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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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bisher in dem Hafen lagen, beseitigt. Es wird beabsichtigt, eine gleichmässige 
Wassertiefe von Im herzustellen und auch die in West von der Insel Kscom- 
brera befindliche Umxtiefe zu beseitigen. In drei Jahren sollen diese Arbeiten 
beendet sein. Das seiner Zeit im Hafen gesunkene Panzerschiff „Tetuan“ ist 
von einem Konsortium der Kaufleute gesprengt und fortgeschafft worden. 
3. Bemerkungen über die Ansegelung der Isles da Los an der 
Westküste von Afrika. (Mittheilung von der Deutschen Seewarte.) Kapitän 
A. Held von dem Braker Schoner „Leonore“ macht über die an der Westküste 
Afrika’s gelegenen /sles da Los in seinem Journal die folgenden Bemerkungen, 
welche unter Umständen anderen Schiffsführern von Nutzen sein können. 
„Kapitäne von Schiffen, welche nach den benachbarten Küstenplätzen 
bestimmt sind und die unter englischer Hoheit stehende, zur Los-Gruppe ge- 
hörende Insel Factory anlaufen; um einen Lootsen an Bord zu nehmen, müssen 
sich hüten bei solcher Gelegenheit zu ankern, wenn ihr Bestimmungsplatz nicht 
zu England gehört. Sie vermeiden dadurch die Bezahlung der Tonnengelder, 
welche von allen bei der Factory-Insel ankernden Schiffen erhoben werden, 
Für Schiffe, welche nach der Zumbo-Insel bestimmt sind, soll der beste 
Ankerplatz etwas jenseits der Mitte des Fahrwassers liegen. 
Nahe der Nordspitze der Factory-Insel ist gutes Trinkwasser zu finden. 
Während. des Aufenthaltes von „Leonore“ bei der Faktory-Insel, in der 
letzten Hälfte des Monats Februar und im März 1879, herrschten an jedem Tage 
Land- und Seewinde und wehten die letzteren häufig recht frisch. Das Wechseln 
von Ebbe und Fluth war ein regelmässiges.“ ; 
4. Lothungen in der Umgebung von Perforated Island. Mergui- 
Archipel. (Mittheilung von der Deutschen Seewarte.) Kapt. C. H. Seemann 
von der Hamburger Bark „Eduard“ berichtet: 
„Während einer Reise von Singapore nach Bassein trieben wir bei Wind- 
stille in der Nähe von Perforated Island. Wir setzten das Boot aus und lotheten 
rund um die Insel, wobei wir in 45 bis 60m Entfernung vom Ufer nirgends 
weniger als 37m (20 Faden) Wassertiefe fanden.“ 
5. Meeresleuchten im Arabischen Meer im August 1879. Der 
stellvertretende Kommandant S. M. Kbt. „Nautilus“, Lieut. z. See Dräger be- 
richtet, dass er auf der Fahrt des „Nautilus“ von Aden nach Singapore, in der 
Nacht vom 14. zum 15. August 1879, ca 20 Sm östlich von Sokotra, nachdem 
am Morgen des 14. August der SW-Monsun, durch das Land abgelenkt, aus 
SE bis SzE schr heftig eingesetzt, am Nachmittag aber wieder abgeflaut hatte, 
sehr starkes Meerleuchten beobachtet habe, welches auch während der ganzen 
Fahrt durch das Arabische Meer in den Nächten bis zum 18. August wahr- 
genommen wurde. Der Monsun wehte, sobald das Kanonenboot gut frei von 
Sokotra war, wieder heftig, Stärke 7, aus SzW und später aus SSW, welche 
Richtung er durch das ganze Arabische Meer beibehielt. 
6. Böen im Bengalischen Meerbusen im August 1879. Derselbe 
Kommandant berichtet über einige von dem Kanonenboot „Nautilus“ in dem 
Bengalischen Meerbusen auf der Fahrt zwischen Ceylon und Sumatra angetroffene 
Böen Folgendes: 
„Vom 26. August Nachmittags (das Mittagsbesteck vom 26. August war 
5° 50‘ N-Br, 86° 37’ O-Lg) an wurde der Monsun sehr unbeständig; zeitweise 
war er flau und frischte dann, namentlich während der Nacht, in’ heftigen 
Regenböen auf. Vom 28. August. an häuften sich die Böen, und nahm die 
Windstärke in denselben bedeutend zu. Das Anzeichen der Böen war eine plötz- 
lich luvwärts erscheinende schwarze Wolke, die oft so schnell herankam, dass 
keine Zeit war, die Segel wegzunehmen. Je näher wir der Malacca-Strasse 
kamen, desto drohender wurde das Wetter, und artete oft eine solche Bö in 
einen Regenschauer aus, welcher mehrere Stunden lang anhielt. Das Barometer 
konnte keinen Anhalt für die Stärke und das Aufkommen der Böen geben, da 
dasselbe im ganzen Bengalischen Meerbusen eine überraschende Gleichmässigkeit 
und nur die täglichen Schwankungen anzeigte; der Luftdruck bewegte sich in
	        
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