Das sechzigste Jahr der Deutschen Seewarte, 1934.
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2. Seewetterberichte durch den Reichssender Hamburg (zweimal
täglich).
3. Wetterberichte im „Hochseerundfunk“ für die Fischerei (dreimal
täglich).
b) Funktelegraphiseh:
Der Ozean-Funkwetterbericht durch Norddeich (zweimal täglich).
c) Funk- und drahttelegraphisch (auch Aushang);
1. Der Nordsee-Wetter bericht mit Vorhersage für die Deutsche Bucht
(zweimal täglich).
2. Der Ostsee-Wetter bericht mit Vorhersagen für die westliche,
mittlere und östliche Ostsee (zweimal täglich).
d) Ferner drahttelegraphisch (Aushang), funktelegraphisch und funk
telephonisch sowie durch Zeitungen und durch die optischen Signale
der Sturmwarnungstellen: die Sturmwarnungen.
Im Berichtsjahr wurden erlassen:
Gruppe
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
Wind- | Sturm-
■warnungen
W.-l St.-
wng.
W.- i St.-
wng.
W.- St.-
wng.
w.-
\VI
St.-
>g-
W.- St.-
wng.
W.-l St.-
wng.
w.-| st.-
WDg.
Januar
7
3
10 , 5
10
5
10
6
12
5
12
4
13
4
13
4
Februar....
12
9
11 8
10
8
10
8
12
e
9
5
9
5
8
4
März
8
—
10 1
9
3
10
3
8
3
14
1
12
2
13
2
April
5
1
3 2
4
2
4
2
7
2
2
1
2
1
2
1
Mai
e
—
10 1
10
1
10
1
10
2
7
—
6
1
4
1
Juni
5
—
4 1
3
1
5
1
7
1
5
1
4
1
5
1
Juli
3
4
3 2
3
2
3
2
5
1
4
2
3
2
3
2
August ....
5
1
6 1
9
1
10
2
10
3
7
3
8
3
8
3
September..
3
2
3 3
2
4
2
4
3
5
6
3
6
3
6
3
Oktober....
11
3
11 6
11
9
13
9
12
8
IG
7
17
7
17
7
November..
9
1
10 2
10
2
11
2
9
1
7
1
7
2
8
1
Dezember ..
1
—
1 —
1
—
2
—
5
_
12
-
12
—
14
Jahr
75
24
82 ; 32
82
38
90
40
100
37
101
28
99
31
101
29
Zusammen
99
114
120
130
137
129
130
130
Unter den Sonderwetterdiensten stand wieder die Beratung der Flotte an
erster Stelle. Sie wurde in noch größerem Umfange als bisher bei den Übungen
und auch bei der Auslandfahrt der Kreuzer „Köln“ und „Emden“ ausgeübt.
In gleichem Umfange wie bisher wurden besondere Auskünfte über das zu
erwartende Seewetter an Schiffahrtskreise und Private erteilt.
Tätigkeit der Lithographen; Außer dem „Täglichen Wetterbericht“ und der
„Wetterkarte des Nordatlantischen Ozeans“ wurden lithographisch hergestellt:
„Berichtigungen und Nachträge zum Täglichen Wetterbericht“, Stationsnetz für
eine neue Arbeitskarte und verschiedene Vordrucke. Jedoch mußten die beson
deren Arbeiten in der zweiten Jahreshälfte wegen Mangel an Personal fast gänz
lich zurückgestellt werden.
Tätigkeit der technischen Angestellten. Auch bei den technischen Hilfskräften
ließ der Personalmangel, der bei den stets umfangreicher werdenden laufenden
Arbeiten immer empfindlicher wird, neben der Tätigkeit im Wetterdienst ein
schließlich Zeichnung und Druck der „Wetterkarte der Nordsee und Ostsee“
die Erledigung von Nebenarbeiten nicht mehr zu. Lediglich die „Berichtigungen
und Nachträge zum Täglichen Wetterbericht“ konnten einigermaßen auf dem lau
fenden gehalten werden, die Sammlung der Arbeitskarten wurde weitergeführt,
Vordrucke wurden vervielfältigt. Eine Statistik der Laufzeiten der Sturmwar
nungstelegramme wurde begonnen, konnte aber nicht fortgeführt werden. In
gesteigertem Maße mußten die technischen Hilfskräfte zu lithographischen Ar
beiten herangezogen werden.
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