Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1897.
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benen Grunde, eine greisere Abnahme erfahren. Der Antbeil, den die Ostsec-
scbiffe an dem eiugegangeuen Beobacbtungsmaterial haben, hat sich im letzten
Jahre ziemlich stark vergrößert, derjenige der Emsschiffe um einen geringen
Bruchtheil vermindert. Alles in Allem erhielt die Seewarte von 277 Schiften —
105 Seglern und 112 Dampfern — der Handelsflotte vollständige meteorologische
Journale. Auf 65 Dampfern ■— 55 Hamburger und 10 Bremer — wurde nur das
Auszugs-Journal, auf 7 Dampfern — 4 Hamburger und 3 Bremer — ist zeit
weise das volle oder Auszugs-Journal geführt worden. Im Ganzen waren also
im Jahre 1897 842 Handelsschiffe an den maritim-meteorologischen Arbeiten be
theiligt, genau ebenso viele als im Vorjahre. Die Zahl der AV es er schiffe hat
sich um 5 vermehrt, der Elbeschiffe um 8 vermindert, der Ostseeschiffe um 4
vermehrt, der Emsschiffe um 1 vermindert.
Journal - Ausgabe.
Es wurden im Jahre 1897, soweit dieses auf der Seewarte bekannt ge
worden ist*), ausgerüstet mit vollständigen meteorologischen Journalen:
durch die Zentralstelle in Hamburg 26 Schiffe für 27 Reisen mit 44 Heften,
»
»
Hauptagentur»
'>
137 » » 239
»
305
»
» »
Bremerhaven
66 » > 177
»
»
169
»
i 2 » » 7
‘2
»
»
» »
Stettin
1 Feuerschiff „Adlergrund“
4
»
»
»
Agentur »
Bremen
13 Schiffe für 17 Reisen
>)
24
das Konsulat »
Rotterdam
8 » »3
»
3
»
>
Antwerpen
2 » »2
»
»
2
»
»
»
Havre
3 > »3
»
»
4
»
»
Bordeaux
1 Schiff » 1 Reise
1 Heft,
»
»
Marseille
2 Schiffe > 2 Reisen
2 Heften,
»
» »
London
5 » »5
9
»
5
»
,
» »
Cardiff
8 » » 8
»
18
»
»
»
Liverpool
3 9 9 3
»
»
7
»
;>
New York
8 9 9 8
»
19
»
San Francisco
1 Schiff 9 1 Reise
»
1 Heft,
im Ganzen
283 Schiffe für 303 Reisen mit 610 Heften.
Die Hauptagentur in Neufahrwasser, die sämtlichen Agenturen — mit
Ausnahme von Bremen — und die Konsulate in Newcastle o. T., Glasgow,
Port Louis (Mauritius), Singapore, Hongkong, Shanghai, Alelbourne, Valparaiso,
Montevideo und St. Thomas haben, soweit dieses hier bis jetzt bekannt ge
worden ist, im Jahre 1897 keine Journalhefte vertheilt; es ist jedoch höchst
wahrscheinlich, dafs von den Konsulaten eine viel gröfsere Anzahl als angegeben
verausgabt worden ist.
Die Zahl der Mitarbeiter der Seewarte zur See hat sich wohl auf
der gleichen Höhe gehalten und kann für Ende 1897 wieder zu rund 443 an
genommen werden. Es sind etwa 30 neue Mitarbeiter hinzugekommen und
ebensoviel haben die Arbeit eingestellt. 13 Mitarbeiter unter den Seeleuten hat
die Seewarte durch den Tod verloren. Es sind dies die Kapitäne;
Barber, J., zuletzt Dampfer „Africa“, in Dresden gestorben;
Grube, 0., Segelschiff „Mimi“, auf See gestorben;
*) Da die Ausgabe an Journalen seitens der überseeischen Vertreter noch nicht voll
ständig eingegangen, littst sich ein definitiver Abschlufs noch nicht geben.