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Volltext: Jahresbericht 1904

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Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1904. 
Der Ersatz der Station Roches-Point durch eine benachbarte Station konnte nicht 
erfolgen, da eine solche in geeigneter Lage nicht vorhanden war. 
Seit dem 1. April des Berichtsjahres liefen auch die Beobachtungen vom 
Ben-Nevis sowie von der Fußstation Fort William ein, indessen wurde dieser Vor 
kehr am 1. Oktober leider wieder eingestellt, da die Mittel zur Unterhaltung der 
Oipfelstation nicht mehr zur Verfügung standen. 
Am 1. Mai trat Malinhead an Stelle der günstiger gelegenen Station Blacksod. 
bb) Telegramme aus Rußland. Die schon lange geplante Umwandlung 
der bisherigen Sammeltelegramme in Einzeltelegramme gelangte am 1. April zur 
Durchführung, wobei allerdings die in Rußland bisher gebräuchliche Ortszeit bei 
behalten wurde. Alle auf dem Durchwege Berlin berührenden russischen Wetter 
telegramme werden in Abschrift auch an die Deutsche Seewarte befördert. Ab 
gesehen davon, daß zuweilen einige Telegramme, welche nicht über Berlin geleitet 
sind, ausbleiben, kommen diese Telegramme (besonders wegen der Ortszeit) sein- 
früh in Hamburg an. 
cc) Zu den Telegrammen von den Höhenstationen kamen noch hinzu die 
jenigen von der Schneekoppe, von der Zugsspitze, vom Sonnblick und, wie be 
reits oben bemerkt, vom Ben Nevis (und der Fußstation Fort William). 
Die ersten Depeschen liefen ein vom Brocken am 1. Mai, von der Schnee 
koppe am 18. Mai, die letzten vom Brocken am 15. Oktober, von der Schnee- 
koppe am 80. September. 
Seit dem 1. April übermittelt das Schweizer Telegramm nicht mehr die 
Nachmittag- und Morgenbeobachtungen von Heiden und Säntis, sondern die Abend- 
und Morgenbeobachtungen von diesen Orten. • Da die Beobachtungen von Athen 
sehr unregelmäßig hier eintrafen, wurden sie in dem Wiener Telegramm in Weg 
fall gebracht. 
Seit dem 1. April berichtet die Station Aachen statt Münster i. W. tele 
graphisch an die Seewarte. 
Seit dem 21. April gehen Wettertelegramme mit Morgen- und Abendbeobach 
tungen von Bromberg ein. 
Vom 10. Juni ab erhielt die Seewarte vom Brocken statt 2 nur 1 Telegramm 
und zwar mit 0 Gruppen, so daß die Nachmittagstelegramme in Wegfall kamen. 
Seit dem 24. Juli wurde in den Telegrammen aus Brüssel und Arlon und seit dem 
1. August auch in den von de Bilt Simultanzeit für die Morgenbeobachtuugen 
(8 h M. E. Z.) angewandt. 
Nach einer im Laufe des April erlassenen Verfügung soll im Telegramm- 
schoraa die (letzte) Cirrusgruppe in allen Fällen wegfallen, in welchen Cirrus- 
Wolken nicht beobachtet wurden. 
2) Ausgehende Telegramme. 
Am 15. April wurde das nach Stockholm gehende Telegramm durch Hinzu 
fügen der Beobachtungen von Wien, Lemberg und Stationen der britischen Inseln 
erheblich erweitert. Das bisherige Wettertelegramm nach Kopenhagen wurde seit 
dem 1. Februar in 2 getrennten Telegrammen aufgegeben. 
Als Ergebniß der im vorigen Jahresberichte angeführten Konferenz auf der 
Deutschen Seewarte (11. Dezember 1903) wurde am 1. Mai eine Neuordnung der 
Abounementstelegramme durchgeführt, wodurch diese ohne Erhöhung der Ahonne- 
mentsgebühren erheblich erweitert wurden. 
Das erste Ahonnementstelegramm (20 Mark pro Monat) umfaßt nunmehr die 
Angaben von 50 Stationen und zwar von
	        
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