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Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1909.
1. Preis den Chronometer-Werken für das Chronometer Nr. 338,
2. ,, „ Chron.-Fabr. Strasser & Rohde für das Chronometer Nr. 60,
3. ,, dem „ F. Lidecke für das Chronometer Nr. 282,
4. „ den ,, Strasser & Rohde für das Chronometer Nr. 70,
5. „ „ Chronometer-Werken für das Chronometer Nr. 335,
6. ,, ,, Chron.-Fabr. A. Lange & Söhne für das Chronometer Nr. 57.
In folgender Weise verteilten sich die Chronometer der 32. Wettbewerb-
Prüfung auf die einzelnen Klassen:
Klasse I II UI IV
Anzahl der Chronometer 58 21 5 5
Prozentische Verteilung . 65 24 6 5
Ein eingehender Bericht über die Wettbewerb - Prüfung wurde in den
„Annalen der Hydrographie u. s. w.“ Jahrgang 1909, Seite 337 ff. veröffentlicht.
Am 2. November begann die 33. Wettbewerb-Prüfung. An dieser Prüfung
beteiligten sich 12 deutsche Fabrikanten durch Einsendung von 79 Chronometern.
Unter diesen Instrumenten befanden sich 62, welche mit der Anwartschaft auf
Preiserteilung eingeliefert wurden. Ausserdem wurden 13 Chronometer „neben
Wettbewerb“ eingesandt, sodass sich die Prüfung auf im ganzen 92 Chrono
meter erstreckt. Wie in den Vorjahren wurde unmittelbar vor Beginn der
Untersuchung eine Prüfung der technischen Ausführung durch Sachverständige
vorgenommen. Dieser Prüfung genügten sämtliche Instrumente. Ein Instrument
konnte jedoch nicht zur Anwartschaft auf Preisbewerbung zugelassen werden,
da vom Fabrikanten irrtümlicherweise eine englische Kette verwendet worden
war. Weiter musste ein Instrument von der Teilnahme an der Wettbewerb-
Prüfung ausgeschlossen werden, weil sonst 8 Instrumente aus derselben aus
ländischen Werkstatt an der Prüfung teilgenommen hätten, und dies nach der
„Aufforderung zur Beteiligung an der 33. Chronometer-Wettbewerh-Prüfung“
nicht zulässig ist. Das ausgeschlossene Instrument wird jedoch „neben Wett
bewerb“ geprüft.
Zu der 33. Wettbewerb - Prüfung sind auf Grund einer Verfügung des
Reichs-Marine-Amts, wie in den Vorjahren, ausnahmsweise auch solche Instru
mente zugelassen worden, bei denen im Auslande angefertigte Palladium-
Spiralen und Nickelstahlunruhen verwendet wurden, im übrigen aber die durch
die dritte Chronometer - Konferenz festgesetzten Bedingungen bezüglich des
deutschen Ursprungs erfüllt waren. Der Schluss der 33. Wettbewerb-Prüfung
findet im April 1910 statt.
Seit dem Inkrafttreten der durch die dritte Chronometer-Konferenz (1898)
aufgestellten Grundsätze für die Preiserteilung ist die Anzahl der Chronometer
rein deutschen Ursprungs folgende gewesen:
22. bis 25. Wettbewerb-Prüfung von 1898 bis 1901,
durchschnittlich 13 Chronometer oder 28°/u der Gesamtzahl,
26. bis 29. Wettbewerb-Prüfung von 1902 bis 1905,
durchschnittlich 30 Chronometer oder 47°/o der Gesamtzahl,
30. bis 83. Wettbewerb-Prüfung von 1906 bis 1909,
durchschnittlich 46 Chronometer oder 69°/o der Gesamtzahl.
Die vorstehenden Jahreszahlen bezeichnen die Anfangsjahre der einzelnen
Prüfungen.