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Volltext: Jahresbericht 1901

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Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1901. 
Hiervon sind mit Hülfe der elektrischen Batterie 131 (80) Seiten-, 97 (61) Topp- 
und 8 (32) Anker-Laternen, welche für elektrisches Glühlicht eingerichtet waren, 
geprüft worden. Eine gröfsere Anzahl dieser Positions-Laternen war für die 
Kaiserliche Marine bestimmt. Mehrere Laternen wurden auch in Veranlassung 
stattgehabter Kollisionsfälle auf Ansuchen des Hamburger Seeamts geprüft. 
Weiterhin wurden untersucht und geprüft: 
Trocken-Azimut-Kompasse 2. . . (5) 
Trocken-Steuer-Kompasse 4. . . (2) 
Fluid-Kompasse 0. . . (3) 
Kompasse zusammen; 6... (10) 
Deviations-Bestimmungen und Kompensirungen der Deviation der Kompasse 
wurden auf 21 (29) Dampfern und 9 (14) Segelschiffen ausgeführt. 
Deviations - Journale wurden ausgegeben: 
an Dampfer 199. .. (197) 
» Segelschiffe 55. . . (45) 
während 132 (123) von Dampfern und 3 (5) von Segelschiffen wieder eingeliefert 
wurden. 
Meteorologische Journale wurden verausgabt 1574 (1444), davon 1139 (1095) 
Auszugs-Journale für Dampfer, während 822 (773) eingegangen sind, davon 
487 (641) Auszugs-Journale. 
Für die Küstenbeschreibungen wurden 541 (820) Fragebogen ausgegeben und 
10 (16) zurückgeliefert. Ferner sind 3 Chronometer-Journale eingeliefert worden. 
Zur Rathertheilung über die Aufstellung der Kompasse und der meteoro 
logischen Instrumente und zur Anwerbung neuer Mitarbeiter wurden vom Vorsteher 
der Hauptagentur auf 69 (49) Dampfern und 91 (106) Segelschiffen Besuche ab 
gestattet. Dabei sind 60 neue Mitarbeiter angeworben worden. 
Die Hauptagentur wurde zur Einholung von Rath in Bezug auf Deviations- 
Verhältnisse der Kompasse, richtige Konstruktion und Aufstellung der Positions* 
Laternen, korrekte Aufstellung und gutes Funktioniren der meteorologischen In 
strumente während des Berichtsjahres von 1201 (778) Personen besucht. 
Der Navigationslehrer C. Volhers wurde an 4 Tagen und der Schiffskapitän 
W. Rosendahl vom 17. Dezember bis Jahresschlufs im Kompensiren der Kom 
passe und in Deviationsbestimmungen unterrichtet. 
In Folge der Zunahme der Schreibarbeiten auf dem Bureau und der zu 
nehmenden Dienstobliegenheiten des Vorstehers aufserhalb der Hauptagentur, 
wurde durch die Verfügung des Reichs-Marine-Amts der Hülfsschreiber A. Winnig 
seit dem 1. Mai 1901 auf der Hauptagentur beschäftigt. 
Aus der vorstehenden Zusammenstellung ist eine bedeutende Vermehrung 
der zu prüfenden Instrumente im Berichtsjahre ersichtlich. Es mufste dadurch 
der persönliche Verkehr der Hauptagentur mit den Führern und Offizieren der im 
Hafen liegenden Schiffe leiden, der namentlich im Interesse der Abth. IV und V 
noch einer gröfseren Ausdehnung bedarf. Dem stehen jedoch die zeitraubenden 
Verkehrsverhältnisse des Hamburger Hafens entgegen, welche zu heben nur dadurch 
ermöglicht werden könnte, wenn der Hauptagentur eine Barkasse zum Verkehr 
mit den Schiffen zur Verfügung stände. Namentlich wird dieses Verkehrsmittel, 
nach der in kurzer Zeit bevorstehenden Eröffnung des neuen Seeschiffshafens auf 
Kuhwärder für die Dienstgeschäfte der Hauptagentur ganz unentbehidich sein.
	        
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