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Full text: Jahresbericht 1909

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Jahresbericht der Deutschen Seewartc für 1900. 
Diese 5 Quartale umfassen die Zeit vom 1. März 1904 bis 31. Mai 1905. Die 
Deutsche Seewarte hat im Jahre 1909 ihren Anteil an den Karten für 
1. März 1904 bis 31. Mai 1905 erledigt. Es findet jetzt eine Beschleunigung in 
der Herstellung des druckfertigen Materials statt, so daß von jetzt ab der noch 
bestehende Zeitraum von 6 Jahren zwischen dem Datum der Veröffentlichung der 
synoptischen Wetterkarten und dem Datum, für das die Karten gelten, sich 
allmählich verringert. 
4) Von den „Tabellarischen Reiseberichten nach den meteorologischen 
Schiffstagebüchern“ erschien der 6. Band, der die Eingänge des Jahres 1908 
(X und 243 Seiten) enthält, schon im Frühsommer 1909. Es wird hier nochmals 
darauf aufmerksam gemacht, daß diese Veröffentlichung u. a. seit 1907 die 
Angaben der Reisedauer enthält, die die Segelschiffe zwischen den 
aus Scgelhandbüchern und Reiseberichten bekannten Schnittpunkten 
bei den einzelnen Fahrten benötigt haben, und daß hiermit dem Schiffs 
führer die Möglichkeit zu zahlreichen Vergleichen und Rechnungen gegeben ist. 
5) Der „Internationale Dekadenbericht“ erschien wie in den Vorjahren 
in der üblichen Form unter Mitwirkung des Meteorologen. 
6) Der Spezialatlas für die Strömungen in den indischen, ostasiatischen 
und australischen Gewässern hat nicht so, wie zu hoffen stand, im Jahre 1909 
gefördert werden können. Die starke Zunahme der täglichen, aus den Kreisen 
der Schiffahrt kommenden Anfragen und schriftlichen Auskünfte, sodann 
mannigfacher Wechsel im Personal der Abteilung (s. oben S. 3 u. 5), endlich die 
sich als wünschenswert herausstcllendc Ergänzung des bereits gesammelten 
Materiales durch Sammlung von gedruckten und sonstigen Berichten haben 
bewirkt, daß erst gegen Ende des Berichtsjahres die Berechnungen tatsächlich 
begonnen werden konnten. Unter diesen Verhältnissen hat auch der Fortschritt 
der Quadratarbeit (für Nr. 104 und 105) und die Arbeit „Bewölkung und 
Niederschlagsverhältnisse an der westafrikanischen Küste“ gelitten. 
Auch die Drucklegung einiger ozeanographischen Berichte S. M.S. „Planet“ 
für die Annalen der Hydrographie konnte, weil zeitraubende Rückfragen in 
einigen Punkten nötig wurden, nicht so pünktlich erfolgen, wie diesseits 
erwünscht war. 
b) Verschiedenes. 
7) Wesentliche Änderungen in den sonstigen Arbeiten der Abteilung sind 
nicht eingetreten. Der Ozeanographische Lehrkursus für Offiziere der Kaiserl. 
Marine wurde im Februar abgehalten. Die Lieferungen an Beobachtungsmaterial 
nach Kopenhagen und nach Simla erlitten keine Unterbrechung (vergl. Jahres 
bericht für 1908, S. 27, Nr. 15, 16). Oberlehrer Dr. Lütgens ist von seiner zur 
Untersuchung der Verdunstungsverhältnisse auf See ausgeführten Forschungs 
reise zurückgekehrt. Mehrere Studenten der Geographie sind, z. T. lange 
Zeit, in der Abteilung tätig gewesen, um an der Hand des in den Schiffstagebüchern 
aufgespeicherten Beobachtungsmateriales Einzelprobleme wissenschaftlich zu be 
arbeiten. Ein Ergebnis dieser Arbeiten ist u. a. Pollitz, die Stürme des 
Indischen Ozeans. („Annalen der Hydrographie“ 1909, S. 529); weiter sind 
Untersuchungen über die Stromverhältnisse zwischen Kap Palmas und Kap 
Frio (Westafrika), über Wind, Wetter und Strom in den nördlichsten Teilen des 
Stillen Ozeans, über Temperaturschwankungen von Jahr zu Jahr im Golfstrom 
gebiet u. a. m. noch im Gang oder dem Abschluss nahe.
	        
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