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Full text: Jahresbericht 1912

Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1912. 
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dazu, vom 13. September bis 17. Oktober dieses Telegramm in zwei Teilen zu 
zustellen, und zwar zunächst die Beobachtungen von Thorshavn, Seydisfjord und 
meist auch Reykjavik zu übermitteln, bis die Vorbereitungen getroffen waren, die 
Telegramme auf anderem Wege zuzuführen, und diese Änderung dann auch die 
rechtzeitige Zustellung des eingeteilten Morgentelegramms von 24 Zahlengruppen 
zur Folge hatte. 
Vorbereitet wurde der Bezug von Wettertelegrammen aus Spitzbergen. 
2. Ausgehende Telegramme. 
a. Abonnement-Wettertelegramme. 
Eine Änderung ist nicht eingetreten. 
Die Anzahl der Monatsabonnements betrug im Jahre für Obs. I 608 (45 bis 58), 
für Obs. II 276 (21 bis 25), für Obs. Extra 407 (29 bis 41) und für Nachm. Obs. 
210 (14 bis 21). 
ß■ Andere Sammeltelegramme an das Inland. 
Das frühere Ergänzungstelegramm ist, ebenso wie im vorigen 
Jahresbericht angegeben, an zwei Adressen, an das Wetterbureau in Berlin mit 
unverändertem Zusatz, abgegeben worden. 
Die auf der Seewarte in der Zeit von Mitte September bis Ende April vom 
Abend zugehenden Abendbeobachtungen von 44 Stationen sind wiederholt in be 
zahlten Sammeltelegrammen erbeten worden; in Briefumschlägen sind diese 
Beobachtungen zu einer Tabelle zusammengestellt regelmäßig an die Wetter 
dienststellen in Berlin, Aachen (als Bahnbriefe) und an die meteorologische Station 
in Bremen gesandt worden, wo sie am folgenden Morgen zugestellt wurden. 
Seit Wiederaufnahme des Abenddienstes auf der Seewarte, Mitte September, 
haben nur noch Berlin und Aachen, versuchsweise die Wetterdienststelle Frank 
furt a. M. und späterhin auch das Kgl. Preuß. Aeronautische Observatorium in 
Lindenberg (Beeskow) die Abendbeobachtungen, das letztere Institut zunächst an 
drei Tagen in der Woche als vollbezahltes Telegramm bezogen. 
y■ Telegramme an das Ausland. 
Das im vorigen Jahresberichte erwähnte Telegramm an die Handelskammer 
in Bergen ist vom 18. Mai bis 15. November mit den Morgenbeobachtungen 
von Bromberg, Magdeburg, Breslau und Prag in je 2 Gruppen abgesandt worden. 
In den an das Ausland abgegebenen Telegrammen sind größere Änderungen 
nur in den Telegrammen nach Christiania. geringere (Yarmouth statt Skeg- 
ness) in denen nach Utrecht und Petersburg eingetreten. 
Betreffs des nach Petersburg abgehenden Sammeltelegramms mit den 
Nachmittagsbeobachtungen ist die Änderung getroffen worden, daß dieses seit 
dem 15. Dezember auf dem Telegraphenamt von Telegraphenbeamten zusammen 
gestellt wird; zu diesem Zwecke ist das Telegramm so abgeändert worden, daß 
die Angaben für die einzelnen Stationen genau mit denen des Nachmittags-Abonne- 
ment-Telegramms übereinstimmen, das ebenfalls, und zwar von Anfang an, auf dem 
Telegraphenamt zusammcngestellt wird. Auf diese Weise wurde erreicht, daß das 
Telegramm auch an Sonn- und Feiertagen schon am Nachmittag nach Petersburg 
aufgegeben werden konnte, was wegen des Fehlens eines Nachmittags-Wetter 
dienstes auf der Seewarte an diesen Tagen bis dahin nicht möglich gewesen war.
	        
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