Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1904.
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Die Zahl der Studierenden, vorzugsweise der Geographie, die wissenschaft
liche Arbeiten au dem handschriftlichen meteorologischen Material in Abteilung I aus-
fiihrten, war ungewöhnlich groß; es arbeiteten nämlich im ganzen acht Herren, die
sich auf die Universitäten von Berlin, Münster, Marburg, Bonn, Leipzig und Göttingen
verteilen, an der Seewarte. Von den Beamten der Abteilung 1 wurde ihnen jegliche
Förderung zu Teil; freilich war damit auch eine erhebliche Arbeitslast verbunden.
2068 dienstliche Schreiben wurden erledigt.
d. Die Mitarbeiter zur See.
Die Zahl der Mitarbeiter der Deutschen Seewarte in den Kreisen der.
Handelsmarine, soweit sie meteorologische Journale einliefern, hat im Jahre 1904
um 171 — gegenüber 120 im Jahre 1903 — zugenommen; neue Mitarbeiter hat
nämlich die Abteilung I in diesem Jahre 188 erhalten, während 12 teils infolge
von Todesfall, teils infolge von Berufswechsel, Pensionierung u. s. w. ausgeschieden
sind. Am Ende des Jahres betrug, soweit bekannt, die Zahl der Mitarbeiter 837.
Auch am Schluß dieses Jahres wurden für besonders gute Leistungen und
langjährige Verdienste um die Deutsche Seewarte Medaillen der Seewarte nebst
Diplom verliehen, und zwar
die silberne Medaille an die Herren:
Kapt. G. Warneke-Bremerhaven, K.-Kapt. a. D. Seweloh-Hamburg,
Kapt. C. H. Meyer-Hamburg.
Die bronzene Medaille an die Herren;
Kapt, A. Barrelet-Hamburg,
« J. Brühn-Hamburg,
« E. 0. Büschen-Hamburg,
« H. Eettjuch-Bremen,
« H. Frerichs-Bremen,
Kapt. H. Krause-Hamburg,
« A. Molzen-Hamburg,
« B. Sauermilch-Bremen,
« W. Stege-Brake,
« J. Traulsen-Hamburg.
Verschollen, gestorben oder ausgeschieden sind von den Mitarbeitern, soweit
es der Deutschen Seewarte zur Kenntnis gelangt ist, nachfolgende 12 Kapitäne;
H. Burosse,
H. Christoffers,
1). Krüger,
J. Meyer,
H. Niemeyer,
Fr. Stöver,
K. Wicke,
L. Scharfe,
L. E. Petersen,
H. Evers,
0. J. Woramelsdorf,
E. Tischbein.
e. Das maritim-meteorologische Beobachtungsmaterial.
Im Berichtsjahr 1904 wurden eingeliefert:
1) Vollständige Journale;
a) der Kaiserlichen Marine: 101 Nummern, mit 110178 Beobachtungs-
sätzen gegen 110 Nummern bezw. 117786 Sätze im Vorjahre;
b) der Handelsmarine: von Dampfschiffen 921, von Segelschiffen 297, zu
sammen 1218 Nummern mit 498119 Beobachtungssätzen gegen 499 und
251, zusammen 750 Nummern und 408099 Beobachtungssätze im Vor
jahre.
2) Kleine Wetterbücher von Dampfschiffen 136, von Segelschiffen 12, vom
Eiderschiff 2, zusammen 150 Nummern mit 33044 Beobachtuugssätzen.
3) Auszugsjouruale von Dampfern 205 Nummern mit 11 766 Beobachtuugs-
sätzen gegen bezw. 307 Nummern mit 17300 Beobachtungssätzen im
Vorjahre.