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Full text: Jahresbericht 1894

Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1804. 
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Ha. Die Normal-Beobachtungs-Stationen und Signalstellen der Seewarte an der Deutschen Küste. 
In Memel wurde im Juli die Normal-Beobachtungs-Station nach der Na 
vigations-Schule verlegt, wobei ein Wechsel der Beobachter stattfand, au Stelle 
von Herrn Lehrer Elvenspoeck kamen die Herren Navigationslehrer Ifsermann 
und Heidhoff. Die Seehöhe des Barometers beträgt bei der neuen Aufstellung 
11.7 m (früher 4.0 m). Das Anemometer erhielt auf dem Dache der Navigations 
schule Aufstellung (frühere Aufstellung vom September 1876 bis April 1877). 
Bei Verlegung der Station wurde das Gefäfs-Heberbarometer Fuefs-Köppen zer 
brochen, so dais sich jetzt nur noch ein Gefäfsbarorncter mit reduzirter Skala 
auf der Station befindet. 
Zu Neufahrwasser fand ein Wechsel der Beobachter statt, indem der 
bisherige Beobachter Herr Lothes in den Ruhestand trat, wobei der bisher an 
der Seewarte beschäftigte Obersteuermann Benkendorf an dessen Stelle trat. 
Das Anemometer zu Neufahrwasser mufste wegen mangelhafter Funktionirung 
aufser Thätigkeit gesetzt werden; eine Neuaufstellung erscheint durchaus noth- 
wendig. Die Windfahne wurde auf dem Hause gegenüber der Agentur aufgestellt 
(3 m über dem Dache). 
Auch zu Keitum fand im Dezember des Bericht-Jahres ein Wechsel der 
Beobachter, sowie eine Verlegung der Station statt, indem Herr Kapt. Lorenzen, 
welcher diese Station seit Errichtung der Seewarte ununterbrochen verwaltete, 
seinen Wohnsitz veränderte. Die Geschäfte verwaltete bis zum Jahresschlüsse 
Herr Jürgensen, worauf dann mit dem 1. Januar 1896 ihm die Leitung der Normal- 
Beobachtungsstation sowie der Sigoalstelle daselbst übertragen wurde. Die jetzige 
Station befindet sich in geringer Entfernung von der alten; die Seehöhe der Baro 
meter beträgt etwa 13 m (früher 11,4 m). Das Anemometer ist etwa in derselben 
Höhe über dem Erdboden, aber freier anfgestellt wie früher. 
An den Signalstellen der Seewarte kamen manche Aenderungen vor: 
Zu Leba übernahm seit dem 18. Dezember der Hafenbau-Aufseher Herr 
Gaedtke die Bedienung der Signalstelle an Stelle des verstorbenen Schiffs- 
kapitains Herrn Zuchow, ebenso zu Ärkoua der Leuchtthurmwärter K naak an 
Stelle des Herrn Schilling und auf Greifswalder-Oie die Leuchtthurmwärter 
Rothbart und Hauschild statt des verstorbenen Stoldt. Zu Rixhöft trat 
der Leucbtfeuerwärter Küster an Stelle von Grubner, auf Norderney der 
ßahnbeamte Lusch an Stelle vom Grenzaufseher S.cliomburg und endlich zu 
Stralsund Herr Schiffskapitän Meintzloff (provisorisch) an diejenige des ver 
storbenen Hafenmeisters Koch. 
Aufserdem ist noch zu erwähnen, dafs zu Pillau ein Sturmwarnungskasten 
am Gebäude des Lootsen-Kommandos angebracht wurde und dafs zu Colberger- 
münde der Regenmesser auf dem Grundstücke des Kgl. Haupt-Zollamtes aufge 
stellt wurde. 
Inspizirt wurden im Berichts-Jahre folgende Normal-Beobachtungs-Sta- 
tionen bezw. Signalstellen: 
1) Vom Abtheilungs-Vorsteher Prof. Dr. van Bebber; 
Kiel, Friedrichsort, Schleimünde, Flensburg, Keitum, Wilhelms 
haven, Helgoland, Borkum. 
2) Vom Assistenten der Abtheilung III, Dr. Grofsm ann ; 
Memel, Neufahrwasser, Rügenwaidcrmünde, Swinemünde, Thiefsow, 
Arkona, Darfserort, Wustrow.
	        
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