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Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1899.
Sorge zu tragen. Es muís erwähnt werden, dafs die Direktion, obgleich sic im
Laufe des Berichtsjahres rund 040 Bände von den Beständen absetzte, dennoch
über 22 000 Bände (einschl. der Karten) den Bestand der Seewarten-Bibliothek
bilden.
Es ist bekannt, dafs der wesentliche Theil der Seewarten-Bibliothek aus den
Werken zusammengesetzt ist, welche durch Ankauf der Bibliothek des verstor
benen Geheimen ßegierungsrathes, Professor Dove, gewonnen worden sind. Dafs
die Einbände jener aus dieser Quelle stammenden Werke nicht besonders dauer
haft waren und im Laufe von nahezu 25 Jahren vielfach erneut und ersetzt werden
mufsten, ist erklärlich und auch seitens der Direktion zu verschiedenen Malen
hervorgehoben worden. Auch durch diese Thatsache wurden die der Seewarte
für die Bibliothek zur Verfügung stehenden Mittel sehr in Anspruch genommen,
woraus erhellt, dafs für die Instandhaltung der Bibliothek der Seewarte erheblich
gröfsere Mittel, als dafür zur Verfügung stehen, erforderlich geworden sind.
Auch in dem Berichtsjahre war die Benutzung der Bibliothek seitens der
aufserhalb des Instituts stehenden Gelehrten eine sehr rege.
Die rechnungsmäfsige Revision der Ankäufe durch einen Delegirten des
Reichs-Marine-Amtes fand in den Tagen vom 12. bis 15. September des Berichts
jahres statt.
Die Direktion unterläfst nicht, für die der Bibliothek der Seewarte über
wiesenen Geschenke, worüber in einem Anhänge zu diesem Bericht quittirt wird,
den verbindlichsten Dank auszusprechen und bittet, ihr die bisher bewiesene
Theiluabme auch fernerhin bewahren zu wollen.
Die Zusendungen werden gefälligst erbeten au die Adresse:
„An die Direktion der Deutschen Seewarte zu Hamburg.“
Die Modellsauimlung der Deutschen Seewarte.
Es wurde schon in der Einleitung zu diesem Berichte erwähnt, dafs die
Modellsauimlung der Seewarte nach und nach an Umfang dermafsen zuuahm,
dafs dieselbe den Charakter eines Marine-Museums annahm, welches die ver
schiedenen Zweige, die für das Institut von Interesse waren, umfafst. In dem ersten
Jahresberichte der Seewarte (1875 bis 1878, Seite 1U8 und 109) sind die Gruppen,
in welchen die einzelnen Objekte der Sammlung einzuordnen waren, im einzelnen
angeführt. Im Laufe der Zeit wurde darauf Bedacht genommen, die einzelnen
Gruppen so vollständig als es nur immer die Mittel gestatteten, umzugestalten,
was allerdings, da nur das Ordinarium der Seewarte zu verwenden war, nur in
bescheidenem Mafse erreicht werden konnte. Es mufs jedoch erwähnt werden,
dafs zu verschiedenen Zeiten der Direktion, namentlich von Schitfsrhedern, nicht
unerhebliche Geschenke zugewendet wurden. Ohne solche Zuwendungen wäre
cs begreiflicherweise nicht möglich gewesen, das zu erzielen, was nunmehr die
Sammlung der Seewarte an maritimen Objekten, Instrumenten u. s. w. aufzu
weisen hat und worüber im Einzelnen in dem nachfolgenden Kataloge Rechnung
gelegt werden soll.
Nur mit Bezug auf die Gruppe VIII: Modelle von Schiffen und Schiffsthcilen,
soll hier des Näheren einiges erklärt werden.
Bei der Anlage dieser Gruppe ging die Direktion von der Ansicht aus, dafs
es von Wichtigkeit sein würde, so lange es noch möglich ist, dafür Sorge zu
tragen, dafs Modelle älterer Schilfe und Schiffstypen erworben, beziehungsweise