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Full text: Jahresbericht 1934

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Das sechzigste Jahr der Deutschen Seewarte, 1934. 
hausen DKB und Fuhlsbüttel DDM sind auf ein Minimum herabgedrückt worden. 
Bei 3285 Seriensendungen traten ein: 
Sendestörungen: Zuspät schaltun gen; 
26 mal = 0.8 % bei DKB 8 mal = 0.2 % bei DKB 
29 „ =0.9% „ DDM 12 „ =0.4% „ DDM 
Bei der Verbreitung des „Funkobs Nacht“ über DDM traten bei 365 Serien 
sendungen 7 mal = 1.9% Störfälle und 13 mal = 3.6% Zuspätschaltungen auf. 
Die früher im Anschluß an das Nauener Zeitzeichen um 1300 Uhr MEZ erfolgte 
Verbreitung des „Ozean-FunkWetterberichtes“ ist um etwa eine Stunde verfrüht 
worden; die Verbreitung des neu eingeführten zweiten Ozeanwetterberichtes 
geschieht um 1920 Uhr MEZ. 
Seeflugtelegraphie: Zur Beratung der Schleuderflugzeuge des D. „Europa“ 
und des D. „Bremen“ sowie zur Beratung der regelmäßigen Südamerikafahrten des 
L. S. „Graf Zeppelin“ und der Südamerikaflüge der Lufthansa-Maschinen wurde 
für die Gruppe Seeflug der Abteilung das erforderliche Wetternachrichtenmaterial 
beschafft. 
Eistelegraphie: Der Eisnachrichtendienst hat keine wesentliche Änderung 
erfahren. Die Verbreitung der Eisnachrichten durch die USSR litt wieder unter 
dem Mangel, daß Beginn und Unterbrechung der Meldungen ungenügend bekannt 
und Welle und Zeit der Verbreitung unsicher waren. Die Öffentliche Wetter 
dienststelle in Königsberg mußte daher zum Zwecke des Vergleichs um Parallel 
aufnahme gebeten werden. 
Funktelegraphische Station: Obwohl das Personal der Funkstation um zwei 
Funktelegraphisten vermehrt wurde, konnte die inzwischen weiter angewachsene 
Nachrichtenarbeit nicht befriedigend bewältigt werden. Die drei Fernschreib 
maschinen mußten vom Punkpersonal neben dem Funkaufnahme- und Funksende 
dienst bedient werden, was vielfach Unzuträglichkeiten veranlaßte. — Die Emp 
fangsapparatur wurde um einen Telefunken-Allwellenempfänger vermehrt. 
b) Seewetterdienst. 
Wetterkarten: In der täglichen Herausgabe der „Wetterkarte des Nord 
atlantischen Ozeans“ (Auflage 155 Stück) und der „Wetterkarte der Nord 
see“ (200) trat keine Änderung ein. Beim „Täglichen Wett erbericht“ mußte 
infolge der ständigen Zunahme der aerologischen Meldungen die Beilage am 
4. Juni verdoppelt werden und am 1. Juli eine neue Form erhalten, die schließ 
lich am 1. September durch Hinzunahme zweier Kärtchen mit synoptischen Dar 
stellungen des Zustandes der freien Atmosphäre ganz ausgefüllt wurde. Auch die 
Ausgabezeit des „Täglichen Wetterberichts“ (Auflage 385) konnte im allgemeinen 
wie bisher innegehalten werden, jedoch verursachte der Personenmangel in zu 
nehmendem Maße Schwierigkeiten in der Herstellung der Feiertagsberichte und 
besonders der „Änderungen und Nachträge“. 
Seewetterberichte: Am 1. Januar 1934 erhielt der „Ozean-Funkwetter- 
bericht“ eine verbesserte und erweiterte Form und wurde von da an zweimal 
täglich gegeben. Er enthält jetzt außer der Übersicht über die Wetterlage auf 
dem Nordatlantischen Ozean, in der die Lage der Druckgebilde, Fronten und 
Sturmfelder verschlüsselt angegeben wird, eine größere Anzahl Meldungen von 
atlantischen Küstenorten und Seeobs-Schiffen in der Form des internationalen 
Kurzschlüssels. Während der Bericht über die Wetterlage von 2 Uhr MEZ das 
gesamte Gebiet des Nordatlantischen Ozeans umfaßt, beschränkt sich der Bericht 
über die Wetterlage von 14 Uhr MEZ im wesentlichen auf das Gebiet östlich von 
40° W-L. 
Der „Deutsche Seewetterbericht“ wurde durch einige Meldungen, ins 
besondere aus der nördlichen Ostsee und dem Finnenbusen, erweitert. 
Es wurden im Berichtsjahr ausgegeben: 
a) Funktelephonisch: 
1. „Deutscher Seewetterbericht“ durch den Deutschlandsender (zwei 
mal täglich).
	        
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