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Volltext : Jahresbericht 1933

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Jahresbericht  der  Deutschen  Sec  warte  für  1933.

rologischen  Gesellschaft  zur  50-Jahr-Feier  von  der  Seewarte  gewidmete  Oktober-Heft
  der  „Annalen  der  Hydrographie  und  Maritimen  Meteorologie“  den  Teilnehmern ­
  überreichte,  dann  der  Rektor  der  Hamburgischen  Universität  Prof.
Eberhard  Schmidt,  Prof.  Wilhelm  Schmidt-Wien  im  Namen  der  Österreichischen
Gesellschaft  für  Meteorologie,  Geheimrat  Hergesell  und  Prof.  Kuhlbrodt  im
Namen  des  Zweigvereins  Hamburg  der  Deutschen  Meteorologischen  Gesellschaft.
Letzterer  überreichte  den  Teilnehmern  die  getreue  Abbildung  des  ersten  „Täglichen ­
  Wetterberichts“  der  Seewarte  vom  Februar  1876  und  eine  Zusammenstellung ­
  über  die  „Geschichte  des  Täglichen  Wetterberichtes“  und  wies  auf  eine
im  Vorraum  des  Hörsaals  aufgebaute  Ausstellung  zu  diesem  Thema  hin.  Geheimrat ­
  Schmauß  hielt  dann  die  Festrede.  Im  Anschluß  an  diese  Eröffnungssitzung ­
  fand  die  Mitgliederversammlung  statt.  Am  Nachmittag  begann  die  erste
Fachsitzung.  Im  Anschluß  hieran  begaben  sich  die  Teilnehmer  ins  Rathaus,  wo
ein  Senatsempfang  stattfand  mit  Ansprache  des  Herrn  Senators  Karl  Witt.  Der
Senator  wies  hin  auf  die  enge  Verbundenheit  Hamburgs  als  wichtigsten  deutschen
Hafens  und  Ausfalltors  zur  See  und  nach  Übersee  mit  der  Meteorologie  und
insbesondere  der  Deutschen  Seewarte  in  Hamburg  seit  60  Jahren;  er  gedachte
auch  der  Verbindung  der  Seewarte  mit  der  Universität  und  allgemein  der  Mitarbeit ­
  der  deutschen  Schiffsoffiziere,  die  mit  großem  Fleiß  die  Beobachtungen
von  den  weiten  Gebieten  der  Meere  Zusammentragen  und  ihrerseits  der  meteorologischen ­
  Wissenschaft  unentbehrliche  Grundlagen  geben  und  weltweite  Forschung ­
  ermöglichen.
Am  3.  Oktober  fanden  vormittags  und  nachmittags  zwei  Fachsitzungen  statt,
am  4.  Oktober  vormittags  die  4.  Fachsitzung.  Nachmittags  wurden  an  diesem
Tage  nach  gemeinsamem  Marsch  durch  Alt-Hamburg  zum  Baumwall  mit  5  Barkassen ­
  eine  ausgedehnte  Hafenfahrt  durchgeführt  mit  Besichtigung  der  „Monte
Sarmiento“  der  Hamburg-Südamerikanischen  Dampfschiffahrtsgesellschaft,  welch
letztere  zu  einer  Kaffeetafel  an  Bord  eingeladen  hatte;  abends  geselliges  Beisammensein ­
  im  historischen  „Alt-Hamburger  Bürgerhaus“  am  Grimm.  Am
5.  Oktober  fanden  vormittags  und  nachmittags  weitere  Fachsitzungen  statt  über
das  Sondergebiet  der  Bioklimatologie.  Im  ganzen  wurden  in  6  Fachsitzungen
mehr  als  40  Vorträge  mit  Diskussionen  gehalten.  Folgende  Angehörige  der
Deutschen  Seewarte  beteiligten  sich  mit  Vorträgen:
Bullig:  Über  die  Aufeinanderfolge  typischer  Großwetterlagen  und  ihre  Verwendbarkeit ­
  für  langfristige  Wettervorhersage.
F.  Friedrichs;  Einige  Neu-Konstruktionen  meteorologischer  Instrumente,
besonders  für  Bordgebrauch.
Georgi:  Fortlaufende  Himmelsaufnahmen  mit  Lichtbildern.
Herrmann  und  Rieth:  Föhniges  Aufklaren  an  der  Südspitze  der  Bäreninsel
mit  Film.
Kuhlbrodt:  Die  tägliche  Periode  von  Stärke  und  Richtung  des  Passats  auf
hoher  See.
Paap:  Der  Charakter  der  Niederschläge  in  Deutsch-Ostafrika.
Roediger;  Höhenströmung  und  Druckänderung  bei  Nordwest-Sturmlagen  im
Nordseegebiet.
Scherhag;  Die  Luftdruck-  und  Temperaturverteilung  bei  der  Bildung  des
Ostsee-Orkans  vom  8.  Juli  1931.
Seilkopf:  Meteorologische  Vorbereitung  und  Sicherung  des  Ozeanluftverkehrs;
Probleme  und  Ergebnisse.
Eine  größere  Zahl  von  Teilnehmern  besichtigten  die  Deutsche  Seewarte  und
ihre  Meteorologische  Versuchsanstalt  am  Flughafen.  Die  Vorbereitung  und
Betreuung  der  Tagung,  die  als  Jubiläumstagung  einen  erfreulichen  Verlauf
nahm,  lag  in  den  Händen  von  Prof.  Kuhlbrodt.
Auf  der  vom  7.  August  bis  23.  September  währenden  Fahrt  des  Verm.-Sch.
„Meteor“  war  die  nach  Durchführung  des  Fischereischutzes  bei  Island  verbleibende ­
  Zeit  der  Deutschen  Seewarte  für  wissenschaftliche  Zwecke  zur  Verfügung ­
  gestellt.  Es  wurden  ozeanographische,  meteorologische  und  KimmtiefenünterBuchungen
  angestellt  (vgl.  Ann.  d.  Hydr.  usw.  1934,  S.  24—26).
            
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