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Jahresbericht der Deutschen Seewarto für J910.
über die Reparatur ihrer Chronometer und Taschenuhren sowie über die Unter
bringung ihrer Instrumente an Bord und auf dem Marsche Auskunft erteilen
zu lassen.
Am 25. und 26. April fand unter dem Vorsitze des Direktors der Deutschen
Seewarte die übliche Besichtigung der während der Wettbewerb-Prüfung unter
suchten Chronometer durch die Fabrikanten E. B r ö c k i n g - Hamburg, A. Kittel,
Altona, W. Meier (Chronometerwerke-Hamburg), A. Meier (in Firma
Th. Knoblichj-Hamburg und E. Sackmann-Altona statt. An dieser Sitzung
nahmen weiter teil: Unruhmacher F. Grießbach-Glashütte i. Sa., Chrono
meter-Fabrikant L. Je n se n - Glashütte i. Sa., Kgl. Sachs. Kommerzienrat
E. Lange-Glashütte i. Sa. und Chronometer-Fabrikant C. Wiegand-Peine.
Das Ergebnis dieser Prüfung war auch in diesem Jahre ein in jeder Weise zu
friedenstellendes; nur in vereinzelten Fällen wurden geringfügige Trübungen des
Öles festgestellt, wie solche auch unter gewöhnlichen Verhältnissen im Laufe
der Zeit einzutreten pflegen. An die Sitzung schloß sich eine längere Be
sprechung über Chronometer-Fabrikation.
Weiter traten unter dem Vorsitze des Direktors der Deutschen Seewarte
am 7. November Sachverständige zusammen, um die zu der 34. Wettbewerb-
Prüfung eingelieferten Chronometer zu besichtigen. Als Sachverständige waren
hierbei die Chronometermacher F. De n ke r-Hamburg, E. S a c k m an n - Altona,
Hof-Uhrmacher G. Schlesicky -Frankfurt a. M. und der Direktor der Uhrmacher
schule in Glashütte i. Sa. Professor L. Strasser. Außerdem nahm der Uhr
macher der Deutschen Seewarte E. B rö c k i n g-Hamburg als technischer Beirat
und als Ersatzmitglied an der Sitzung teil.
Im Personal der Abteilung fand mehrfach ein Wechsel statt. Llierdurch
wurde die Erledigung der Arbeiten naturgemäß sehr erschwert.
X. Bericht über die Tätigkeit der Abteilung V.
Beschaffung und Verwertung von Material für Küstenkunde und Hafenbeschreibung
im Interesse der Schiffahrt,
a) Sammlung von Material.
Die Versendung von Fragebogen-Formularen an Mitarbeiter zur See wurde
im Berichtsjahre in ähnlicher Weise ausgeführt, wie in früheren Jahren, an
Konsulate wurden Fragebogen dagegen nicht versandt. Im Jahre li)10 gingen
wieder ein:
233 Konsulatsfragebogen mit 281 Anlagen,
67 Kapitänsfragebogen ,, 30 ,,
47 sonstige Berichte von Kriegsschiffen,
Konsulaten, Reedereien, Kapitänen und
anderen Personen 26 ,,
124 Photographien, Skizzen, Hafenpläne u. s. w.
Diese Sammlung an handschriftlichem Material umfaßte am Schlüsse des
Berichtsjahres 5830 Nummern; darunter waren;
2175 Konsulatsfragebogen mit 3109 Anlagen,
1852 Kapitänsfragebogen ,, 392 ,,
1002 sonstige Berichte ,, 381 ,,
2109 Photographien, Vertonungen, Skizzen, Hafenpläne u. s. w.