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Volltext: Jahresbericht 1899

Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1809. 
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6) Verschiedene Autograpbien gelangten in 2188 Abdrücken zur Anfertigung. 
7) Zeichnungen, zu Publikationen der Seewarte gehörig, erforderten 18505 Ab 
drücke. 
8) Verschiedene Formulare, Lohnlisten, Quittungen und Zirkulare wurden in 
3800 Abdrücken angefertigt. 
9) An Briefumschlägen für die Wetterberichte und die Registratur stellte sich 
der Bedarf auf 2875 Stück. 
VI. Die Bibliothek, Modell- und Karten-Sammlung. 
Wie in dem früheren Jahresberichte, Seite 20 und 21, schon dargelegt wurde, 
hatte die Verwaltung der Bibliothek in den letzten Jahren mannigfachen Wandel 
durchzumachen, sodafs es nicht leicht war, die Katalogisirung und die Rechnungs 
legung stets auf dem Laufenden zu erhalten. Erst als die Stelle des verstorbenen 
Dr. Duderstadt durch den Hülfsarheiter Herrn Erwin Kuipping definitiv 
wieder besetzt war, konnte an eine geregelte Ordnung der immer umfangreicher 
werdenden Bibliothek gedacht werden. In erster Linie mufste an die Herausgabe 
eines weiteren, des zweiten Nachtrags zum Katalog der Bibliothek der Deutschen 
Seewarte, gedacht werden. Die Vorarbeiten hierzu wurden von dem Rechuungs- 
rath der Seewarte, Herrn Bartz, ausgeführt, und die Fertigstellung des Ganzen, 
sowie die Korrekturen des Katalogs dem als Bibliothekar fuuktionirenden Hülfs- 
arbeiter Kuipping übertragen. Der zweite Nachtrag des Kataloges konnte erst 
im Dezember des Berichtsjahres erscheinen und umfasst alle Eingänge, Geschenke 
und Ankäufe bis zum 31. März des Berichtsjahres. 
Der Nachtrag sowohl, wie auch das diesem Berichte beigegebene Geschenk- 
Verzeichnifs erweisen zur Genüge, dafs der Zuwachs ein sehr erheblicher war. 
Am 31. Dezember des Berichtsjahres betrug dieser Zuwachs im Jahre 1899 au 
Geschenken 873, au Ankäufen 183, in Summa 1056 einzelne Buch-Nummern. An 
Karten kamen hinzu 236 Nummern, worunter 142 Geschenke und 194 Ankäufe wareu. 
Es ist einleuchtend, dafs bei einem solchen Zuwachs, der sich von Jahr zu Jahr 
steigerte, die ursprünglich für die Bibliothek bestimmten Räumlichkeiten nicht 
mehr ausreichen konnten. Hatte man sich schon in den letzten Jahren genöthigt 
gesehen, auch die Korridore der ersten Etage mit Bücherschränken zu besetzen, 
so mufste im Berichtsjahre daran gedacht werden, eine neue Räumlichkeit mit 
den erforderlichen Bücherschränken zu beschaffen. Es schien hierzu am zweck- 
mäfsigsten, das über dem kleineren Bibliotheksaal gelegene Zimmer No. 40 her 
anzuziehen, wenn nur eine Verbindung mittelst Treppe zwischen den Räumen 
der ersten und der zweiten Etage vorgesehen werden konnte. Diese Erweiterung 
der Bibliothek wurde schon gegen Ende des Berichtsjahres ausgeführt, weil un 
möglich der durch die Anhäufung der Werke veranlagte Zustand der ünbeuutz- 
barkeit der Bibliothek noch länger ohne Abhülfe gelassen werden durfte. Die 
Einrichtung des neuen Bibliothekzimmers wurde nicht vollständig ausgeführt, um 
die hierfür erforderlichen Mittel nicht allzu erheblich zu überschreiten, und ist 
zu hoffen, dafs in dem nächsten Etatsjahre es möglich werden wird, die an der 
neuen Einrichtung noch fehlenden Theile zu ergänzen. Es ist ferner einleuchtend, 
dafs bei einem jährlichen Zuwachs der Bibliothek von rund 1100 Bänden bei 
Zeiten daran gedacht werden mufs, für die zukünftige Erweiterung der Bibliothek
	        
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