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Jahresbericht der Deutschen Seewärts für 1П10.
auf ihre technische Ausführung hin einer Besichtigung unterzogen. Ein be
anstandetes Instrument wurde von der Wettbewerb-Prüfung ausgeschlossen, wird
jedoch in der erwähnten Parallel-Prüfung einer Untersuchung unterzogen werden.
Zu der 34. Wettbewerb-Prüfung sind, wie in früheren Jahren, auf Grund
einer Verfügung des Reichs-Marine-Amtcs ausnahmsweise auch solche Instrumente
zugclassen worden, bei denen im Auslande angefertigte Palladium-Spiralen und
Nickelstahlunruhen verwendet wurden, im übrigen aber die durch die dritte
Chronometer-Konferenz im Jahre 1898 festgesetzten Bedingungen bezüglich des
deutschen Ursprungs erfüllt waren. Der Schluß der Wettbewerb-Prüfung findet
im April 1911 statt.
Seit dem Inkraftreten der durch die erwähnte Chronometer-Konferenz fest
gesetzten Grundsätze für die Preiserteilung ist die Anzahl der Chronometer rein
deutschen Ursprungs folgende gewesen:
22. bis 25. Wettbewerb-Prüfung von 1898 bis 1901,
durchschnittlich 13 Chronometer oder 28% der Gesamtzahl,
26. bis 29. Wettbewerb-Prüfung von 1902 bis 1905,
durchschnittlich 30 Chronometer oder 47% der Gesamtzahl,
30. bis 33. Wettbewerb-Prüfung von 1906 bis 1909,
durchschnittlich 46 Chronometer oder 69% der Gesamtzahl,
34. Wettbewerb-Prüfung 1910,
85 Chronometer oder 98% der Gesamtzahl.
Die vorstehenden Jahreszahlen bezeichnen die Anfangsjahrc der einzelnen
Prüfungen.
c) Prüfung топ Präzisions-Taschenuhren.
An der Prüfung von Präzisionstaschenuhren beteiligten sich im Berichtsjahre
11 Fabrikanten durch Einlieferung von 27 Uhren. Von diesen Uhren wurden
9 der „großen“ und 18 der „kleinen Prüfung“ unterzogen. 4 Uhren der kleinen
Prüfung wurden ohne Prüfungszeugnis zurückgegeben, weil sie die nach dem
„Regulativ“ zulässigen Schwankungsgrenzen der Gangwerte überschritten hatten.
(1) Übersicht über die laufenden Arbeiten der Abteilung IY.
Als Gesamtergebnis wurden im Jahre 1910 zusammen 548 Beobachtungs
reihen an Uhren aller Art (gegen 447 im Jahre 1909 und 349 im Jahre 1908)
erhalten. In dieser Gesamtzahl sind nicht eingeschlossen gelegentliche Stand
bestimmungen von Chronometern und Taschenuhren, welche auf Wunsch von
Interessenten verschiedener Berufsklassen ausgeführt wurden.
Für sämtliche Chronometer, welche je nach der zur Verfügung stehenden
Zeit einer kürzeren oder längeren Temperatur-Untersuchung unterzogen wurden,
erfolgte eine Ableitung der beiden Temperatur-Koeffizienten und Herstellung
einer Temperatur-Tabelle. Weiter wurde mit jedem dieser Chronometer eine
Klassifizierung nach den für die Wettbewerb-Prüfung geltenden Bestimmungen
vorgenommen, um dem Einlieferer durch die Angabe der Klassenzahl sofort ein
klares" Bild über die Leistungen seines Chronometers zu geben.
Für die Chronometer der 33. Wettbewerb-Prüfung wurde die Einreihung
in Klassen ebenfalls sofort nach Abschluß der Prüfung vorgenommen. Die
Temperaturwerte wurden für diese Chronometer nach der Methode der kleinsten
Quadrate abgeleitet.