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Full text: Jahresbericht 1934

Das sechzigste Jahr der Deutschen Seewarte, 1934. 
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Die Bearbeitung der an 50 Pegelstellen der deutschen Nordseeküste erhaltenen 
Beobachtungen des Jahres 1932 ist nahezu abgeschlossen. Für 8 weitere Pegel 
stellen müssen die Pegelbögen vorher nochmals ausgewertet werden. Die Beob 
achtungen des Jahres 1933 sind bereits auf Tageskarteikarten aufgetragen. 
Die Bearbeitung der im Jahre 1934 gewonnenen Wasserstandsangaben der 
Nordsee aus Beobachtungen an Lattenpegeln, aus Drahtlotungen und aus Hoch 
seepegelaufzeichnungen ist in Angriff genommen. 
Die Bearbeitung der 19jährigen Beobachtungsreihe (1915/33) der Hoch- und 
Niedrigwasserzeiten und -höhen von Wilhelmshaven, Bremerhaven, Cuxhaven und 
Hamburg als der Grundlagen für die Gezeitenvorausberechnung wurde weiter 
geführt. Von den beobachteten Höhen wurden die jährlichen Ungleichheiten für 
sämtliche Jahre in Abzug gebracht; für die Jahre 1915/18 wurden die beobachteten 
Zeiten außerdem um die Zeit des Mondmeridiandurchgangs vermindert, um die 
halbmonatliche Ungleichheit ableiten zu können. 
Die Bearbeitung der Gezeitenstrombeobachtungen der Nordsee-Feuerschiffe 
Borkumriff, Norderney, Weser, Minsenersand, Bremen, Elbe 1, Elbe 4, Außeneider 
und Amrumbank für die Jahre 1923/34 ist in Angriff genommen worden. Die 
Wind- und Strombeobachtungen für die Jahre 1923/34 ist in Augriff genommen 
worden. Die Wind- und Strombeobachtungen für die Jahre 1924/26 der 9 Nord 
seefeuerschiffe und der beiden Ostseefeuerschiffe Fehmarnbelt und Adlergrund 
sind nebst den notwendigen Angaben für die spätere Ordnung nach verschiedenen 
Argumenten für jede der sechs Beobachtungszeiten am Tage auf Karteikarten 
aufgetragen. Der Jahrgang 1924 ist für die 9 Nordseefeuerschiffe bereits zum 
Teil bearbeitet, und zwar ist die Abhängigkeit der Nord- und Ostkomponente 
des Gezeitenstroms von der Zeit des Mondmeridiandurchgangs und von der 
Phase der M 2 -Tide für jeden halben Monat und jede halbe Stunde sowie der 
Reststrom für jeden halben Monat bestimmt worden. 
Zur Bestimmung des Einfhisses von Wind und Luftdruck auf die Wasser 
standsbeobachtungen in der Deutschen Bucht wurden zunächst die Wind- und 
Luftdruckbeobachtungen des Marineobservatoriums Wilhelmshaven für die Jahre 
1914/33 bearbeitet und zu Vergleichszwecken ferner die Windbeobachtungen von 
Borkum und Hamburg 1914 und 1932 und von Altenwalde 1922 und 1923. Es 
wurden die Windmittel unter der Annahme der nullten, ersten und zweiten Potenz 
der Windgeschwindigkeit gebildet, und zwar für jeden halben Monat. — In gleicher 
Weise wurden bisher die Windbeobachtungen auf den Feuerschiffen Borkumriff, 
Norderney, Weser, Minsenersand, Bremen für das Jahr 1933 und Elbe 4 für die 
Jahre 1924 und 1925 bearbeitet. 
Für die Neuherausgabe des „Gezeitenstromatlas“ wurden die Gezeitenstrom 
angaben aus allen zugänglichen Quellen planmäßig auf Karteikarten gesammelt 
und einheitlich bearbeitet. 
Gezeiten- und Gezeitenstromkurven. Mit der Gezeitenrechenmaschine wurden 
gezeichnet: a) Vollständige Gezeitenkurven für das Jahr 1935 von Wilhelmshaven 
für den Pegeltisch des Marineobservatoriums, von Wesermünde für den Pegel tisch 
des Wasserbauamts, von Hamburg für den Pegeltisch der Deutschen Seewarte, 
von Vlissingen und Hellevoetsluis für den Rijkswaterstaat in ’s-Gravenhage; 
b) Gezeitenkurven für den Monat März 1936 von 25 Orten für die Seehandbücher. 
Sonstige Vorausberechnungen: Mit der Gezeitenrechenmaschine wurden die 
Wasserstände von Vlissingen und Hellevoetsluis für das Jahr 1935 von Stunde 
zu Stunde für den Rijkswaterstaat in ’s-Gravenhage und die Hoch- und Niedrig 
wasserzeiten und -höhen von Paramaribo für das Jahr 1935 für das Ministerie 
von Defensie, Afdeeling Hydrographie, in ’s-Gravenhage vorausberechnet. — Für 
die Wasserbauämter Norderney und Husum und die Hersteller von Kalendern 
wurden Kalenderangaben, wie Sonnen- und Mond-Auf- und -Untergänge, und aus 
führliche Gezeitenangaben von nicht in den „Gezeitentafeln“ enthaltenen Bezugs 
orten berechnet. 
An Behörden, Schiffahrtskreise und Privatpersonen wurden zahlreiche Aus 
künfte und Gutachten über Gezeiten, Gezeitenströme und Windstau gegeben.
	        
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