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Volltext : Jahresbericht 1904

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Jahresbericht  der  Deutschen  Seewarte  für  1904.

b.  Chronometer-Wettbewerb-Prüfung.
Au  der  in  der  Zeit  vom  4.  November  1903  bis  12.  April  1904  abgehaltenen
27.  Wettbewerb-Prüfung  beteiligten  sich  11  deutsche  Chronometertirmcn  durch
Einsendung  von  57  Chronometern  (gegen  56  im  Vorjahre).  Mit  der  Anwartschaft
auf  Prämiierung  waren  von  den  Fabrikanten  W.  Bröcking  in  Hamburg,  L.  Jensen
in  Glashütte,  A.  Kittel  in  Altona,  A.  Lange  &  Söhne  in  Glashütte,  F.  Lidecke  in
Geestemünde  und  F.  &  A.  Schuchmann  in  Wilhelmshaven,  zusammen  27  Chronometer ­
  deutschen  Ursprungs  eingeliefert  worden.  Die  ausgesetzten  Prämien  wurden
zuerkannt;
1.  Prämie  den  Chronometerfabrikanten  A.  Lange  &  Söhne  in  Glashütte  für
das  Chronometer  Nr.  12.
2.  Prämie  dem  Chronometerfabrikanten  A.  Kittel  in  Altona  für  das  Chronometer ­
  Nr.  261.
Die  vier  letzten  Prämien  konnten  nicht  zur  Verteilung  gelangen,  weil  die
übrigen  Chronometer  deutschen  Ursprungs  die  Bedingungen  der  ersten  Klasse
nicht  vollständig  erfüllt  hatten.
Die  Verteilung  der  Chronometer  der  27.  Wettbewerb-Prüfung  auf  die  einzelnen ­
  Klassen  war  folgende  :

Klasse

I

11

III

IV

V

Anzahl  der  Chronometer  .

21

21

6

8

1

Prozentliche  Verteilung  .  .

37

37

10

14

2

Ein  eingehender  Bericht  über  die  27.  Wettbewerb-Prüfung  wurde  im  Juni-Heft
  1904  der  „Annalen  "der  Hydrographie  und  maritimen  Meteorologie“  veröffentlicht. ­

Nach  Beendigung  der  Prüfung  gingen  19  Chronometer  der  ersten  Klasse,
9  Chronometer  der  zweiten  Klasse,  sowie  ein  Chronometer  der  dritten  Klasse,
also  zusammen  29  Instrumente,  in  den  Besitz  der  Kaiserlichen  Marine  über;  es
ist  somit  mehr  als  die  Hälfte  sämtlicher  eingelieferten  Chronometer  zum  Ankauf
gekommen.
Am  29.  Oktober  des  Berichtsjahres  begann  die  28.  Wettbewerb-Prüfung,  an
welcher  sich  14  deutsche  Fabrikanten  durch  Einsendung  von  zusammen  74  Chronometern ­
  beteiligen;  von  diesen  Instrumenten  sind  32  mit  der  Anwartschaft  auf
Prämiierung  eingeliefert  worden.  Es  ist  zu  bemerken,  daß  bei  dieser  Prüfung
auf  Grund  einer  Verfügung  des  Reichs-Marinc-Amts  ausnahmsweise  auch  solche
Instrumente  zur  Prämiierung  zugelassen  worden  sind,  bei  welchen  im  Auslande
angefertigte  Palladium-Spiralen,  Nickelstahl-Unruhen,  Ketten  und  Zugfedern  verwendet ­
  worden,  im  übrigen  aber  die  durch  die  dritte  Chronometer-Konferenz  festgesetzten ­
  Bedingungen  bezüglich  des  deutschen  Ursprungs  erfüllt  sind.  Das  Ende
der  Prüfung  findet  im  April  1905  statt.
Seit  dem  Inkrafttreten  der  durch  die  dritte  Chronometer-Konferenz  (1898)
aufgestellten  Normen  für  die  Prämiierung  ist  die  Anzahl  der  Chronometer  rein
deutschen  Ursprungs  bei  den  verschiedenen  Prüfungen  folgende  gewesen:

22.  Wettbewerb-Prüfung  1898  /  99

.  9  Chronometer  oder  21%

der  Gesamtzahl,

23.  *

»  1899  /  00

8

»  »  20%

24.

*  1900/01

11

*  27%

■»

25.  »

»  1901  /  02

23

»  »43  %

»

26.  »

»  1902/03

27

»  48%

»

»

27.  »

»  1903  /  04

27

»  »47  %

»

»

28.  »

*  1904/  05

32

*  46%

>

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