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Full text : Jahresbericht 1909

Jahresbericht  der  Deutschen  Seewarte  für  1909.

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Grimstadir,  sowie  3)  seit  dem  15.  Juni  am  Morgen  ein  Telegramm  aus  Vardö
mit  der  Abend-  und  der  vollen  Morgenbeobachtung,  wofür  die  Wetternachrichten  von
Oxö  in  Fortfall  gekommen  sind;  die  Gewinnung  ist  dadurch  möglich  geworden,
daß  sich  das  Bureau  Central  météorologique  in  Paris  mit  dem  Vorschläge  der
Seewarte  einverstanden  erklärte,  in  dem  seit  langen  Jahren  morgens  von  Christiania
nach  Paris  gerichteten  Sammeltelegramm  die  Beobachtungen  von  Vardö  an  Stelle
von  Oxö  einstellen  und  behufs  Ersatzes  der  fortfallenden  Nachrichten  von
Oxö  eine  Änderung  in  dem  von  der  Seewarte  nach  Paris  gerichteten  Sammeltelegramm ­
  eintreten  zu  lassen,  (vgl.  unter  b.  2.)
Von  Änderungen  der  Telegramme  ist  zu  bemerken,  1)  daß  in  den
Telegrammen  von  den  Brittischen  Inseln  seit  dem  1.  Juli  die  Barometerstände
auf  Normalschwere  reduziert  sind,  2)  daß  Triest  seit  dem  18.  April  in  der
letzten  Ziffer  den  Seegang  meldet,  während  3)  die  Zugspitze  seit  dem  l.Sept.
als  letzte  Ziffer  den  Witterungszustand  der  letzten  24  Stunden  (v)  statt  der
Wolkenform  (f)  einstellt.
Von  den  periodischen  Telegrammen  sind  die  Drachentelegramme  aus
Lindenberg  wieder  vom  1.  April  bis  30.  Sept.,  die  Telegramme  von  der
Schneekoppe  vom  27.  Mai  bis  30.  Sept,  und  vom  Brocken  vom  1.  Mai  bis
17.  Oktober  eingelaufen.
2.  Ausgehende  Telegramme.
Von  Änderungen  der  nach  dem  Ausland  gehenden  Telegramme  ist  nur
anzuführen,  daß  seit  dem  1.  April  in  dem  Telegramm  nach  Kopenhagen
Dunrosnes  fortgefallen  und  seit  dem  16.  Juni  in  dem  nach  Paris  gehenden
Telegramm  Skagen  an  Stelle  von  Aachen  und  Cassel  an  Stelle  von  Frankfurt  a.  M.
getreten  sind.
Vom  28.  April  bis  31.  Oktober  sind  wieder  die  im  vorigen  Jahresbericht
erwähnten  Telegramme  mit  den  Beobachtungen  von  Magdeburg  und  Bromberg
an  die  Handelskammer  in  Bergen  gesandt  worden.
Seit  dem  16.  Juli  hat  die  Öffentliche  Wetterdienststelle  in  Aachen  vielfach
und  vereinzelt  auch  diejenige  in  Frankfurt  a.  M.  die  auf  der  Seewarte  am
Nachmittag  einlaufenden  Wetternachrichten  in  einem  Sammeltelegramm  zugestellt ­
  erhalten;  um  den  Zugang  zu  beschleunigen,  hat  sich  mit  dem  Kais.
Telegraphenamt  Hamburg  die  Vereinbarung  treffen  lassen,  daß  diese  Sammeltelegramme ­
  auf  dem  Telegraphenamt  selbst  zusammengestellt  und  von  dort
unmittelbar  abgesandt  werden.
Eine  bedeutende  Änderung  hat  das  I.  Wetter-Abonnement-Telegramm
am  1.  Oktober  erfahren,  indem  an  Stelle  des  früheren  Schemas  BBBWW  SHTTT
RRVNN  das  Schema  BBBWW  SHTTV  RRB'B'N  getreten  ist;  durch  Fortlassung
des  Zehntels  bei  der  Temperatur  (TTT)  und  der  Zehnerziffer  bei  der  im  Telegramm
die  letzte  Zahlengruppe  jeder  Station  abschließenden  Reihenzahl  (NN)  ist  es
möglich  geworden,  in  diesem  Telegramm  neben  den  bisherigen  Beobachtungen
vom  Morgen,  nämlich  dem  Luftdruck  (BBB),  der  Windrichtung  und  -Stärke
(WW  und  S),  des  Himmelszustandes  (H)  und  der  Temperatur  sowie  der  Niederschlagshöhe ­
  und  des  Witterungsverlaufs  der  letzten  24  Stunden  (RR  und  V)
noch  den  auf  ganze  Millimeter  abgerundeten  Barometerstand  vom  Abend  zu
übermitteln;  diese  Telegramme  haben  ferner  die  Änderung  erfahren,  daß  in
der  fortlaufenden  Reihe  der  mit  diesen  3  Zahlengruppen  aufgenommenen
Stationen  Rügenwaldermünde  fortgefallen,  dagegen  Zugspitze,  Vardö,  Archangel,
            
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