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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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Mit dem Bau des Leuchtthurms, welcher bereits angezeigt war, ist noch 
nicht begonnen worden.!) Der Hafen von Sawdkin steht mit Cairo in tele- 
graphischer Verbindung. 
Das innere Fahrwasser zwischen der Küste und den Riffen Kadd-Etwid 
wird vielfach von den den Küstendienst versehenden Dampfern benutzt. Die 
Durchfahrt ist leicht, da man auf einer Seite die Korallenriffe, welche die Küste 
umfassen, auf der andern Seite die Sandinseln, welche in der Mitte der Riffe 
sich befinden, erblickt. Der „Fabert“ konnte in der Durchfahrt keine Strömung 
beobachten, und dieses scheint der Grund zu sein, weshalb dieser etwas längere 
Weg von den dortigen Küstenfahrzeugen gewählt wird. 
Die anderen, an der Küste liegenden Bänke sind ungefährlich, da man 
dieselben bei Tage leicht erkennen kann; doch ist es rathsam in der Nacht zu 
ankern, weil man sich nicht auf das Loth verlassen kann. 
Der „Fabert“ ankerte nordöstlich von der Südspitze der Insel Harat 
auf 14m Wasser, Sand- und Schlammerund., 
Vergleichende Uebersicht der Witterung des Monats Juli 1879 
in Nordamerika und Centraleuropa. 
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte.) 
Nach der „Monthly Weather Review“ des „Signal Office“ in Washington 
und der von der Deutschen Seewarte herausgegebenen Uebersicht der Witterung, 
stellen wir im Folgenden die Hauptzüge im Witterungscharakter des Monats 
Juli 1879 in Nordamerika und Centraleuropa einander gegenüber. 
Centraleuropa. 
1. Die zwar nicht zahlreichen, 
jedoch für diese Jahreszeit ziemlich 
tiefen Minima, welche fast ausschliess- 
Jich das südliche Nordsee- und Ostsee- 
gebiet von West nach Ost durchzogen 
und nicht selten von stürmischen 
Winden begleitet waren. Hervorzu- 
heben ist das Minimum, welches am 
8. nördlich von Irland erschien, in den 
folgenden Tagen ostwärts fortschrei- 
tend das Nord- und Ostseegebiet 
durchwanderte, dann am 12. nordost- 
wärts nach dem weissen Meere hin 
verschwand und namentlich am. Kanal 
und in der südlichen Nordsee stürmi- 
sche Witterung hervorrief. 
Nordamerika. 
1. Die mässige Anzahl barometri- 
scher Minima, welche in lang gestreck- 
ten und wenig gekrümmten Bahnen 
von Westen nach Osten das nörd- 
liche Gebiet durchzogen und häufig 
von unruhiger bis stürmischer Wit- 
terung begleitet waren. Hervorzuheben 
sind zwei Minima, von welchen das eine 
am 1. in Kalifornien erschien, in den 
folgenden Tagen das nördliche Gebiet 
durchwanderte und, von stürmischen 
Winden gefolgt, namentlich in Dakota, 
Minnesota und Iowa grosse Ver- 
wüstungen anrichtete, das andere vom 
7.—11. ebenfalls das nördliche Gebiet 
durchzog, dann aber eine südliche 
Bahn einschlug und sich längs den 
Ostküsten fortbewegte und stellen- 
weise von heftigen Stürmen und 
Verwüstungen begleitet war. 
2. Der auf dem südöstlichen Ge- 
biete etwas zu hohe, auf dem süd- 
lichen und östlichen normale, dagegen 
auf dem Gebiete westlich von der 
Seeregion zu niedrige Barometerstand. 
Die Druckvertheilung entsprach nahezu 
den normalen Verhältnissen. 
2. Der auf dem südlichen und 
südwestlichen Gebiete ziemlich nor- 
male, dagegen auf dem nördlichen 
Gebiete, namentlich über dem Ostsee- 
becken, zu niedere mittlere Barometer- 
stand. Die häufigen und beträchtlichen 
Schwankungen des Luftdrucks auf dem 
nördlichen Gebiete. 
3. Das der Druckvertheilung ent- 
sprechende entschiedene Vorherrschen 
der westlichen und südwestlichen 
Winde. : Schwere Stürme kamen in 
diesem Monate nicht vor, namentlich 
3. Das der Druckvertheilung ent- 
sprechende entschiedene Vorherrschen 
der südlichen Winde fast aufdem ganzen 
Gebiete. Hervorzuheben sind die zahl- 
reichen und sehr heftigen, vielfach von 
Pa 
Val. „Verz. d. Leuchtf. aller Meere“, Theil III, 1878, ad Tit. IX, No. 40,
	        
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