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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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anhielt. Am 10. Oktober wurde in 25° W-Lg 10° N-Br überschritten und am 
15. Oktober war als östlichster Punkt 18° W-Lg in 2,5° N-Br erreicht. Am 
Mittage des letzteren Tages befand sich „F. Brumm“ in 2,1° N-Br und 
21,1° W-Lg, durch längeres Ueberliegen nach Osten hatte „Goethe“ in den vor- 
hergehenden Tagen bedeutend gegen den Mitsegler gewonnen. Am 17. Oktober 
überschritt „Goethe“ in 21,5° W-Lg den Acquator,. 29 Tage später als Scilly 
passirt worden war. 
Im Südatlantischen Ozeane gelangte „Goethe“ nach 10° S-Br in 27,5° W-Lg 
am 21. Oktober, nach 20° S-Br in 28,5° W-Lg am 24. Oktober und nach 
30° S-Br in 25,8° W-Lg am 28. Oktober. Die Südgrenze des Passats lag in 
23° S-Br und 29° W-Lg, es herrschte hier fast Windstille, auf welche aber 
nach wenigen Stunden frischer nordostlicher Wind folgte. Später fand- man in 
33° S-Br kräftige westliche Winde und am 6. November war „Goethe“ in 
38,4° S-Br zum Meridian von Greenwich gelangt. Es.waren bis dahin 20 Tage 
auf der südlichen Halbkugel zugebracht worden. 
Um die erforderliche Länge zurückzulegen, suchte Kapt. Ellerbrock 
den 44. Grad südlicher Breite auf, 44,6° S-Br in 30° O-Lg war der südlichste 
Punkt, der berührt wurde. Man fand in diesen Breiten mässig starke, ihrer 
Richtung nach fast nur günstige, Winde und hatte keinen einzigen schweren 
Sturm zu überstehen. Am 25. November, nach 18,5 in östlicher Länge ver- 
brachten Tagen, hatte „Goethe“ den Meridian von 80° Ost erreicht und begann 
dann entschieden nördlich zu steuern. Nachdem auf solchem Kurse bei west- 
lichem Winde am 29. November 30° S-Br in 87° W-Lg gekreuzt worden war, 
erreichte die Bark am 30. November in 29,2° S-Br und 82,2° O-Lg das 
Passatgebiet. . 
Von kräftigem Winde begünstigt, durcheilte die Bark auch dieses und 
schnitt 20° S-Br in 88° O-Lg am 2. Dezember und 10° S-Br in 89,5 O-Lg am 
d. Dezember. In 8° S-Br wurde die Briese schwächer, dabei gleichzeitig nörd- 
licher laufend, und in 5,8° S-Br und 89° O-Lg setzte westlicher Monsun ein. 
Mit diesem Winde wurde am 20. Dezember in 92,5 O-Lg der Aequator über- 
schritten; er begleitete, jetzt meist aus einer südlicheren Richtung wehend, 
das für Pulo Brass steuernde Schiff bis nach 9,6° N-Br in 96° O-Lg, und von 
diesem Punkte führte frischer NE-Monsun die Bark in 2 Tagen zum Ziele. 
Am 18, Dezember wurde nahe bei China Buckeer geankert, nach einer Reise, 
deren ganze Dauer 91 Tage betrug. 
Am 20. Februar 1879 trat das beladene Schiff wieder die Heimreise 
nach Bremen an. Ganz leichte nordwestliche Winde wehten zu Anfang der- 
selben für längere Zeit, selbst die, in etwa 8° N-Br zuerst angetroffenen, Ost- 
winde waren nicht von Bestand und die Folge davon war eine ungewöhnlich 
lange Reise nördlich der Linie. Erst am 13. März konnte man dieselbe in 
89,3° O-Lg überschreiten, hier von ziemlich frischem, sich bis zu 6° S-Br 
hin erstreckendem Westwinde begünstigt. Von der letzteren Broite ab musste 
wieder für längere Zeit gegen leichte umlaufende Winde und Stille gekämpft 
werden, bis es endlich in 11° S-Br und 89,5° O-Lg gelang, in das Gebiet des 
SE-Passats einzudringen. Auf südwestlichem Kurse gelangte „Goethe“ dann 
nach 20° S-Br in 75° O-Lg am 31. März und nach 30° S-Br in 36° O-Lg am 
16. April; 60° O-Lg war in 25,5° S-Br überschritten worden. Der Passat, der 
nur bis zu 22,5° S-Br recht frisch wehte, fand in 27° S-Br und 56° O-Lg 
seine polare Grenze. . 
Bei der Umsegelung des Kaps der guten Hoffnung überstand „Goethe“ am 
18. und 20. April dieselben Stürme, über welche die Bark „Ferdinand Brumm“ 
berichtet hat, Am 27, April wurde die Länge des Kaps passirt und am 30. April 
war in 11° O-Lg der Parallel von 30° Süd wieder erreicht. Die Bark, welche 
von der Linie im Indischen Ozeane ab bis hier eine Reise von 48 Tagen hatte, 
war 14 Tage südlich von jenem Parallel gewesen. 
Ebenso weit nördlich, als der genannte Mitsegler, hatte „Goethe“ zu 
segeln, ehe es gelang den Passat anzutreffen; denn erst in 16,5° S-Br und 
4,3° W.Lg erhielt man denselben. Die Bark überschritt im Südatlantischen 
Ozeane 20° S-Br in 0,1° W-Lg am 7. Mai, 10° S-Br in 12,1° W-Lg am 17. Mai 
und kreuzte den Aequator in 22,6° W-Lg am 24. Mai, 24 Tage später, als man 
30° S-Br verlassen hatte.
	        
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