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Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1905.
gleich in die Kartennetze der synoptischen Wetterkarten einträgt, sodaß sie zu
nächst für den Dekadenbericht -verwandt und später laufend von demselben Be
amten durch die später eingehenden Beobachtungen vervollständigt werden, ist
beibehalten worden. Die Zwischenzeit von 2 3 /i Jahren zwischen den beiden Reihen
von Wetterkarten wird nach etwa drei Jahren ausgeglichen sein, sodaß die synop
tischen Karten nach einigen weiteren Jahren mehrere Jahre früher erscheinen
können, als es bisher möglich war.
2) Die „Monatskarte für den Nordatlantischen Ozean“ erschien regelmäßig
um den 23. eines jeden Monats in einer Auflage von 1100 Exemplaren. —■ Auf
der Rückseite erschienen u. a. folgende Arbeiten:
Die Versetzungen auf den Dampferwegen zwischen Kanal und Magellanstraße:
Die Temperatur der Meeresoberfläche, ihre Beobachtung und ihre Bedeutung;
Die Sonnenfinsternis vom 29. und 30. August 1905:
Die Umsegelung von Kap Horn:
Wind und Strom auf den wichtigsten Dampferwegen des Mittelmeeres (vom September
an, monatliche Karten mit Text):
Deckpeilungen zu Deviationsbestimmungen für Schiffe in Fahrt.
8) Die „Vierteljahi’skarte für die Nordsee und Ostsee“ erschien um den 28.
des letzten der Quartalsmonate viermal in je 1200 Exemplaren. Auf der Rück
seite erschienen;
Einrichtungen zur Bestimmung der Deviation nnd zur Kompensiernng der Kompasse
auf eisernen Schiffen in den an der Nord- und Ostsee gelegenen Häfen:
Seefischerei nnd internationale Meeresforschung in den nordeuropäischeu, besonders
den deutschen Gewässern:
Oberflächenstromungen in den dänischen Gewässern des Kattegats, des Sundes und bei
Gjedser-Riff.
4) Der „Internationale Dekadenbericht“ erschien regelmäßig unter Mitwirkung
des Meteorologen. — Er enthält auch vollständige Wetterkärtchen für den größten
Teil des Nordatlantischen Ozeans von einer Zeit, die nur 8 bis 4 Wochen hinter
der Zeit des Erscheinens liegt. (Vergl. 1.)
5) Für die vom Reichs-Marine-Amt herausgegebenen oder in Arbeit befind
lichen Handbücher für die Ostsee, den mittleren und östlichen Teil des Mittel
meeres, für das Rote Meer und Schwarze Meer wurden nautische und meteoro
logische wie ozeanographische Beiträge oder Material geliefert. Die Bearbeitung
der physikalischen und Stromverhältnisse der Ostsee für die dritte Auflage des
Ostseehandbuches wurde fast vollkommen neu geschrieben.
6) „Tabellarische Reiseberichte nach den meteorologischen Schiffstagebüchern“
2. Band, Eingänge des Jahres 1904 (IX und 200 Seiten).
7) Das „Dampferhandbuch für den Altlantischen Ozean“ (XV und 435 Seiten,
17 Tafeln und eine Karte der Mißweisung).
8) Der „Atlas der Stromversetzungen auf den wichtigsten Dampferwegen im
Indischen Ozean und in den ostasiatischen Gewässern (8 Seiten Text und 52 Tafeln).
9) „Wind, Strom, Luft- und Wasser-Temperatur auf den wichtigsten Dampfer
wegen des Mittelmeeres“ erschien als Beiheft der „Annalen der Hydrographie
und Maritimen Meteorologie“ (60 Seiten und 14 Tafeln).
b. In Gang befindlich und nicht abgeschlossen sind folgende Arbeiten;
10) Quadratarbeit für die Quadrate 109 und 145 (vom Englischen Kanal bis
Gibraltar einerseits und vom 10° W-Lg bis zum Festland andererseits). Siehe
Jahresbericht 1903, S. 26.