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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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Zum Schluss mögen noch ein paar Worte über die Uebereinstimmung 
der Vorausberechnung der Hochwasserzeiten in den „Gezeiten-Tafeln für die 
Deutsche Nordseeküste für das Jahr 1879“ und den Beobachtungen hier ihren 
Platz finden. 
Die Hochwasser-Zeiten und Höhen wurden für das Jahr 1879 noch nicht 
mit den hier gegebenen Werthen des mittleren Mondfluthintervalls und der 
halbmonatlichen Ungleichheit berechnet, sondern mit den Werthen, welche sich 
durch Uebertragung der in dem früheren Artikel gefundenen Zahlen auf die 
fünfte vorhergehende Mondkulmination ergeben. Die Unterschiede sind im 
Ganzen unerheblich, und ist die Hauptänderung die, dass das mittlere Mondfiuth- 
intervall um 4” zu gross angenommen worden ist, im Durchschnitt werden 
demnach die berechneten Zahlen grösser sein müssen, als die beobachteten. 
Auch die halbmonatliche Ungleichheit hat durch die gegenwärtige Untersuchung 
geringe Aenderungen erfahren, doch fallen dieselben für die Vergleichung um 
so weniger ins Gewicht, als diese Zahlen wegen der nicht genügenden Zahl von 
Beobachtungen, die zur Verwendung gekommen sind, bis jetzt noch etwas un- 
sicher sein werden. 
Schon die Vergleichung der ersten 14 Tage zeigte, dass die tägliche 
Ungleichheit sehr merklich sei, und wurde darauf die in diesem Aufsatze 
gegebene Ableitung dieser Korrektion ausgeführt. Wir haben dann nachträglich 
die tägliche Ungleichheit an die in den Gezeitentafeln gegebenen Zeiten an- 
gebracht und erhalten durch Vergleichung von 197 Hochwasserzeiten das 
folgende Resultat. 
Der Unterschied zwischen der Vorausberechnung und der Beobachtung liegt 
zwischen 0” und 4” inkl. bei 119 Beobachtungen oder 60,4 °/ der Beobachtungen 
5 2 9 » » 52 » „ 26,4 °/0 
10 „19 „„ » 25 “wo „12,7% 
20 und mehr „1 ” „ 0,5% 
Summa 197 Beobachtungen. 
Hierunter sind 60 Beobachtungen, bei denen die Vorausberechnung kleiner 
ist, als die Beobachtung, 16 wo sie Null und.121 wo sie grösser ist, überein- 
stimmend damit, dass bei der Vorausberechnung ein zu grosses mittleres 
Mondfluthintervall angewendet worden ist. Wenn wir annehmen, dass der 
Ueberschuss der negativen Differenzen über die positiven nur durch falsche 
Annahme des mittleren Mondfluthintervalls veranlasst werde, so finden wir, dass 
dasselbe um 1,8“ vermindert werden müsste. Hiernach wären 4", wie wir hier 
gefunden haben, zu viel, indess ist die Anzahl der Vergleichungen nicht hin- 
reichend, um zwischen beiden Zahlen zu entscheiden, 
Auf alle Fälle ist die Uebereinstimmung der Vorausberechnung mit der 
Beobachtung eine sehr befriedigende und dies um so mehr, als die meisten der 
grossen Differenzen sich als durch Wind veranlasst nachweisen lassen. 
Die Höhen sind nicht verglichen worden, weil dies Element durch Wind 
noch mehr beeinflusst wird, als die Zeiten des Hochwassers, also von vornherein 
grössere Differenzen zu erwarten waren, die sich erst bei einer grösseren Zahl 
von Beobachtungen einigermaassen ausgleichen werden. Aus demselben Grunde 
ist die halbmonatliche Ungleichheit in Höhe bei. weitem unsicherer, als die- 
jenige in Zeit. 
Aus den Reiseberichten S. M. S. „Hansa“, Korv.-Kapt. Heusner.) 
S.M.S. „Hansa“ segelte am 13. Mai d. J. von St. Thomas nach Bahia, 
traf am 22, Juni daselbst ein und verliess diesen Platz am 30. Juni, um die 
Reise über Montevideo und durch die Magellan - Strasse nach. Valparaiso anzu- 
treten. Sowohl auf der Reise von St. Thomas bis Bahia, als von dort bis 
Montevideo (30. Juni bis 10. Juli) traf das Schiff ungünstige Windverhältnisse 
 S. „Ann. d. Hydr, etc.“, 1879, pag. 164, 252, 392. 
Auyn. d, Hydr., 1379, Heft XI (November).
	        
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