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Full text: Jahresbericht 1896

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Jahresbericht der Deutschen Seevvarte für 1806. 
den Handel gebracht wurden, welche die früher gebräuchlichen an Intensität der 
Färbung und zugleich an Durchlaßfähigkeit, die eine gröfsere Sichtweite bedingt, 
übertreffen. Nach Anstellung von umfassenden Untersuchungen, sowohl theore 
tischer wie praktischer Natur, wurde eine Anzahl dieser Gläser käuflich erworben, 
und den Prüfungsstellen der Seewarte je ein Paar zur Berücksichtigung bei den 
Prüfungen zugesandt. Auch wurden von einer neuen Glashütte und Schleiferei 
Fresnelsche Linsen in den Handel gebracht, welche sich durch besonders sorg 
fältigen Guts und Schliff auszeichneten. Versuche mit diesen Linsen wurden 
ebenfalls durch die Abtheilung II vorgenommen. 
Besuche von Kapitänen, Steuerleuten, Mechanikern u. s. w. zur Einholung 
von llath in nautischen Fragen fanden im Berichts-Jahre 512 Mal statt gegen 
550 im Vorjahre. 
IX. Bericht über die Thätigkeit der Abtheilung III. 
Pflege der Witterungskunde, der Küsten-Meteorologie und des Sturmwarnungswesens 
in Deutschland. 
Wie in den vorhergehenden Jahren wurde auch in diesem Jahre sämtliches 
eingehende Material sorgfältig geprüft und das für den Druck bestimmte Material 
druckfertig gemacht. 
Im Berichts-Jahre wurde die Drucklegung der meteorologischen Jahrbücher 
für 1895 bewerkstelligt. Ebenso wurde die Bearbeitung des Lustrums 1891/1895 
vollendet und die Ergebnisse im Drucke veröffentlicht, sodafs also 4 Lustren bis 
jetzt erschienen sind, welche später als Material zu einer umfassenden Arbeit 
benutzt werden sollen. 
Die erstere Veröffentlichung unterscheidet sich vom vorhergehenden Jahr 
gange nach ihrem Inhalte nur durch die Aufnahme der Aufzeichnungen der 
Thermographen von Wustrow sowie der Anemographen und Barographen von 
Memel. In der Anordnung und Bearbeitung des Stoffes hat keinerlei Acnderung 
stattgefundeu. 
Wettertelegraphie. 
I. Einrichtung des wettertelegraphischen Verkehrs der Seewarte mit den meteorologischen Instituten 
und Stationen Europas. 
Am 12. August ging die erste Wetterdopcsche von der Brockenstation auf 
der Seewarte ein. Der Depeschenverkehr wurde am 10. Oktober wegen mangeln 
der telegraphischer Verbindung eingestellt und kann erst im Frühjahr des Jahres 
1897 wieder aufgenommen werden. 
Sonst sind keine Aeudcrungen zu verzeichnen. 
II. Tägliche telegraphische Berichterstattung an das Publikum. 
Keine Acnderung. 
Ha. Die Normal-Beobachtungs-Stationen und Signalstellen der Seewarte an der Deutschen Küste. 
Vom 1. Januar an trat an der Ergänzungsstation zu Cuxhaven au Stelle des 
Hafenmeisters Herrn Po lack der Fischräucherei-Besitzer Herr Wille. Andere 
Aenderungen und Personenwechsel kamen im Berichts-Jahre nicht vor. 
Im April wurde das bisher vom Geodätischen Institute beaufsichtigte Anemo 
meter zu Pillau der Seewarte überwiesen und hierauf die ßegistrirungen diesem
	        
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