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Full text : Jahresbericht 1911

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Jahresbericht  der  Deutschen  Seewarte  für  1911.

der  Anweisungen  zum  Senken  der  Signale)  erlassen  worden.  Einschließlich  der
Provinzialsturrawarnungsstellen  sind  im  ganzen  7853  Anweisungen  zum  Hissen
und  Hängenlassen  von  Sturmwarnungen  den  Sturmwarnungsstellen  zugegangen.
e.  Windsemaphorstationen  der  deutschen  Küste.
Der  Windsemaphor  in  P  i  11  a  u  ist  am  15.  August  wegen  Umbaues  außer
Betrieb  gesetzt  worden  und  seit  dem  25.  September  wieder  in  Betrieb  auf  der
Frischen  Nehrung  bei  Neutief;  auch  während  jener  Störung  hat  ein  Aushang  der
zugehenden  Windmeldetelegramme  stattgefunden.
f.  Versuche  mit  vollkommeneren  Nachtsturmsignalen.
Auf  Qrund  des  Ergebnisses  der  im  Jahre  1910  ausgeführten  Versuche  mit  verschiedenen ­
  Systemen  von  Nachtsturmsignalen,  die  dazu  bestimmt  sein  sollen,  auch
m  der  Nacht  die  Richtung  der  zu  erwartenden  Stürme  anzuzeigen,  hat  im  Jahre
1911,  am  I.  Mai  beginnend,  ein  erneuter  Versuch  stattgefunden,  über  den  in  den
Annalen  für  Hydrographie  auf  S.  169  ausführlich  berichtet  ist.  Das  benutzte  Signalsystem ­
  ist  dasjenige,  das  auf  der  Konferenz  in  London  für  internationale  Einführung ­
  gewählt  wurde,  das  aber  nachträglich  großen  Bedenken  hinsichtlich  der
Gefahr  einer  Verwechslung  mit  anderen  Lichtsignalen  begegnet  ist  (vgl.  auch  An«,
f.  Hydr.  1910,  S.  97).  Da  sich  im  Jahre  1911  nicht  genügend  Gelegenheit  zum  Hissen
dieser  Signale  geboten  hat,  ist  eine  Fortführung  des  ursprünglich  bis  Ende  Dezember ­
  1911  geplanten  Versuchs  bis  Ende  1912  verfügt  worden.
g.  Tägliche  Wetterberichte  der  Deutschen  Seewarte.
Eine  Änderung  der  täglichen  Wetterberichte  und  ihrer  Anlagen  hat  im
Berichtsjahre  nicht  stattgefunden.  Ihre  teils  dauernde,  teils  vorübergehende  Abgabe ­
  an  Kriegsschiffe  und  besonders  auch  an  Seeämter  hat  weiter  zugenommen.
In  einigen  Fällen,  wo  ein  besonderer  Wert  auf  eine  möglichst  frühzeitige  Kenntnis
der  Wetterlage  gelegt  werden  mußte,  haben  Kriegsschiffe  es  vorgezogen,  auf  die
Wetterkarten  der  öffentlichen  Wetterdienststelle  zum  Preise  von  50  Pf.  monatlich
zu  abonnieren,  da  diese  Wetterkarten  in  Hamburg  mit  den  Zügen  bereits  seit
9  Uhr  39  Min.  V.  versandt  werden,  während  die  gedruckten  Wetterberichte  der
Seewarte  Hamburg  erst  gegen  4  Uhr  N.  mit  den  Zügen  verlassen  können.
h.  Eisberichterstattung  der  Deutschen  Seewarte,
Die  Art  der  Beobachtung  der  Eisverhältnisse  und  der  Berichterstattung  seitens
der  Seewarte  bleiben  im  wesentlichen  die  gleichen  wie  in  den  Vorjahren.  27  Beobachter ­
  waren  an  der  deutschen  Nordsee-  und  35  an  der  deutschen  Ostseeküste
tätig,  die  täglich  zu  bestimmter  Zeit  die  Eisverhältnisse  feststellten.  Die  Deutsche
Seewarte  erhielt  diese  Beobachtungen  noch  am  Vormittage  des  Beobachtungstages
von  den  als  Sammelstellen  fungierenden  Bezirksämtern  in  Kiel  und  Wilhelmshaven
auf  telegraphischem  Wege  und  konnte  sie  deshalb  zugleich  mit  den  täglichen
Wetterkarten  veröffentlichen,  denen  sie  entweder  als  selbständige  Beilagen  oder
(bei  sehr  kurzen  Berichten)  auf  dem  Rande  der  ersten  Seite  beigefügt  wurden.
Zum  Zwecke  einer  genaueren  Ermittelung  der  tatsächlichen  Eisverhältnisse,
namentlich  der  durch  sie  verursachten  Störungen  des  Schiffsverkehrs,  übersandten
die  Beobachter  allmonatlich  einen  besonderen  Bericht,  der  noch  gelegentlich  Mitteilungen ­
  über  die  Eisdicke,  die  Windverhältnisse  in  ihrer  Wirkung  auf  die  Eis ­
            
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