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Volltext: Jahresbericht 1911

IS 
Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1911. 
An Änderungen in de m Z u g a n g der T e 1 e g r a m m e ist noch zu 
verzeichnen, daß seit dem 1. Juli die Beobachtung von? Qr. Zt. von Reykjavik 
übermittelt und diese Station seitdem als letzte dem Telegramm mit den gleich 
zeitigen Beobachtungen von Thorshavn und Seydisfjord angefügt worden ist, 
während früher die Beobachtung von 8 Qr. Zt. in dem späteren zweiten Vormittags 
telegramm mit den übrigen Stationen zuging. 
Über eine sehr wesentliche und vorteihafte Umgestaltung der Wetter- 
telegramme ans Island am I. Januar 1912 wird der nächste Jahresbericht 
Näheres bringen. 
Eine inhaltlicheÄnderung erfuhren die Telegramme aus Hammers- 
hns und V e s t e r v i g, die seit dem 1. Januar ebenso wie die oben angeführten 
spätem Ersatzstationen, ihre Windstärken nach der Beaufortskala an Stelle der 
halben Beaufortskala übermittelten, die Telegramme aus Schweden, die 
seit dem I. Januar die Extremtemperaturen für den 24 stündigen Zeitraum vor der 
Morgenbeobachtung angeben, und vor allem am 1. Mai bis auf wenige Aus 
nahmen alle Telegramme, indem seitdem an Stelle der übermittelten 
relativen Feuchtigkeit oder der Temperatur des feuchten Thermometers die Ände 
rung des Barometers in den letzten drei Stunden vor der Morgenbeobachtnng, die 
sogenannte Barometertendenz, in Millimetern und Zehntel Millimetern, in den eng 
lischen Telegrammen in Hundertstel Inches übermittelt wird ; betreffs der 
Chiffrierung der Niederschläge gilt ferner seit dem 1. Mai die veränderte Fest 
setzung, daß 99 gefallenen, aber nicht gemessenen Niederschlag, und 97 weniger als 
0,5 mm Niederschlag bedeuten mit Ausnahme der russischen Telegramme, in 
denen 00 mit dem Zusatz „plnie“ oder „neige“ zum Telegramm an Stelle von 97 
gesetzt wird. 
2) Ausgehende Telegramme. 
a. Abonnement-Wettertelegramme. 
Wieder erfolgte am 1. Mai eine durchgreifende Änderung der 
für Deutschland bestimmten Abonnement-Wettertelegramme, die dank dem Ent 
gegenkommen des Reichspostamts jetzt den Wünschen des öffentlichen Wetter 
dienstes in allen Hauptpunkten entsprechen. Nachdem das bisherige zu einer 
späten Vormittagsstunde abgegebene Abonnements-Ergänzungstelegramm fortge 
fallen und dafür ein Abonnement-Nachmittagstelegramm eingeführt worden ist. 
bestehen seit dem 1. Mai 1911 drei Abonnement - Wettertelegramme : Das 
I. Abonnement-Wettertelegramm zum Preise von 20 Mk. monatlich, 
das Hamburg um 9 Uhr 25 Min.V. verläßt und die Beobachtungen von 58 Stationen 
enthält; 2. das Abonnement-Extratelegramm zum Preise von 10 Mk. 
monatlich, das Hamburg um 9 Uhr 45 Min. V. verläßt und die Beobach 
tungen von 21 Stationen nebst den im I. Abonnement-Wettertelegramm fehlen 
den Angaben enthält, und 3. das Abonnement-Nachmittagstele 
gramm zum Preise von 10 Mk. monatlich, das Hamburg gegen 4 Uhr N. verläßt 
und die Beobachtungen meist von 2 Uhr N. von 30 Stationen, sowie seit dem 
1. November auch diejenigen Angaben enthält, die am Morgen in dem Extra- 
Abonnement - Extratelegramm sowie im I. Abonnement-Wettertelegramm gefehlt 
haben, soweit diese nicht im Abonnement-Extratelegramm nachgeliefert worden 
sind.
	        
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