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welche das Schiff, die direkte Route verfolgend, lange und schwer zu kämpfen
hatte. Erst am 30. April befand man sich in 47,6° N-Br und 30° W-Lg. Am
2. Mai erhielt die Bark wieder Ostwind, der einige Zeit anhielt, und durch welchen
man bis zum 9, Mai nach 50° W-Lg in 43,2° N-Br geführt wurde. Am 6. April,
gleichzeitig als „Amerika“ die Wesermündung verliess, trat auch der Hamburger
Schoner „Helene“ von der Elbe aus eine Reise nach St. John an. Der Schoner
wählte die Route Nord um Schottland, fand auf derselben fast ganz über den
Ozean günstige, schr mässige Winde und erreichte 50° W-Lg in 47,3° N-Br am
28. April, also 11 Tage früher als „Amerika“,
Die westlich der Neufundland-Bank angetroffenen Windverhältnisse waren
ziemlich günstig, und nachdem am 18. Mai in 42,2° N-Br 60° W-Lg gekreuzt
worden war, konnte man am 24. Mai den Bestimmungshafen erreichen. Es
waren, seit „Amerika“ den Kanal verliess, 45 Tage verflossen.
6. Reise des Danziger Pinkschiffes „Admiral Prinz Adalbert“,
Kapt. L. Leibauer,
Am 16. Januar 1879 verliess bei Sturm aus Osten der von London nach
Pensacola bestimmte „Admiral Prinz Adalbert“ den Kanal. Schon am 17. Januar
wurde der Ostwind durch westlichen Wind verdrängt und musste dann gegen
oft stürmische, meist ungünstige Winde längere Zeit angekämpft werden. Das
Schiff kreuzte 40° N-Br in 15,5° W-Lg am 23. Januar und 30°: N-Br in
21,2° W-Lg am 28. Januar. Am 3, Februar erreichte man in 27,3° N-Br und
22,8° W-Lg das Gebiet des NE-Passats, der als kräftige beständige Brise das
Schiff auf seinem Wege nach Westen begleitete. Man schnitt 30° W-Lg in
21,5° N-Br am 6. Februar und 60° W-Lg in 16,9° N-Br am 17. Februar. Am
letzteren Tage wurde der zwischen Guadeloupe und Antigua liegende Kanal
passirt und ins Karatbische Meer eingesegelt. Am 23. Februar sichtete man
die Südküste Jamaica’s, am 24. Februar die Westspitze von Cuba. Auch im
Golf. von Mexico wehten östliche Winde, welche hier freilich nicht sehr er-
wünscht waren. Am 8. März ankerte das Schiff schliesslich auf der Rhede von
Pensacola nach einer Reise, deren Dauer vom Kanale ab 51 Tage betrug.
Am 12. April trat „Admiral Prinz Adalbert“ von Pensacola aus die
Retourreise nach England an. Man fand im Golf von Mexico östliche, später
westliche Winde und konnte daher am 20. April den Meridian von 80° West,
am 21. April die Enge von Bemini passiren. Am 23. April stand das Schiff
in 30° N-Br und 80° W-Lg, fand dann südlichen Wind in etwa 32,5° N-Br
und gelangte nach 60° W-Lg in 39,5° N-Br am 2. Mai; nach 50° W-Lg in
40,2° N-Br am 6. Mai. Oestlich von der letzteren Länge wurde die Reise
durch flaue, sehr unbeständige Winde in solcher Weise verzögert, dass man crst
am 28. Mai in den Kanal einsegeln konnte. Die Reisedauer war 46 Tage.
7. Reise des Bremer Vollschiffes „Johanne“, Kapt. H. Bunje.
Am 15. September 1878 verliess das auf einer Reise von Bremen nach
Rangoon begriffene Vollschiff „Johanne“ die Mündung des Kanals. Nordwest-
licher, im Verlaufe mehrerer Tage durch Nord nach NE drehender Wind
führte das Schiff bis zum 22. September nach 40° N-Br in 15,1° W-Lg, bis
zum 26. September nach 30° N-Br in 19,4° W-Lg und bis zum 1. Oktober nach
20° N-Br in 24,4° W-Lg. Von 37° N-Br an hatte der Wind beständig eine
nordöstliche Richtung; es lag also die polare Passatgrenze in einer hohen Breite,
und dementsprechend wurde auch die Südgrenze des Passats in einer sehr nörd-
lichen Lage angetroffen. Derselbe endete nämlich schon in 16° N-Br und
25,6° W-Lg. Dann trat leichter nordwestlicher Zug und Windstille ein, welcher
Zustand 5 Tage anhielt. In etwa 11° N-Br fand man frischen Westmonsun
und damit die Gelegenheit zu einem guten Fortgange nach Süden. Am
10. Oktober befand man sich in 10° N-Br und 23,5° W-Lg und nachdem als
östlichster Punkt 19,3° W-Lg in 3° N-Br angelaufen worden war, konnte man
am 18. Oktober in 25,4° W-Lg den Aequator überschreiten. Die Reisedauer
vom Kanale ab betrug 33 Tage.
Im Südatlantischen Ozeane kreuzte „Johanne“ 10° S-Br in 30,3° W-Lg
am 22, Oktober; 20° S-Br in 30,7° W-Lg am 26. Oktober und 30° S-Br in
20,5° W-Lg.am 1. November. Der Passat wehte frisch und ungestört bis nach