accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Jahresbericht 1909

Jahresbericht  der  Deutschen  Seewarte  für  1909.

41

Ausserdem  wurden  im  Berichtsjahre  zum  ersten  Male  26  Torpedobootschronometer, ­
  welche  durch  F.  Löhner,  Berlin,  eingeliefert  worden  waren,  einer
Prüfung  unterzogen.  Diese  Instrumente  sind  kleineren  Formates  als  die  üblichen
Marine-Chronometer  und  teilweise  mit  Ankergang  versehen.  Die  Prüfung  fand
nach  den  für  die  Wettbewerb-Prüfungen  getroffenen  Bestimmungen  statt,  indessen ­
  wurde  wegen  Zeitmangel  die  Untersuchung  bei  der  tiefsten  Temperatur
auf  10  Tage  (statt  20)  beschränkt.
c.  Prüfung  von  Präzisions-Taschenuhren.
An  den  Präzisions-Taschenuhren-Prüfungen,  welche  im  Jahre  1909  abgehalten
wurden,  beteiligten  sich  6  Fabrikanten  durch  Einlieferung  von  26  Uhren.  Von
diesen  Instrumenten  wurden  2  der  „grossen“  und  24  der  „kleinen“  Prüfung
unterzogen.  Eine  Uhr  der  grossen  und  9  Uhren  der  kleinen  Prüfung  wurden
ohne  Gangzeugnis  zurückgegeben,  weil  die  nach  dem  Regulativ  zulässigen
Schwankungsgrenzen  der  Gangwerte  überschritten  wurden.
(1)  Übersicht  über  die  laufenden  Arbeiten  der  Abteilung  IV.
Als  Gesamtergebnis  wurden  im  Jahre  1909  zusammen  447  Beobachtungsreihen
an  Uhren  aller  Art  (gegen  849  im  Vorjahre)  erhalten.  In  dieser  Gesamtzahl
sind  nicht  eingeschlossen  gelegentliche  Standbestimmungen  von  Chronometern
und  Taschenuhren,  welche  auf  Wunsch  von  Kapitänen,  Uhrmachern  und  anderen
Interessenten  gemacht  wurden.
Nach  Abschluß  der  32.  Wettbewerb-Prüfung  wurden  die  Chronometer  auf
Grund  ihres  Verhaltens  in  Klassen  cingereiht,  und  die  Temperaturwerte  nach
der  Methode  der  kleinsten  Quadrate  abgeleitet.  Ebenso-wurde  eine  Klasseneinteilung ­
  der  in  zwei  Gruppen  geprüften  Torpedobootschronometer  nach  den
für  die  regelmäßigen  Wettbewerb-Prüfungen  gültigen  Bestimmungen  vofgenommen.
e)  Wissenschaftliche  Arbeiten  und  Chronik.
Der  im  Oktober  1908  begonnene  Unterricht  in  geographischen  Ortsbestimmungen ­
  für  zwei  zur  Deutschen  Seewarte  kommandierte  Seeoffiziere,  Kapitänleutnant ­
  Matthaei  und  Oberleutnant  zur  See  von  der  Lühe,  wurde  bis  Ende
bezw.  Mitte  März  fortgesetzt.  Während  der  Monate  Januar  bis  März  nahm
auch  Korvetten-Kapitän  Dominik  an  diesem  Lehrgang  teil.  Ende  März  war
vorübergehend  der  Oberleutnant  im  Ostfries.  Feldartillerie-Reg.  Nr.  62  Rechtem
anwesend,  um  einen  Überblick  über  die  Methoden  der  geographischen  Ortsbestimmungen ­
  zu  erlangen.
An  dem  Lehrkursus,  welcher  am  1.  Oktober  1909  begann,  nahmen  teil
Kapitänleutnant  von  der  Lühe  und  Oberleutnant  zur  See  Herrmann  .(Max).
Auf  Grund  von  Verfügungen  des  Reichs-Marine-Amtes  wurden  mehrere
längere  Beobachtungs-Reihen,  welche  in  der  Südsee  und  in  Deutsch-Südwestafrika ­
  ausgeführt  worden  waren,  durch  den  Abteilungs-Vorstand  durchgesehen
und  teilweise  neu  berechnet.
Die  astronomischen  Instrumente  wurden  im  Berichtsjahre  einer  gründlichen
Aufarbeitung  bezw.  teilweisen  Erneuerung  und  Ergänzung  unterzogen.  Eine
besonders  umfassende  Reparatur  und  Umarbeitung  war  bei  dem  Bamberg’schen
Passagen-Instrument  notwendig;  die  Libellen,  der  Prismenstuhl,  die  Objektivfassung, ­
  die  Feldbeleuchtung  und  ein  Teil  des  Okularkopfes  wurden  völlig
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.