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Volltext : Jahresbericht 1936

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Das  zweiundsechzigste  Jahr  der  Deutschen  Seewarte,  1936.

von  Schiffen  in  der  Tropenfahrt  auf  den  D.  „Tanganjika“  und  „Ussukuma“  der
Deutschen  Ost-Afrika-Linie  in  Gemeinschaft  mit  dem  Hamburger  Hafenarzt
Physikus  Dr.  Peter  Untersuchungen  über  die  meteorologischen  Verhältnisse
in  den  Arbeits-  und  Wohnräumen  sowie  deren  Beziehungen  zur  Außenluft
während  einer  Fahrt  von  Hamburg  nach  Daressalam  und  zurück  durchgeführt.
Nach  Beendigung  der  Fahrten  wurde  mit  der  Bearbeitung  des  umfangreichen
meteorologischen  Beobachtungsmateriales  begonnen.
Mit,  den  maßgebenden  Abteilungen  des  Deutschen  Ausland-Instituts  in
Stuttgart  wurde  zur  Förderung  der  kulturellen  Aufgaben  der  beiden  Anstalten
eine  engere  Zusammenarbeit  eingeleitet.  Dabei  handelt  es  sich  im  besonderen
um  den  gegenseitigen  einschlägigen  Schriftenaustausch,  die  Namhaftmachung
geeigneter  Mitarbeiter  in  Übersee  und  die  Zurverfügungstellung  von  Berichten
Auslanddeutscher,  soweit  sie  den  Aufgabenkreis  der  Gruppe  betreffen.
Wie  in  den  Vorjahren  wurde  die  Sammlung  von  Staubproben  in  Meeresgebieten ­
  für  die  Belange  des  ozeanischen  Luft-  und  Motorschiffs-Verkehrs  fortgesetzt. ­

Bearbeitung  der  Beobachtungen;  Veröffentlichungen
und  Auskünfte.  Die  Bearbeitung  der  Beobachtungen  wurde  nach  Maßgabe ­
  der  verfügbaren  Kräfte  durchgeführt.
Aus  den  eingesandten  Beobachtungstabellen  und  den  auf  Anregung  der
Gruppe  eingegangenen  Berichten  der  Mitarbeiter  gingen  40  Veröffentlichungen
hervor.  Sie  sind  sämtlich  in  den  Annalen  der  Hydrographie  und  maritimen
Meteorologie  erschienen.
An  in-  und  ausländische  deutsche  Wirtschaftsunternehmungen  wurden
zahlreiche  Auskünfte  in  meteorologischen  und  klimatologischen  Fragen  erteilt.
Lehrtätigkeit  und  Unterrichtung,  ln  dem  diesjährigen  Lehrgang ­
  für  Tropenärzte,  den  10  deutsche  und  11  ausländische  Ärzte  besuchten,
wurde  neben  der  Ausbildung  für  den  praktischen  meteorologischen  Beobachtungsdienst ­
  besonderer  Wert  auf  die  Erörterung  tropenklimatologischer  und
tropenhygienischer  Fragen  gelegt.  Ferner  fanden  mit  25  Teilnehmern  eines
vom  Institut  für  Schiffs-  und  Tropenkrankheiten  veranstalteten  Schiffsärzte-Kursus
  Besprechungen  über  bordmeteorologische  Probleme  statt.  —  Zu  eingehender ­
  Beratung  suchten  die  Deutsche  Seewarte  eine  größere  Zahl  Übersee-Mitarbeiter
  auf.
Die  Teilnehmer  an  den  schiffsraum-meteorologischen  Studienfahrten  auf
den  D.  „Tanganjika“  und  „Ussukuma“,  Dr.  Christoff  und  Stud.-Ass.  Schmedtje,
Hamburg,  wurden  in  einem  mehrwöchigen  Kursus  auf  der  Seewarte  auf  ihre
Aufgaben  an  Bord  vorbereitet.

2.  Nautisch-Hydrographische  Abteilung.
Die  Mitarbeit  der  Seewartengruppen  an  den  1936  erschienenen
Seehandbüchern  der  Kriegsmarine.
Erschienen  sind:  1.  Irischer  Kanal,  II.  Teil,
2.  Westküste  Schottlands,
3.  Nordsee,  Südlicher  Teil,
4.  Nordsee,  Nördlicher  Teil.
Von  den  Gruppen  der  See  warte  haben  beigetragen:
Gruppe  N/G  die  Abschnitte  Gezeiten  und  Gezeitenströme,  ferner  Einzelangaben ­
  über  Gezeiten  und  Gezeitenströme  bei  der  Küstenbeschreibung,  6  neu
entworfene  Gezeitenkarten,  27  vorausberechnete  Gezeitenkurven  und  112  neu
entworfene  Gezeitenstromkarten.
            
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