Das sechzigste Jahr der Deutschen Seewarte, 1934.
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Wetterwarten der Seewarte auf den Hilfsschiffen der Deutschen Lufthansa
D. „Westfalen“ und M. S. „Schwabenland“ zurückzuführen; denn diese übermittelten
außer ihren eigenen Beobachtungen rd. 3000 Wettertelegramme deutscher Handels-
Handelsschiffe.
Termin M. G. Z.
00b
06h
12h
t—»
00
S3*
Summe
Tagesmittel
Januar
248
219
212
204
883
28.5
Februar
228
204
217
207
856
30.6
März
275
257
297
286
1115
36.0
April
250
227
248
244
969
32.3
Mai
353
248
254
253
1108
35.7
Juni
264
208
259
229
960
32.0
Juli
252
213
254
212
931
30.0
August
257
214
257
220
948
30.6
September
301
273
310
304
1188
39.6
Oktober
255
223
253
243
974
31.4
November
269
260
289
270
1088
36.3
Dezember
284
257
292
251
1084
35.0
Summe
3236
2803
3142
2923
12 104
Mittel
8.9
7.7
8.6
8.0
33.2
schiffe und zogen mehr als 50 Dampfer der Südamerika- und Westafrikafracht
fahrt (Nicht-Seeobsschiffe) zum Wettermeldedienst heran. Außerdem haben auf
dem Schiffahrtsweg nach Nordamerika und Westindien je 2 und auf der Kamerun
fahrt 1 Dampfer mit dem regelmäßigen Meldedienst begonnen. Die Zahl der
meldenden Handelsschiffe betrug im Monatsdurchschnitt 45,
die sich auf die Schiffahrtswege wie folgt verteilen: Nord
amerika 9, Westindien 6, Südamerika und Westafrika 28,
Sonderfahrten 2.
Die Beteiligung der Fischdampfer am Wettermelde
dienst war zwar die gleiche wie im Vorjahre, doch sank
die Zahl der eingegangenen Seeobstelegramme um etwa
600 auf 2290.
Der im Vorjahre versuchsweise eingeführte Wetter
meldedienst von deutschen Handelsschiffen der Ostsee
fahrt wurde weiter ausgebaut. Es meldeten 5 Dampfer,
die 188 Seeobstelegramme absetzten. Außerdem gingen von
den Schiffen der Reichsmarine 474 Wettermeldungen ein.
Eine starke Erweiterung der Wetternachrichtenüber
mittlung trat durch die erhöhte Tätigkeit der aerologischen
Meßstellen sowie durch die Errichtung von zahlreichen neuen aerologischen Be
obachtungsstellen ein. Die aerologischen Warten, die Temperatur- und Feuchte
messungen in der freien Atmosphäre anstellten und ihre „temp“-Meldungen mit
großer Regelmäßigkeit durch den europäischen Wetternachrichtendienst verbreiten
ließen, waren:
Hamburg, Berlin, Lindenberg, Königsberg, Breslau, Köln, Darmstadt, München, Friedrichsbafen,
Soesterberg, Helder, Gossoncourt, Reims, Paris, Trappes, Cherbourg, Chateauroux, Dijon, Lyon, Casaux,
Rabat, Duxford, Malta, Kjeller, Oestereund, Utti, Warschau, Jablonna, Sluzk, Moskau.
Daneben brachten folgende weitere Stellen gelegentlich Temp-Meldungen: Wilhelmshaven,
Wittering, Farnborough, Martlesham. Catterick, Thornaby, Tynemouth, Leuchais, Sealand, Bircbam
Newtown, Bicester, Lemberg, Deblin, Lida, Krakau, Posen, Bromberg, Thorn, Kiew.
Die Meldungen der genannten Stellen aus der freien Atmosphäre wurden
ergänzt durch die Wettermeldungen folgender Bergstationen;
Zugspitze, Bchneekoppe, Feldberg i. Schwarzwald, Feldberg im Taunus, Fichtelberg, Brocken,
Wasserkuppe, Inselsberg, Kahler Asten, Sonnblick, Obir, Schocke), Jungfraujoch, Säntis, Kekestetö,
Dobogokö, Mus Allah, Predeal, Fanaraken, Svandalsflona, Gausta, Mont Ventoux. Mont Aigoual,
Eiffelturm, Izana.
Die Störfälle bei der gleichzeitigen funktelegraphischen Ausstrahlung des
„Meteo Central Europa“ (Mitteleuropa-Sammelwettermeldung) über Königswuster
Fischdampter.
Januar
Februar
307
264
März
278
April
239
Mai
78
Juni
130
Juli
225
August
131
September
173
Oktober
109
November
157
Dezember
199
Jahressumme
2290