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Full text: Jahresbericht 1911

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Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1911. 
Eine KonferenzinAngelegenheitdesöffentlichenWetter- 
d i e n s t e s war vom Reichsamt des Innern zum 6. Januar, eine Vorversammlung 
von dem Kgl. Preuß. Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten zum 
5. Januar nach Berlin berufen worden; an beiden Tagungen nahm der Vorstand 
der III. Abteilung als Vertreter der Seewarte teil. 
Die auf Kosten des Reichsamts des Innern von der Seewarte herausgegebenen 
„Zehntägigen Witterungsberichte für die Landwirtschaft“ sind unverändert, seit 
dem 1. April 1911 im X. Jahrgang erschienen; sie werden sämtlichen Bericht 
erstattern und Vertrauensmännern des öffentlichen Wetterdienstes, sowie vielen 
Behörden unentgeltlich zugestellt. 
IX. Bericht über die Tätigkeit der Abteilung IV. 
a. Benutzung der Einrichtungen der Abteilung durch Schiffskapitäne, 
Chronometermacher und wissenschaftliche Anstalten. 
Im Jahre 1911 wurden von Schiffskapitänen bezw. von Uhrenfirmen im 
Aufträge von Kapitänen 170 Chronometer eingeliefert. Mehrere dieser Instrumente 
wurden den betreffenden Firmen einmal bezw. mehrere Male zu einer nochmaligen 
Durchsicht zurückgegeben. 
Von Uhrmachern wurden die Einrichtungen der Abteilung IV, außer bei 
den Wettbewerb- und regelmäßigen Taschenuhrenprüfungen, durch Einlieferung 
von 7 Instrumenten in Anspruch genommen. Auf Ansuchen von wissenschaft 
lichen Instituten, einzelnen Forschungsreisenden, Expeditionen und Privatgelehrten 
wurden weiter 53 Chronometer, Pendeluhren und Präzisionstaschenuhren unter 
sucht. Einige dieser Uhren wurden in mehreren Beobachtungsreihen geprüft. 
Den meisten dieser Prüfungen lag ein für den besonderen Fall verabredetes 
Programm zugrunde. Bei Rückgabe wurden den Eigentümern, soweit die Unter 
suchung hierfür geeignet erschien, die Temperaturwerte bezw. Temperaturtabellen 
und in der Regel ausführliche Oangtabellen mitgegeben. 
b. Chronometer-Wettbewerb-Prüfung. 
An der 34. Chronometer-Wettbewerb-Prüfung, welche in der Zeit vom 
7. November 1910 bis zum 26. April 1911 abgehalten wurde, beteiligten sich 9 
Chronometerfirmen durch Einlieferung von 87 Chronometern. Außer diesen Instru 
menten nahmen 13 Chronometer neben Wettbewerb an der Prüfung teil. Mit der 
Anwartschaft auf Preiserteilung waren von den Firmen J. Aßmann in Glashütte 
i. Sa., Chronometer-Werke in Hamburg, L. Jensen in Glashütte i. Sa., A. Kittel in 
Altona, A. Lange & Söhne in Glashütte i. Sa., F. Lidecke in Geestemünde, Union in 
Glashütte i. Sa., C. Wiegand in Peine im ganzen 85 Instrumente deutscher Arbeit 
eingeliefert worden. Die „neben Wettbewerb“ eingereichten Instrumente waren 
sämtlich deutscher Arbeit. 
Die in der Aufforderung zur Beteiligung an der 34. Wettbewerb-Prüfung 
ausgesetzten Preise wurden zuerkannt: 
1. Preis den Chronometer-Werken für das Chronometer Nr. 402, 
2. „ den Chronometer-Werken für das Chronometer Nr. 400, 
3. „ den Chronometer-Werken für das Chronometer Nr. 401,
	        
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