26
Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1932.
c) im Westindien-Handbuch, I. Teil, der Abschnitt „Gezeiten“ nebst drei neu
entworfenen Gezeitenkarten und fünf vorausberechneten Gezeitenkurven,
sowie alle übrigen Gezeitenangaben.
Für die neu herauszugebenden Seehandbücher sind im Berichtsjahre die
folgenden Beiträge geliefert:
a) für das Ostindien-Handbuch, I. Teil, der Abschnitt „Gezeiten und Gezeiten
ströme im Ostindischen Archipel“ nebst fünf neu entworfenen Gezeiten
karten, sowie 55 vorausberechnete Gezeitenkurven und drei voraus
berechnete Gezeitenstromkurven,
b) für das Handbuch des Irischen Kanals, I. Teil, der Abschnitt „Gezeiten“
nebst zwei neu entworfenen Gezeitenkarten und drei vorausberechneten
Gezeitenkurven, sowie der Abschnitt „Gezeitenströme“ nebst 12 Gezeiten
stromkarten, ferner alle übrigen Gezeiten- und Gezeitenstromangaben.
b) Gezeitendienst.
1. Schriftleitung der Gezeitentafeln. Für die Handschrift der „Ge
zeitentafeln für das Jahr 1934“ sind die Vorausberechnungen der ausführlichen
Gezeitenangaben nach dem harmonischen Verfahren mit Hilfe der durch den
Anbau des ferngesteuerten Druckwerks vollendeten Gezeitenrechenmaschine durch
geführt worden, und zwar die Vorausberechnungen von 9 (10)*) europäischen
und von 26 (27) außereuropäischen Bezugsorten. Die ausführlichen Voraus
berechnungen von 9 (10) europäischen Bezugsorten wurden mittels Tabellen nach
einem non-harmonischen Verfahren oder durch Anschluß an andere Bezugsorte
berechnet und die von weiteren 7 (5) europäischen und von 6 (5) außereuro
päischen Bezugsorten von fremden Staaten, zum Teil im Austausch, erhalten.
Um die ausführlichen Vorausberechnungen nach neueren Quellen auf eine
gesichertere Grundlage zu stellen, wurden zwei Bezugsorte durch neue ersetzt:
Leith durch Aberdeen und Zanzibar durch Daressalam; neu aufgenommen wurde
Southampton, während Brunshausen als entbehrlich fortgefallen ist.
2. Bearbeitung der Grundlagen für die Gezeitenvorausberechnung.
Die Hoch- und Niedrigwasserzeiten und -höhen von Hamburg und Cuxhaven für
die 19jährige Beobachtungsreihe von 1901 bis 1919 sind auf tägliche Ungleichheit
in Zeit und Höhe untersucht worden.
Für das Pr. Wasserbauamt in Emden wurden die mittleren Spring- und
Nipptidenkurven für die Pegelstelle Borkum-Südstrand ermittelt.
3. Bearbeitung von Gezeitenstrombeobachtungen. Die Ergebnisse
der bei der Düne von Helgoland im Jahre 1929 erhaltenen Strombeobachtungen
wurden aufgetragen. Ferner wurde ein Teil der im Jahre 1931 im Kattegat
erhaltenen Beobachtungen ausgewertet. Ebenso wurden die Strombeobachtungen
deutscher Fischdampfer vor den südlichen Küsten Islands bearbeitet.
4. Gezeiten- und Gezeitenstromkurven. Mit der Gezeitenrechen
maschine wurden gezeichnet: a) vollständige Gezeitenkurven für das Jahr 1933
für Wilhelmshaven für den Pegeltisch des Marine-Observatoriums, für Weser
münde für den Pegeltisch des Preußischen Wasserbauamts, für Vlissingen und
für Hellevoetsluis für das Reichswasserbauamt im Haag, für Hamburg für den
Pegeltisch der Deutschen Seewarte, b) Gezeitenkurven für den Monat März 1936
von 99 Orten für die „Gezeitentafeln“ und für Seehandbücher, c) Gezeitenstrom
geschwindigkeitskurven für das Jahr 1933 für den Lido-Kanal für das Ufficio
Idrografico in Venedig und d) Gezeitenstromkurven für den Monat März 1936
von drei Orten für ein. Seehandbueh.
5. Auskünfte. Zahlreiche Auskünfte und Gutachten über Gezeiten und
Gezeitenströme wurden an Schiffahrtskreise, Behörden und Privatpersonen ab
gegeben.
6. Sonstige Arbeiten. Für die Schiffahrt wurden Fahrpläne für regelmäßig
zwischen Hamburg und Cuxhaven verkehrende Schiffe unter Berücksichtigung der
Gezeitenströme auf der Elbe angefertigt. Für Wasserbaubehörden und die Her-
f ) Die eingeklammerten Zahlen bezeichnen die entsprechenden Angaben für das Jahr 1933.