Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1904,
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VI. Allgemeines
über die Verwaltung, das Kassenwesen und die Registratur.
Die Journal - Nummern weisen gegen das Vorjahr eine Verringerung nach
(11319 zu 11030), was hauptsächlich auf eine Vereinfachung des Geschäfts
verkehrs zurückzuführen ist.
Seit dem 1. April 1904 ist die Deutsche Seewarte auch Zahlungs- und Rechnungs-
stellc für die zu diesem Zeitpunkte in Hamburg neu errichtete Schiffsbesichtigungs-
kommission.
Die Revision der Inventarienhestände der Zentralstelle durch Deputierte der
Stations-Intendantur Kiel fand in der Zeit vom 5. bis 9. Dezember 1904 statt.
Die unvermutete Kassenrevision erfolgte am 25. Mai 1904.
B. Sonderberichte.
VII. Bericht über die Tätigkeit der Abteilung I.
Maritime Meteorologie und Ozeanographie.
a. Die herausgegebenen Arbeiten;
1) Von der Veröffentlichung „Tägliche synoptische Wetterkarten für den
Nord atlantischen Ozean“, in Verbindung mit dem Dänischen metereologischen In
stitut herausgegehen von der Deutschen Seewarte, erschienen die Quartale 3 u. 4
des XVII. (1898) und das 1. Quartal des XVIII. (1898/99) Jahrganges, die die
Zeit vom 1. Juni 1898 bis zum 28. Februar 1899 umfassen. In Bearbeitung in
Kopenhagen oder im Druck waren das 2. und 3. Quartal des XVIII. Jahrganges;
handschriftlich wurde der Anteil der Seewarte am 4. Quartal des XVIII. und
am 1., 2. u. 3. Quartal des XIX. (1899/1900) Jahrgangs fertig. — Die Zunahme
der Schiffsheobachtungen war so stark, daß ein einzelner Beamter sie nicht mehr
bewältigen kann. Eine Entlastung wurde dadurch geschaffen, daß für den
„Internationalen Dekadenhericht“ (siehe unter 4), ein zweiter Beamter die ein-
kommenden Beobachtungen gleich in die Kartennetze der synoptischen Wetter
karten einträgt, so daß sie zunächst für den Dekadenhericht verwandt werden
können. Diese mit den jüngsten Beobachtungen versehenen Karten werden dann
laufend von demselben Beamten durch die nach dem Druck der Dekadenherichte
eingehenden Beobachtungen vervollständigt. Diese Vorarbeit begann am 1. April
1904 (Wetterkarte vom 1. März). Es sind also jetzt zwei Reihen dieser täglichen
Wetterkarten in Arbeit mit einem Zwischenraum von S'li Jahren, der nach etwa
4 Jahren ausgeglichen sein wird, und die synoptischen Karten werden von etwa
1908 an um mehrere Jahre früher erscheinen können, als es bisher möglich war.
2) Die „Monatskarte für den Nordatlantischen Ozean“ erschien regelmäßig
um den 23. eines jeden Monats in einer Auflage von 1100 Exemplaren. — Auf
der Rückseite erschienen u. a. folgende Arbeiten, von denen die wichtigsten nach
stehend angeführt sind:
Hilfe bei Schiffsunfällen in europäischen Gewässern und an der Ostküste von
Nordamerika;
Stromversetzungen auf dem Dampferwege zwischen dem Englischen Kanal
und der Magellan-Straße, seit Juli für jeden Monat.