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Volltext: Jahresbericht 1984

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39. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1984 
und 315 Fouriersynthesen. Die meisten der untersuchten Beobachtungsrei 
hen stammten aus dem jüngsten Zeitraum, ein Teil jedoch auch aus vergan 
genen Jahren. Ebenso wurden aus den ausführlichen Vorausberechnungen der 
Hoch- und Niedrigwasser für 25 ausländische Bezugsorte Gezeitengrundwer 
te neu bestimmt. Diese Arbeiten dienten zum Laufendhalten der Gezeiten 
tafeln. 
Die Vorausberechnungen für die 13 deutschen Bezugsorte für die Gezeiten 
tafeln 1986 beruhen auf Analysen des 19jährigen Beobachtungszeitraumes 
1965 bis 1983. 
Unter Benutzung von Gezeitengrundwerten, die aus Watt- und Vermessungs 
pegelbeobachtungen abgeleitet wurden, sind die Karten der Linien glei 
chen mittleren Hochwasserzeitunterschiedes und die Karten der Linien 
gleichen mittleren Springtidenhubs überarbeitet worden. Für die Seever 
messung wurden 9 Wasserstandserrechnungskarten der deutschen Vermes 
sungsgebiete zum Beschicken der Lotungen entworfen. 
Zahlreiche Auskünfte über Gezeiten und Wasserstände wurden Schiffahrt, 
Seeämtern, Gerichten und Privatpersonen erteilt. 
Um das Digitalisieren von Pegelkurven wieder aufnehmen zu können, muß 
ten ein neues Auswerteverfahren und ein umfangreiches Programmsystem 
entwickelt werden. Die Pegelkurven werden an einem MOP-Digiplan-Gerät 
digitalisiert, die Ausgabe erfolgt auf Magnetbandkassette, deren Daten 
über einen Rechner HP 9836 in den CDC-Rechner eingelesen werden. 
Das Gerät digitalisiert die Koordinaten Zeit und Höhe. Die Zeitkoordina 
ten können jetzt in beliebigen Intervallen auf der Kurve abgelesen wer 
den. Früher mußten die Intervalle gleichabständig sein. Aus den un 
gleichabständigen Daten werden mit Spline-Funktionen gleichabständige 
Werte gewonnen, die nach verschiedenen Prüfungen und Korrekturen in die 
Datenarchive aufgenommen werden. 
Untersuchungen haben ergeben, daß die Tidenkurve ausreichend genau durch 
Spline-Funktionen dargestellt wird, wenn halbstündliche Wasserstände 
vorliegen. Werden nur stündliche Werte berücksichtigt, kann die Tiden 
kurve im Niedrigwasserbereich gelegentlich ungenau wiedergegeben werden. 
Das DHI hat sich deshalb für halbstündliche Ablesungen entschieden. 
Mit dem neuen Verfahren können beliebige Zeitintervalle auf den Pegel 
kurven digitalisiert werden. Aufbau und Format der Datensätze der Ar 
chivdateien sind so eingerichtet, daß die Datensätze mit den früher ab 
gelesenen kompatibel sind; darüber hinaus können Werte mit kleinem 
Zeitabstand gespeichert werden, z. B. die 2-Minuten-Werte der digitalen 
Pegelerfassung und Daten der Modellrechnungen. 
2.2.1.4 Wasserstandsvorhersage- und Sturmflutwarndienst 
Der Wasserstandsvorhersage- und SturmflutWarndienst wurde wie bisher un 
ter Beteiligung mehrerer Wissenschaftler wahrgenommen und vom Seewetter 
amt wetterkundlich beraten. 
In Absprache mit den zuständigen Institutionen der Küstenländer wurde im 
Oktober eine neue Sturmflutklassifikation eingeführt. Die untere Sturm
	        
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