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Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1897.
Munkmarsch, Keitum, Brunsbüttel, Borkum zur Prüfung der dort befind
lichen Instrumente, bezw. zur Feststellung des Normalstandes der Baro
meter etc. auf der Kaiserlichen Werft in Kiel.
5) Dr. Stecbert, Assistent in Abtheilung IV, prüfte vom 11. bis 12. Oktober
auf der Agentur in Bremen die dort befindlichen Zeitdienst - Einrichtungen
in Bezug auf ihre Zweckmäfsigkeit etc.
Die Thätigkeit der in der Seewarte aufgestellten und seit Ostern 1883 in
Betrieb gesetzten lithographischen Presse umfasste;
1) Die Herstellung der täglichen autographischen Wetterberichte der Seewarte
bei einer Auflage von 295 Exemplaren, 107 675, auf 4 Seiten bedruckt.
2) Die täglichen synoptischen Wetterkai'ten für den Nordatlantischen Ozean
für 865 Tage erforderten hei einer Auflage von 100 Exempl. 36 600 Karten.
3) An Korrekturen für die Wetterberichte der Seewarte wurden 7280 Seiten
in 3640 Adrücken hergestellt.
4) Für Formular-Abdrücke für den Sprung’schen Barographen zum Einträgen
der Barographen- und Thermographen-Kurven waren 467 Abdrücke noth-
wendig.
5) Arbeitskarten für den Dienst in Abtheilung III wurden 4000 gedruckt.
6) Verschiedene Autographien wurden in 3457 Abdrücken angefertigt.
7) Zeichnungen, zu Publikationen der Seewarte gehörig, erforderten 21075 Ab
drücke.
8) Verschiedene Formulare, Lohnlisten, Quittungen und Zirkulare wurden in
1740 Exemplaren angefertigt.
9) Der Bedarf an Briefumschlägen für die Registratur und die Wetterberichte
betrug 2986 Stück.
VI. Die Bibliothek und die Karten-Sammlung.
Trotz der Aufstellung der in den Jahres-Berichten für 1895 und 1896 er
wähnten Schränke ist der Raum für Bücher in den eigentlichen Bibliothek
räumen immer noch vielfach sehr beschränkt. Bei dem bedeutenden Zugang
an Büchern ist es schon im Berichts-Jahre nöthig geworden, in einzelnen
Schränken die Bücher in Doppelreihen hinter einander aufzustellen, was natur-
gemäfs die Uebersicht aufserordeutlich erschwert. Die Direktion muss daher
auf weitere Vermehrung der Schränke Bedacht nehmen und hat die darauf be
züglichen Maßnahmen schon ergriffen.
Die Benutzung der Bibliothek und des Lesezimmers, in dem stets die
neuesten Nummern der Fach-Zeitschriften zur Auslage kommen, war, wie in
früheren Jahren, sehr rege. Auch von auswärts wohnenden Gelehrten wird die
Bibliothek durch Entleihung von Büchern mehr und mehr in Anspruch genommen.
Die Vermehrung der Bibliothek und besonders der Karten - Sammlung
im Laufe des Jahres 1897 war sehr bedeutend. Es sind hinzugetreten an
Geschenken 596 Bücher - und 148 Karten - Nummern, während an Ankäufen
256 Bücher- und 148 Karten-Nummern zu verzeichnen sind. Für die Geschenke
dient das im Anhänge aufgeführte Spezial-Verzeichnifs als Quittung, wobei
jedoch die Direktion nicht unterläfst, darauf hinzuweisen, dafs eine Zahl von