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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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Linie verschwand er gäuzlich, was lich durch Steigen der Wassertemperatur 
von 24° auf 27° C, sehr entschieden markirte. . 2 
Nördlich vom Aequator blieb der Wind gleichmässig von Süd bis SSW 
bis zu 10° N-Br, wo er. plötzlich mit Regenböen auf NW :sprang und mit ab- 
wechselnden Stillen den Eintritt der Kalmen scharf kennzeichnete. Ich liess 
daher am 25. August Dampf‘ aufmachen, um in nordwestlicher Richtung, zur 
Vermeidung stillen und unbeständigen Wetters in der Nähe der-Kap Verde’schen 
Inseln; den NE-Passat aufzusuchen. 
Ein leichter Wind von NNW wurde schon zwischen 12° und 13° N-Br 
angetroffen, etwas stetiger und nördlicher aber erst auf 14° N-Br und 29° W-Lg 
am 27. August Mittags; der Wind blieb sodann so. nördlich, dass ich sehr weit 
nach Westen gedrängt wurde, in 27° N-Br bis auf 40° W-Lg.: Hier wurde auch 
am: 2. September die Nordgrenze des Passats erreicht; noch an demselben Tage 
kam ein leichter nordnordöstlicher Wind durch, der am nächsten Morgen, den 
3. September, östlich und südöstlich ging. Er blieb zwar ganz fest auf SE, 
mit Ausnahme einer kurzen heftigen Bö aus SW, gestattete jedoch ziemlich gute 
Fahrt bie in die Nähe der Azoren.‘ Hier wurde der Wind am-8. September 
sehr frisch und ging, nachdem Nachts die Azoren‘ zwischen Fayal und: Flores 
passirt waren, mit gleicher Stärke allmählich auf Süd, hielt jedoch nur bis zum 
10. September Morgens an, wurde allmählich westlicher und flauer, begleitet 
von sehr heftigen Niederschlägen. In 43° N-Br und 23° O-Lg ging der Wind 
auf NW und sehr bald -auf NNE. * Dieser Wind hielt, zwischen NNE' und NNW 
schwankend, unter böigem und nassem, theilweise auch nebeligem Wetter bis 
zum 15.:September auf‘ 47°. 40‘ N-Br und 12°. W-Lg an. Dann wurde es still, 
und da der hohe Barometerstand stilles Wetter oder‘ östlichen Wind verhiess, 
wie es sich in der That bestätigte, wurde in: zwei Kesseln Dampf aufgemacht 
and damit am 17.‘ September Plymouth erreicht. © 
Der im Nördlichen Atlantischen.Ocean angetroffene Strom war in seinem 
ganzen Verlaufe sehr normal. Im Passat im Allgemeinen der Richtung des 
Windes folgend, war der Strom West bis NW.in der sogenannten Sargasso-See 
und wurde nördlich von den Azoren östlicher Strom gefunden, der südlicher 
wurde, je weiter das Schiff nach Osten gelangte. Bei einer gleichmässigen 
Stärke von 10 bis 12 Sm in 24 Stunden verlief die Biegung nach Süden so 
regelmässig, dass, obwohl seit drei Tagen keine Beobachtung erlangt werden 
konnte, dennoch mit dem gegissten Besteck und Rechnung des muthmaasslichen 
Stromes die Gründe fast auf die Minute und, wie die Beobachtung am nächsten 
Tage ergab, genau auf der Kurslinie angelothet wurden.“ 
Aus den Reiseberichten S. M. S. „Bismarck“, 
Korv.-Kapt. Deinhard.” 
; Nach ' einem zehntägigen Aufenthalte in Valparaiso ‚verliess S. M. 8. 
„Bismarck“ am 3. März 1879 diesen Ort und trat die Reise nach Apıa an. Das 
Schiff besuchte in der Zeit vom 12. April bis 2. Mai einige Inseln der‘ Gruppe 
der. Gesellschafts-Inseln und führte bei einer derselben, Ratated, Vermessungen 
aus (s. Skizze), Am.19. Mai traf der „Bismarck“ in Apia ein. 
Der. Kommandant des Schiffes, Korv.-Kapt. Deinhard;, ‚berichtet‘ über 
diese. Reise, wie folgt; 
) Vgl. „Ann. d, Hydr, etc.“, 1879, pag, 226,
	        
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