Tempe 
raturgradienten enthält. 
Die Ergebnisse der Höhenwindmessungen sind bis 1935 einschließlich auf 
gerechnet worden. Für den hiesigen Wetterdienst und für die Ozeanflugwetter 
warten wurden die Höhenwindverhältnisse am Luftwege nach Südamerika 
graphisch dargestellt. Eine „Anleitung für die Beobachtung der Höhenwind 
messungen auf See“ ist bearbeitet und veröffentlicht worden. Im April trat der 
neue Höhenwindschlüssel in Kraft. Es sind 74 Hafenbesuche erfolgt. 
5. Maritime Klimatologie. 
a) Organisation. Beschaffung von Beobachtungsmaterial. 
Im Wetterbeobachtungsnetz der deutschen Feuerschiffe führen 4 
F.-Sch. in der Nordsee (Borkumriff, Außenjade, Elbe 1, Amrumbank) und 
4 F.-Sch. in der Ostsee (Flensburg, Kiel, Fehmarnbelt, Adlergrund) vollständige 
Terminmessungen und -Meldungen nach dem „WetterSchlüssel für Hauptmelde 
stellen IB“ zu den acht synoptischen Tageszeiten 2, 5, 8, 11, 14, 17, 19 und 
23 Uhr aus (Elbe 1 z. Zt. nur fünfmal täglich). F.-Sch. Elbe 1 (Ersatz) wurde im 
November mit einem registrierenden Windgeschwindigkeitsmesser ausgerüstet 
(wie bereits auf F.-Sch. Borkumriff und Amrumbank vorhanden). 
Die Beobachtungen von Wind und Wetter im Netz der Sturm 
warnungsstellen geschahen wie bisher. Ebenso die besonderen Nebel- 
beobachtungen im Unterelbe-Gebiet. An sechs Leuchtfeuern der westlichen 
Ostsee werden besondere Wind beobachtungen angestellt. 
In der Vereinheitlichung im Zeigen der Signale an den Sturm 
warnungsstellen konnte ein wesentlicher Fortschritt erzielt werden. 30 Sturm 
warnungsstellen sind im Berichtsjahr von dem bisherigen unvollständigen zum
	        
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