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25° S-Br und 173° W-Lg (s. No. 19 und in 18° 24‘ S-Br und 168° 27‘ W-Lg
(s. No. 22, „Gazelle“ Tab. 1), nämlich 0,5° bezw. 0,7°, so kann man, aus
dieser Zunahme der Bodentemperaturen vom Aecquator nach Süden zu, zu der
Annahme gelangen, „dass hier, umgekehrt wie im Atlantischen Ocean, der
arktische Bodenstrom über den Aequator in den südlichen Stillen Ocean tritt
und etwa erst zwischen 30°—36° S-.Br mit dem antarktischen Bodenstrom
zusammentrifft“ (s. Frhr. von Schleinitz in „Ann. d. Hydr. ete.“, 1876, pag. 237).
Der Verlauf der 3°- und 4°-Isothermen in dem Schnitte zwischen den Samoa-
Inseln und dem Orte No. 23 in Tab. VI, welche die oberen Grenzen des ark-
tischen Bodenstromes bilden, zeigt in der That eine stetige, wenn auch nicht
ganz gleichmässige Senkung der Temperaturkurven von ca 14'/2° bis zu 36'/° S-Br,
also nach Süden hin, in der Richtung des arktischen Bodenstromes (s. „Ann.
d. Hydr. ete.“, 1876, Heft VI, pag. 236 und 237 und Diagramm IV).
Die Reihentemperaturmessungen der „Gazelle“ No. 25—28 sind in einem
Schnitte, innerhalb der Breitenparallele von 45'%A°— 471'/2° S-Br, zwischen
140°—90° W-Lg genommen und zeigen im Ganzen einen regelmässigen Verlauf
Jer Isothermobathen mit einem leisen Aufsteigen derselben nach Osten hin.
Nicdrige Bodentemperaturen, 0,7°, wurden gemessen in 4279 und 4691m Tiefe,
das eine Mal in 47'%2° S-Br und ca 93° W-Lg und dann in der südlichsten
Position der „Gazelle“ (s. No. 29), in 51° 42‘ S-Br und 801° W-Lg, vor dem
Eingango in dio Magellan-Strasse.
Auf der von NW nach SO gerichteten Lothungslinio zwischen Tahiti
and 40° S-Br und 150°—133° W-Lg zeigen die Messungen (No. 30—37) des
„Challenger“ eine ziemlich gleichmässige Abnahme der Temperaturen in den-
sclben Tiefen von niedrigeren Breiten nach den höheren hin. Die Boden-
iemperaturen bewegten sich in den Tiefen von über 4000m innerhalb der engen
Grenzen von 0,8° und 0,9°, Die Temperaturreihen No. 38 und 39, von deren
Orten ab die Lothungslinie des „Challenger“ eine west-—östliche Richtung an-
uimmt, zeigen eine plötzliche Abkühlung der Schichten nahe der Oberfläche bis
zu 50 Fad. (91m); während noch bei No. 37 in ca 40° S-Br und 133° W-Lg
die Isotherme von 10° bis zu 174m (95 Fad.) hinabreicht, steigt sie nur wenig
nördlich davon, aber weiter östlich, in 131°—124° W-Lg, bis zu 82 und 73m
(45 und 40 Fad.), steigt dann aber in der Temperaturreihe No. 40 und den
folgenden (No. 41—45) wieder höher hinauf, so dass man berechtigt ist,
zwischen den Meridianen von 130° und 120° West auf dem Parallel von 39° Süd
einen kalten Oberflächenstrom anzunehmen. Die weiter nach Osten hin bis
58° W-Lg stattfindende Erwärmung der Oberflächenschichten (s. No. 40-—45)
bis zu einer Tiefe von 183m (100 Fad.) zeigt das Vorhandensein des warmen
Wassers des rückkehrenden Aequatorialstromes an. Bemerkenswerth sind für
Jiese Lothungsstellen die vergleichsweise hohen Temperaturen 2,7°—2,9° in
einer Tiefe von 1646m (900 Fad.), gegen 2,2°—2,4° weiter nach Westen zu,
welche auf eine warme Unterströmung hinweisen,
5. Temperaturvertheilung in den unterseeisch abgeschlosseuen
Mecresbecken im westlichen Stillen Ocean und im Ostindischen
Archipel. Wie schon pag. 375 in diesen Annalen erwähnt ist, zeigen diese
von der freien Kommunikation mit dem übrigen Wasser des Oceans unterhalb
einer jeweilig bestimmten Tiefe abgesperrten tiefen Wasserbecken eine ihnen
cigenthümliche und für sio charakteristische vertikale Temperaturvertheilung,
Kbenda sind sie in ihren räumlichen und Tiefen- Verhältnissen näher beschricben,
Nach den zum grössten Theile vom „Challenger“ (1874 und 1875) und zum "Theil
auch von der „Gazelle“ im Mai 1875 in diesen Meeresbecken ausgeführten
Reihentemperaturmessungen lässt sich die Temperaturvertheilung in jedem der-
selben, wie folgt, kurz zusammenfassen,
a) Der westliche Theil. des Nord-Pacific zwischen Neu-Guinea und Japan,
Die Vertheilung der Temperatur in den Oberfächenschichten dieses Beckens ist
schon früher (pag. 484) dargestellt worden. Die Messungen in grösseren Tiefen von
1300—1500 Fad. (2377—2743 m) und von da bis zum Meeresboden ergaben fast
identische Resultate (s. „A. d. H.“, 1876, pag. 463 u. 465), so dass Commander
Tizard cs als erwiesen betrachtet, dass das Minimum der Wassertemperatur in
diesem Theile des Stillen Oceans (1,8°) schon in einer Tiefe von 2377—2748 m
gefunden wird, und dass von dieser Tiefe ab bis zum Meeresboden keine
merkliche Acnderuny in der Temperatur stattfindet, dass dieses Becken also