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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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Winde führten das Schiff am 14. März in 17° W-Lg über den Parallel von 
40° Nord, am 20. März in 23,3° W-Lg über den von 30° N-Br. An letzterem 
Orte setzte der Passat ein, der später aus einer sehr südlichen Richtung und 
wenig regelmässig wehte; so wurde derselbe in 23° N-Br und 29° W-Lg am 
27. März und in 20° N-Br und 46° W-Lg am 9. April noch wieder durch west- 
lichen Wind für längere Zeit unterbrochen. 
Der „Carl Georg“ kreuzte auf seiner Fahrt über den Ocean den Meridian 
von 30° West in 22,3° N-Br am 29. März und den von 50° West in 19,3° 
N-Br am 14. April. Am 29. April kam die Bark in 76,2° W-Lg wieder nörd- 
lich vom Parallel von 30° Nord und erreichte am 2. Mai den Hafen von 
Charleston nach einer Reise, deren Dauer vom Kanale her 57 Tage betrug. 
Am 28. Mai ging der „Carl Georg“ wieder in See, um die Rückreise 
nach Cork als Orderhafen anzutreten. Der während der ersten Tage der Reise 
angetroffene NE-Wind räumte bald günstigen Westwinden den Platz ein, und 
ruhig, ohne dass sich Erwähnenswerthes ereignete, verlief dann die Fahrt über 
den Ocean. Das Schiff kreuzte 50° W-Lg am 11. Juni in 39,7° N-Br 
und 30° W-Lg am 19. Juni in 46,4° N-Br. Hier an letzterem Orte hinderte 
zwar ein stürmischer NE-Wind den Fortgang der Reise, doch war derselbe 
nicht von langer Dauer; es folgte wieder westlicher Wind, mit welchem 
am Do Juni die Bucht von Queenstown orreicht wurde. Die Reisedauer betrug 
29 Tage. 
13. Reise der Hamburger Brigg „Mathilde“, Kapt. W. Bruhns. 
Auf einer Reise von Hamburg nach Lagos begriffen, passirte die Brigg 
„Mathilde“ am 26. April 1878 den Meridian von Lizard. Mit umlaufenden, 
vorherrschend aus westlicher Richtung wehenden Winden verfolgte das Schiff 
seinen südlichen Kurs, der es am 3. Mai nach 40° N-Br in 12,8° W-Lg und am 
8. Mai nach 30° N-Br in 16,5° W-Lg brachte. In 28,5° N-Br und 18,2° W-Lg 
setzte der NE-Passat ein; am ersten Tage war derselbe noch sehr flau, dann 
aber frischte er auf. Die „Mathilde“ schnitt 20° N-Br in 21° W-Lg am 16. Mai 
und 10° N-Br in 20,9° W-Lg am 20. Mai. Die äquatoriale Grenze des Passats 
wurde am 21, Mai in 8,2° N-Br und 20° W-Lg überschritten. Die darauf an- 
yetroffene Mallung kam vorherrschend aus östlicher Richtung; Windstille wurde 
nicht beobachtet. Am 25. Mai, als die Brigg sich in 6,3° N-Br und 18° W-Lg 
befand, kam Wind aus SSE durch, mit welchem über B. B.-Bug weitergesegelt 
wurde. Am 28. Mai in 6° N-Br und 15° W-Lg raumte der Wind noch weiter 
auf, indem er durch Süd nach SSW drehte. Am 1. Juni passirte man, von 
frischem Südwinde begünstigt, in 4,2° N-Br den Meridian des Kap Palmas, 
Oestlich desselben wurde eine starke Strömung beobachtet, durch die in zwei 
Tagen das Schiff 89 Sm nach Osten getrieben wurde. Am 5. Juni gelangte 
die Brigg in 5° N-Br zum Meridian von Greenwich; hier war die östliche Strö- 
mung nicht mehr bemerkbar, und am 7. Juni wurde auf der Rhede von Lagos 
geankert, 43 Tage später, als man den Kanal verlassen hatte, 
Am 27, Juli ging die „Mathilde“ wieder unter Segel, um die Rückreise 
nach Hamburg anzutreten. Der südwestliche Wind wehte jetzt frisch in 
der Guinea-Bucht, so dass es ziemlich schwer wurde, Süd zu gewinnen, 
wollte man dabei nicht zugleich weit nach Osten hin kommen. Wahr- 
zcheinlich war die Furcht vor dieser Eventualität unbegründet und wäre 
es gerathener gewesen, nur danach zu streben, den Aequatfor zu erreichen, ohne 
Rücksicht darauf, ob das Schiff dabei selbst östlich von der Insel St. Thomas 
kommen würde. Sobald Kapt. Bruhns steuern liess, wurde als östlichster 
Punkt 5,2° O-Lg in 2,7° N-Br angelaufen, dort wurde gewendet. Die grösste 
Nähe des Aequators erreichte die „Mathilde“ am 5. August in 1,5° N-Br und 
2,5° O-Lg; sie segelte dann in dieser Breite mit dem ganz frisch wehenden SSW- 
Winde nach Westen. Es war hier weder eine östliche Gegenströmung zu 
spüren, noch lief ein nach Westen setzender Strom. Den SE-Passat erhielt das 
Schiff am 15. August in 2,3° N-Br und 16,3° W-Lg; als später wieder nördlich 
gesteuert wurde, kam in 5,4° N-Br und 22° W-Lg wieder südwestlicher Monsun 
durch, ‘Die äquatoriale Grenze des NE-Passats lag am 26. August in 14,6° 
N-Br und 25° W-Lg; nördlich derselben wurde darauf 20° N-Br in 28,9° W-Lg 
am 30. Anugnst umd 30° N-Br in 32,29° W-Ly am 6. September geschnitten
	        
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