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Object: Jahresbericht 1934

Das sechzigste Jahr der Deutschen Seewarte, 1934. 
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Gruppe N/ H. 
Ozeanographie. 
a) Regelmäßige hydrographische Arbeiten. 
Die Veröffentlichung der Feuerschiffsbeobachtungen aus dem Jahre 1932 
erfolgte Ende März, die aus 1933 Anfang Dezember in der Reihe „Meereskund- 
liche Beobachtungen auf deutschen Feuerschiffen der Nord- und Ostsee“; sie 
bilden Heft 8 und 9 dieser Reihe. — Die bereits früher erwähnte Bearbeitung 
der auf F-Sch. „Borkumriff“ ausgeführten Strombeobachtungen erschien im 
November im Druck in: Aus dem Arch. der D. Seew., 53. Band, Nr. 4 unter dem 
Titel „Gezeitenströrae und Restströme bei Borkum-Riff-Feuerschiff auf Grund von 
Beobachtungen der Jahre 1924/28“. — Die Bearbeitung der Temperatur- und 
Salzgehaltsbeobachtungen der Nordseefeuerschiffe aus den Jahren 1923 bis 1932 
wurde im Rahmen einer Arbeit von F. Zorell zum Abschluß gebracht; diese 
wird in der Reihe „Aus dem Arch. d. D. Seew.“ erscheinen und befindet sich 
z. Z. im Druck. — Die Beobachtungen einiger ausgewählter deutscher Feuer 
schiffe über Seegang und Wind wurden zunächst für Auskunftzwecke statistisch 
bearbeitet. 
Die teils abgeschlossene, teils systematisch in Angriff genommene Bearbeitung 
des gesamten Beobachtungsmaterials brachte es mit sich, daß die Anordnung und 
die Methoden des Beobachtungsdienstes im Laufe des Sommers 1934 überprüft 
wurden. Es wurden sämtliche Nordseefeuerschiffe besucht und in der Ostsee 
F-Sch. „Fehrmarnbelt“. Die Folge der eingehenden Nachprüfung und der bis 
herigen Bearbeitung war, daß sich nach mehreren Richtungen eine Umgestaltung 
des bisherigen Beobachtungsdienstes als wünschenswert herausstellte, die zum 
1. Januar 1935 erfolgte. Möglichkeiten zur Verbesserung der Beobachtungen 
boten sich besonders bei der Strommessung. An Stelle des bisher auf den Nord 
seefeuerschiffen gebrauchten Loggscheits (mit 14 sec Auslauf) wird für Strö 
mungen unter 2 bis 2 1 / 2 Sm fortan das auf den Ostseefeuerschiffen mit gutem 
Erfolge verwandte Stromkreuz mit Schwimmer benutzt werden. Die Strom 
richtung wird außerdem mit Hilfe eines Peilquadranten genauer als bisher be 
stimmt werden; der Quadrant ist an jener Stelle des Hecks, von der aus beob 
achtet wird, fest angebracht. Die Stromkenterungszeit und -richtung wird 
weiterhin wie bisher bestimmt. Ferner wurden auf Grund der bisher gemachten 
Strombearbeitung zweistündige Beobachtungen statt der vierstündigen für 
äußerst erwünscht gehalten. Neu einbezogen in die Beobachtungstätigkeit 
wurden die F-Sch. „Außenjade“, „Elbe 2“ und „Elbe 3“; für das letztere F-Sch. 
kam allerdings wegen des auszuübenden Lotsenversetzdienstes nur Temperatur 
messung und Wasserprobenentnahme in Frage. Die Messung der Oberflächen 
temperatur und Entnahme der Wasserproben erfolgt wie bisher an bestimmten 
Tagen (bei Spring-, Mittel- und Nipptide) je zweimal; entsprechende Tiefen 
beobachtungen werden künftig außer vom F-Sch. „Borkumriff“ und „Elbe 1“ 
auch vom F-Sch. „Amrumbank“ ausgeführt. — 
Die Sammlung von Temperaturwerten und Wasserproben auf der Strecke 
Hamburg—New York durch Schiffe der H.-A. L. und durch die Reichsbahnfähre 
Saßnitz—Trelleborg ging wie bisher weiter. 
b) Besondere Untersuchungen und Arbeiten. 
Die Materialsammlung für die Strömungskarten der westindischen Gewässer 
konnte im Jahre 1934 noch nicht ganz abgeschlossen werden, da nur ein Be 
arbeiter für das Ausziehen und Überprüfen der Versetzungen zur Verfügung 
steht (wie im Vorjahre Herr Becher). Insgesamt sind bis zum Ende des Be 
richtsjahres 30 500 Versetzungen ausgezogen und karteimäßig geordnet worden, 
und zwar die Segelschiffsversetzungen vollständig (reichlich 18 000), so daß mit 
der kartographischen Eintragung der einzelnen Seglerversetzungen begonnen 
werden konnte. Zur Vervollständigung wurde noch älteres ausländisches, nament 
lich amerikanisches Beobachtungsmaterial herangezogen.
	        
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